18. Aug 2015

Sonne: Wasser und Sand erhöhen die UV-Strahlung

iStock/PeskyMonkey Die Einwirkung starker UV-Strahlung kann zu Augen- und Hauterkrankungen führen, angefangen bei entzündlichen Reaktion bis hin zu bleibenden gesundheitlichen Schäden.  Eine gesteigerte UV-Einwirkung kann bei den Augen zum Tränen führen, als auch eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder Hornhautentzündung (Photokeratitis) hervorrufen. Ist der Lichtschaden an den Augen zu groß können bleibende Schäden entstehen. Vermeiden Sie daher eine direkte Lichteinwirkung auf die Augen (v.a. in der Nähe von reflektierenden Oberflächen (z.B. Badeseen und andere Gewässer). Das Lesen spannender Freizeitlektüre sollte im Schatten und mit Sonnenbrille erfolgen.  

Hoher Lichtschutzfaktor ist empfohlen  

Das Risiko eines Sonnenbrandes hängt von der Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung, sowie vom individuellen Hauttyp und den persönlichen Hautschutzmaßnahmen ab. Sonnenbrände, vor allem bei Kindern und Jugendlichen bis zum 15. Lebensjahr, erhöhen das Hautkrebsrisiko um ein Vielfaches. Als bester Sonnenschutz dient Hautbedeckende Kleidung und Kopfbedeckung. Zum Sonnenbaden ist das Benutzen von Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor empfohlen. Für besonders lichtempfindliche oder auch blasse Haut wird eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 100) empfohlen. Beim Auftragen der Sonnencremes ist zu beachten, dass die vollständige Entfaltung des Lichtschutzfaktors erst nach ca. 60 Minuten erreicht ist. Das Sonnenbad sollte erst dann erfolgen.  Auf ausgedehnte  Sonnenbäder, v.a. in der Mittagssonne sollte verzichtet werden. Deodorants, Parfüms und andere Kosmetika können die Empfindlichkeit gegen UV-Strahlung erhöhen und sollten daher nicht beim Sonnenbaden verwendet werden. Wenn zusäztzlich auch Mückenschutzcremes benötigt werden, so sollte zuerst die Sonnenschutzcreme aufgetragen werden und nachfolgend die Mückenschutzlotion.

Vorsicht vor Sonneneinwirkung bei Einnahme mancher Medikamente

Personen die regelmäßige Medikamente einnehmen sollten besonders aufmerksam gegenüber der Sonne und Hitze sein, da eine erhöhte Sonneneinwirkung bei Einnahme mancher Medikamente zu einer so genannten "phototoxischen Reaktion" führen kann, die in ihrem äußeren Erscheinungsbild einem Sonnenbrand ähnlich ist. Je nach Medikament und individueller Veranlagung können diese Überempfindlichkeitsreaktionen unterschiedlich stark auftreten. Zu den Medikamenten die derartige Reaktionen hervorrufen können, zählen u.a. Antibiotika (z.B. Sulfonamide, Chinolone, Tetracykline: Doxycyclin, Minocyclin), Diuretika (z.B. Furosemid, Hydrochlorothiazid), Antidiabetika (z.B. Sulfonylharnstoffe), Antirheumatika (z.B.  Piroxicam) und Neuroleptika/Antihistaminika (Phenothiazine).  Vor dem Sonnenbad sollte vor Einnahme der Medikamente auf alle Fälle die  Medikamentenbeschreibung (Beipackzettel) gelesen werden oder ein Arzt oder Apotheker befragt werden.