16. Sep 2016

Sri Lanka: Frei von Malaria

Mücke iStock/Henrik_L

Am 5. September 2016 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Sri Lanka als malariafrei.
Damit hat Sri Lanka eine erstaunliche Entwicklung in der Bekämpfung der Malaria gezeigt. Mitte des 20. Jahrhunderts (1914-1989) galt Sri Lanka als eines der Länder, das am stärksten von Malaria betroffen war. Heute hat das Land durch konsequente Mückenbekämpfungsmaßnahmen – insbesondere in den neunziger Jahren - den Kampf gegen die Krankheit gewonnen. Bis zum Jahr 2006 sank die landesweite Anzahl der Erkrankungen auf unter 1.000 ab. Die nachfolgenden Jahre nahm die Zahl weiterhin ab, bis schließlich im Oktober 2012 keine weiteren Fälle mehr berichtet wurden.

WHO deklarierte auch die Malediven als malariafrei

Sri Lanka ist somit das zweite Land, das in der WHO-Region von Südostasien als malariafrei deklariert wurde. Als erstes Land Südostasiens haben es die Malediven geschafft, von der WHO offiziell als frei von Malaria eingestuft zu werden. Seit über 30 Jahren wurden auf den Malediven keine Malaria-Fälle mehr beobachtet. Jahrelang gingen die Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden von Insel zu Insel und führten erfolgreiche Malaria-Bekämpfungsmaßnahmen durch. So wurden durch breitflächig angelegte Insektizid-Sprühkampagnen die Brutplätze der Überträgermücken zerstört und der Malariamücke somit die Grundlage zur Vermehrung entzogen. Ebenfalls wurden Mückennetze an die Bevölkerung ausgegeben und Aufklärungsgespräche geführt. Die unermüdlichen Bemühungen der Gesundheitsbehörden haben sich ausgezahlt und die Malaria konnte dadurch auf den Inseln ausgerottet werden.

Weiterhin guten Mückenschutz

Von diesem Erfolg profitieren auch Reisende nach Sri Lanka oder auf die Malediven, die nun bei ihrer Reise auf das beliebte Feriendomizil keine Malariavorbeugung mehr treffen müssen. Dennoch sind in beiden Ländern die viralen Erkrankungen Dengue und Chikungunya in manchen Regionen leider immer noch ein Thema. Dengue Fieber und Chikungunya Fieber wird durch Mücken übertragen, die Tag und Nacht aktiv sind. Daher können auch Reisende gestochen und mit den Viren infiziert werden. Reisenden wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen regelmäßig durchzuführen. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören u.a. das Tragen von hautbedeckender Kleidung und das Auftragen von mückenabweisenden Cremes, Lotionen oder Sprays auf unbedeckten Hautstellen, als auch das Schlafen unter Mückennetzen oder auch das Verwenden von Insektenabtötende und –abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich.