8. Jan 2017

Simbabwe: Typhus in Harare

In den vergangenen zwei Monaten wurden in Simbabwe vermehrt Typhus-Erkrankungsfälle berichtet. Seit Ende Oktober 2016 wurden nach Aussage der lokalen Presse mindestens 2.200 Erkrankungsfälle und neun Todesfälle berichtet. Dreiviertel aller Fälle wurden in Harare registriert. Seit Beginn der Regenzeit sind bereits mehrere Typhus-Fälle in der Hauptstadt bestätigt worden. Verunreinigtes Trinkwasser und kontaminierte Nahrungsmittel werden als Infektionsursache angenommen.  

Auch deutsche Reisende erkranken an Typhus  

Im vergangenen Jahr 2016 wurden rund 60 Typhus-Fälle in Deutschland registriert. Alljährlich erkranken deutsche Reisende nach ihren Reiseaufenthalten an Typhus – die meisten nach einem Aufenthalt in Indien. Aber auch in anderen Reiseländern kann es zu Infektionen bei Reisenden kommen. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht kommen.  Dadurch sind auch Hotelreisende oder Kreuzfahrer auf großen Schiffen vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher.

Bei Risikoreisen ist ein Typhus-Impfschutz empfohlen

Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Reisenden wird empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.