14. Jul 2021

Spanien: Erneut Krim-Kongo-Fieber

Zeckenschutz Fotolia / Schlegelfotos

In der Stadt Valladolid in der Region Kastilien-León in Nordspanien​ wurde bei einer 68-jährigen Frau der Verdacht auf Krim-Kongo-Fieber gestellt. Am 25. Juni 2021 wurde sie mit Beschwerden in das örtliche Krankenhaus eingeliefert und dort untersucht. Die Diagnose Krim-Kongo-Fieber wurde bestätigt und an das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gemeldet. Dieses ist der zweite Krim-Kongo-Erkrankungsfall, der in diesem Jahr in Spanien registriert wurde. Der erste Fall wurde zwei Monate zuvor in der Provinz Salamanca gemeldet. Beide Personen wurden durch Zecken infiziert. Während sich einer der Fälle bei einer Wanderung in der Provinz León den Zeckenstich zuzog, infizierte sich der andere in der Provinz Salamanca bei seinem Nutzvieh. Die infizierten Zecken hielten sich in beiden Fällen in der Region Kastilien und León im Nordwesten Spaniens auf.

Nur geringes Risiko für Touristen 

Krim-Kongo-Fieber-Fälle wurden in Spanien auch im vergangenen Jahr berichtet. So kam es im Vorjahr zu drei Erkrankungsfällen ebenfalls in der Region von Kastilien und León. Auch weitere Jahre zuvor wurden einzelne Fälle des Krim-Kongo-Fiebers auf dem Festland Spaniens beobachtet. Neben der Region Kastilien und León kam es auch zu Erkrankungen in den Provinzen Àvila, Madrid und Badajoz (Extremadura).Für Touristen besteht allgemein ein sehr geringes Infektionsrisiko.

Besucher der Region Kastilien und León sollten sich schützen 

In Südeuropa v. a. Türkei, Albanien, Griechenland und Bulgarien kann es in manchen Regionen gelegentlich zum Krim-Kongo-Fieber kommen. Ansonsten tritt es vornehmlich in Regionen Afrikas und Asiens auf (v. a. Naher Osten und Kleinasien). Neben dem Menschen, sind vor allem Wild- und Nutztiere infiziert. Im Spätsommer und Herbst werden die meisten Krankheitsfälle berichtet. Besucher, v. a. der Region Kastilien und León sollten sich gut vor Zeckenstichen schützen, denn nicht selten kommt es zum Zeckenstich bei einem Aufenthalt oder einer Wanderung im Grünen.  Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehören:

  1. Das Tragen von Körperbedeckender, heller Kleidung (Zecken sind dadurch besser sichtbar).
  2. Die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien sollten mit Insektenabweisenden Mitteln eingecremt (z.B. DEET 30%) und die Kleidung eingesprüht werden (z.B. Permethrin). Schwangere und Kinder unter dem 12. Lebensjahr sollten vor der Verwendung der Insektizide einen Arzt zur Beratung konsultieren.
  3. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden.
  4. Zecken sind sofort zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren.
  5. Nach Zeckenstich, sollte die Stichstelle einige Tage beobachtet werden. Bei Auftreten von Hautausschlag, Blasenbildung oder anderen Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.