25. Feb 2017

Südafrika: Saugwürmer in White River

iStock/davincidig

In White River nahe Kwazulu Natal, Südafrika, infizierten sich vor wenigen Wochen belgische Touristen mit Schistosomen (Saugwürmer). Schistosomen können im Süßwasser vieler tropischer und subtropischer Länder auftreten z.B. in Seen, Tümpeln, Flüssen oder Bächen. Die belgischen Reisenden hielten sich nahe der Grenze zu Swaziland auf.  White River liegt in der Nähe des Kruger National Parks und dem Blyde River Canyon und gilt als beliebtes Feriendomizil.  

Saugwürmer gibt es in vielen afrikanischen Reiseländern 

Bilharziose (syn. Schistosomiasis) ist in vielen afrikanischen Ländern verbreitet. Die Krankheitserreger sind Saugwürmer die im Süßwasser vorkommen. Bei Hautkontakt mit dem befallenen Gewässer können die Entwicklungsvorstufen der Saugwürmer, sogenannte Zerkarien, durch die Haut in den Körper eintreten. Reisende sollten daher jeden Kontakt zu Süßwasserseen  meiden, die in Schistosomiasis-Risikogebieten liegen. Wird ein Reisender erstmals durch die Saugwürmer im Gewässer befallen, treten als Erstreaktion gelegentlich juckende Hauterscheinungen und Fieber auf. Die Zerkarien können aber auch unbemerkt von der Haut aufgenommen werden.  

Erste gesundheitliche Beschwerden ernst nehmen  

Erst gesundheitliche Beschwerden sollten auf jeden Fall ernst genommen werden, dazu gehören u.a. ein juckender Hautausschlag („Badedermatitis“), Blut im Urin, Durchfall, Husten, Fieber, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Kopf-, Muskel-, und Gelenkschmerzen. Eine Infektion mit dem Erreger (Schistosomen) kann über Jahre hinweg bestehen und zu schwerwiegenden Komplikationen wie z.B. Blasenkrebs, Unfruchtbarkeit und/oder Störungen der Nierenfunktion führen. Es stehen Medikamente zur Behandlung der Erkrankung zur Verfügung, die erfolgreich die Erreger abtöten können. Durch das Vermeiden von Hautkontakt mit Süßwasser in Bilharziosegebieten kann das Infektionsrisiko ausgeschlossen werden. Reisende die Kontakt zu Süßwasser in Gebieten mit Schistosomiasis-Vorkommen hatten, sollten beim Auftreten erster gesundheitlicher Beschwerden zum Arzt gehen und eine Infektion mit dem Erreger ausschließen lassen.