21. Okt 2017

Südafrika: Malaria-Warnung für den Krügerpark

Pretoria, Südafrika Fotolia / Pixeltheater

Aus dem Kilner Park in Pretoria, in der Provinz Gauteng wurden Anfang Oktober vereinzelte Malaria-Fälle berichtet. Anscheinend hielten sich die Betroffenen in der Nähe des Bachlaufes auf, der mitten durch den Park hindurch führt. Auch aus dem Kempton Park wurden einzelne Fälle berichtet – ein Patient verstarb. Insbesondere in den Monaten Oktober bis Mai können aufgrund der Witterungsverhältnisse Malaria-Fälle vereinzelt auftreten. Ob es sich um sogenannte autochthone Fälle (d.h. in der Region selbst entstanden) oder durch Reise verursachte Mückenimporte aus Malaria-Regionen in Nicht-Malariagebiete handelt (mittels Gepäck, Mini-Bus, Taxi, etc.) ist nicht vollständig geklärt. Grundsätzlich liegt Pretoria außerhalb der Malaria-Verbreitungsgebiete, aber nahe genug um durch Reisebewegungen immer wieder in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

In den nächsten Monaten nimmt das Malaria-Risiko regional zu

Anders im Krüger National Park der in einer Malaria-Region liegt und in den Monaten September bis Mai ein erhöhtes Malaria-Übertragungsrisiko aufweist. Seit den letzten Wochen warnen die Betreiber des Krüger National Parks vor Malaria, vor allem im südlichen Teil des Parks. Betroffen ist vor allem auch der Distrikt von Mpumalangas Ehlanzeni. Die Parkbetreiber weisen darauf hin, dass mit dem Oktober die Malaria-Saison im Krüger Park begonnen hat und in aller Regel in den Monaten März und April das höchste Risiko erreicht. Auch die umgebenden Provinzen von Limpopo und Mpumalanga weisen in den kommenden Wochen und Monaten ein erhöhtes Übertragungsrisiko auf.

Das persönliche Verhalten beeinflusst das Malaria-Risiko

Bei Reisenden wird das individuelle Malariarisiko durch das persönliche Verhalten und die vorbeugenden Maßnahmen mitbestimmt. Als wichtigster Schritt sollten Reisende in Länder mit Malaria-Vorkommen sich rechtzeitig vor der Reise fachmännisch reisemedizinisch beraten zu lassen. Die empfohlenen und geeigneten Prophylaxe-Maßnahmen sollten regelmäßig durchgeführt werden. Wichtig ist es ebenso die möglichen Symptome einer Malaria zu kennen und bei Beschwerden, umgehend einen Arzt aufzusuchen, um eine schnelle Diagnosestellung und gegebenenfalls Therapie zu erreichen. Auch in Deutschland erkranken Touristen alljährlich an einer Malaria während oder nach ihrem Aufenthalt in Ländern mit Malaria-Vorkommen. Die meisten Malariaerkrankungen bei Reisenden werden in Afrika südlich der Sahara erworben (v.a. Nigeria, Ghana, Eritrea, Togo, Kamerun, Kenia, Tansania und Uganda).