9. Mai 2021

Spanien: Krim Kongo Fieber in Kastilien und León

Zeckenstich Fotolia / Shishiga

Aus der Region Kastilien und León im Nordwesten Spaniens wurde ein Fall des Krim Kongo-Fiebers gemeldet. Dabei handelte es sich um einen 59-jährigen Mann der als Landwirt Kontakt zu Vieh hatte. Nach einem Zeckenstich entwickelte er starke Beschwerden die typischerweise bei einem Krim Kongo-Fieber auftreten. Er wurde daraufhin zur Abklärung und Behandlung ins örtliche Krankenhaus eingewiesen. Dort wurde Krim Kongo-Fieber nachgewiesen. In der Zwischenzeit ist sein Gesundheitszustand wieder stabil. In der Region von Kastilien und León sind bereits im Vorjahr Fälle des Krim Kongo-Fiebers aufgetreten. Obgleich das Fieber in Spanien noch nicht weit verbreitet ist, ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu vereinzelten Meldungen gekommen.

Krim Kongo-Fieber tritt in einigen europäischen Ländern auf

In Südeuropa (v. a. Türkei, Albanien, Griechenland und Bulgarien) kommt es regional gelegentlich zu einer Häufung von Krim Kongo-Fieber. Ansonsten tritt es vornehmlich verbreitet in Regionen Afrikas und Asiens (v.a. Naher Osten und Kleinasien) auf. Das Erkrankungsrisiko für Touristen ist sehr gering. In den vergangenen Jahren wurden auch in Deutschland einzelne Fälle des importierten Krim Kongo-Fiebers bekannt. Neben dem Menschen, sind vor allem Wild- und Nutztiere infiziert. Die Erreger werden durch Zeckenstiche oder durch Kontakt zu infizierten Tieren übertragen. Im Spätsommer und Herbst werden die meisten Krankheitsfälle berichtet.  

Vorsichtsmaßnahmen sind empfohlen

Eine Impfung gegen die Erkrankung gibt es nicht, daher können Verhaltensmaßnahmen vor der Infektion schützen.
1. Das Tragen von Körperbedeckender, heller Kleidung (Zecken sind dadurch besser sichtbar).
2. Die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien sollten mit Insektenabweisenden Mitteln eingecremt (z.B. DEET 30%) und die Kleidung eingesprüht werden (z.B. Permethrin). Schwangere und Kinder unter dem 12. Lebensjahr sollten vor der Verwendung der Insektizide einen Arzt zur Beratung konsultieren.
3. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden.
4. Zecken sind sofort zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren.
5. Nach Zeckenstich, sollte die Stichstelle einige Tage beobachtet werden. Bei Auftreten von Hautausschlag, Blasenbildung oder anderen Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.