13. Jan 2019

Sri Lanka: Rückgang des Dengue Fiebers

Aedes, Blutsaugend iStock/Sojvp2112

Die Zahl der Dengue Fieber-Fälle in Sri Lanka hat im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Während 2017 rund 186.000 Dengue Fieber-Erkrankungen registriert wurden, waren es 2018 nur mehr rund 50.000 Erkrankungen. Die meisten Erkrankungen werden nach wie vor aus dem Umfeld der Hauptstadt Colombo berichtet, gefolgt von den Distrikten Gampaha und Batticaloa, so wie Regionen im Osten des Landes. Die Regierung führt ununterbrochen  Mückenbekämpfungsprogramme durch, die vor allem auch in den privaten Haushalten dazu führen sollen Brutstätten von Mücken zu beseitigen. Dengue Fieber-Viren werden durch Mücken übertragen. Auch Reisende können erkranken.

Dengue Fieber auch in Indien, Kambodscha, Thailand und den Philippinen  

Auch aus dem benachbarten Indien werden Dengue Fieber-Fälle aus unterschiedlichen Bundesstaaten gemeldet. Neu Delhi meldete im Dezember rund 4.700 Erkrankungen, Punjab 2.325 Erkrankungen und Maharashtra mehr als 5.000 registrierte Fälle für das Jahr 2018.Von einer höheren Dunkelziffer kann ausgegangen werden. Auf Luzon in der Provinz Pangasinan auf den Philippinen sollen 2018 laut Aussage der lokalen Gesundheitsbehörden rund 7.777 Dengue Fieber-Fälle gezählt worden sein, auf Cebu waren es bis Mitte Dezember 5.093, in Caraga auf  Mindanao 6.788 und auf Ost Visayas 9.784 Fälle. Auch Todesfälle wurden gemeldet. In Kambodscha wurden vergangenes Jahr mehr als 15.000 Dengue Fieber- Erkrankungen und in Thailand landesweit mehr als 80.000 Fälle berichtet.  

Mückenschutz reduziert das Risiko  

Die Überträgermücke ist tag- und nachtaktiv. Reisenden wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen durchzuführen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Mücken abweisende Cremes, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen, Coils, etc). Eine Impfung für Reisende existiert leider noch nicht. Gegenwärtig schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der jährlichen Dengue Fieber-Erkrankungen weltweit auf 50 bis 100 Millionen, darunter rund 500.000 schwere Krankheitsverläufe und 22.000 Todesfälle. In den Jahren 2000 bis 2010 hat sich die Zahl der Erkrankungen nach Angaben der WHO ungefähr verdoppelt. In den Jahren von 1960 bis 2010 soll sich die Zahl der Erkrankungen sogar verdreißigfacht haben. Mit am stärksten betroffen sind in Asien die Länder Laos und die Philippinen und in Lateinamerika Brasilien. Im Jahr 2018 infizierten sich nahezu 600 deutsche Reisende im Ausland mit dem Dengue-Virus. Die meisten Touristen infizieren sich bei ihrem Aufenthalt in Südostasien.