27. Mrz 2016

Simbabwe: Typhus-Fälle in Harare

interMEDIS

Aus der Hauptstadt Simbabwes wurden vermehrt Typhus-Erkrankungen berichtet. Erst am 15. März 2016 bestätigten die örtlichen Gesundheitsbehörden den Ausbruch mit rund 600 Typhus-Verdachtsfällen in Harare. Mehrere Erkrankungsfälle wurden bereits durch medizinische Untersuchungen bestätigt. Besonders betroffen ist das Gebiet von Budiriro. Verunreinigtes Trinkwasser und kontaminierte Nahrungsmittel werden als Infektionsursache angenommen. 

Alljährlich erkranken deutsche Reisende an Typhus   

Im vergangenen Jahr 2015 wurden 68 Typhus-Fälle in Deutschland registriert. Alljährlich erkranken deutsche Reisende nach ihren Reiseaufenthalten an Typhus – die meisten nach einem Aufenthalt in Indien. Aber auch in anderen Reiseländern kann es zu Infektionen bei Reisenden kommen. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht kommen.  Dadurch sind auch Hotelreisende oder Kreuzfahrer auf großen Schiffen vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher. 

Typhus-Impfschutz steht zur Verfügung  

Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Reisenden wird empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.