10. Jan 2018

Südafrika: Regenzeit erhöht Malariarisiko

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Derzeit besteht in Südafrika die tropische Sommerregenzeit. Von Oktober/November bis Mai stehen durch die vermehrten Regenfälle mehr Brutstätten für Mücken zur Verfügung. Dadurch besteht v.a. in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen ein erhöhtes Malariarisiko. Reisende und Besucher der Nationalparks können in einer Landkarte der südafrikanischen Reiseagentur (SaNTHNet) nachschlagen in welchen Regionen sich die Nationalparks befinden, die sie besuchen wollen und ob sie in Malaria-Hochrisikogebieten liegen. 

Malariarisikogebiete liegen vor allem im Norden und Nordosten  

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (International travel and health 2017) besteht ein hohes Risiko von Oktober/November bis Mai v.a. in den Tiefebenen der Provinz Mpumalanga im Osten (einschließlich des Krüger National Parks und der benachbarten Parks), im Nordosten von Kwazulu-Natal (v.a. Tembe- und Ndumu-Wildreservat) und im Norden und Nordosten der Limpopo Provinz. Von Juni bis September besteht in denselben Gegenden ein mittleres Risiko. In den Städten und den übrigen Gebiete besteht kein Malariarisiko. Bei überwiegend allen Malariafällen in Südafrika handelt es sich um die gefährliche Malariaform - die sog. Malaria tropica

Reisende sollten sich durch einen fachkundigen Arzt beraten lassen 

Reisende in Malariarisikogebiete, vor allem Afrika-Reisende sollten sich der ernsten gesundheitlichen Gefahr bewusst sein und sich rechtzeitig vor ihrer Reise über eine angemessene und richtige Malariaprophylaxe informieren. Das richtige Medikament, sowie die Einnahmeart und -dauer sollte auf jeden Fall individuell durch den Arzt festgelegt werden. Ebenso entscheiden der Reisestil und der genaue Aufenthaltsort darüber, ob eine Malariaprophylaxe regelmäßig eingenommen werden muss („Chemoprophylaxe“) oder ob die Mitnahme des Medikamentes als so genanntes „Stand-By“  (Notfalltherapie) ausreichend ist. Da eine Vielzahl von Faktoren das individuelle Malariarisiko festlegen, sollte in einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt die richtige Malariaprophylaxe individuell festgelegt werden.