19. Feb 2018

Südkorea: Norovirus in Pyeongchang

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Zwei Schweitzer Athleten erkrankten während der Winterolympiade in Pyeongchang an einer Norovirus-Infektion. Am Freitag, den 16. Februar 2018 wurde bekannt gegeben, dass die Sportler bereits seit einigen Tagen Anzeichen einer Infektion mit dem Norovirus zeigten. In der Zwischenzeit sollen rund 250 Personen in Pyeongchang, darunter auch Sicherheitspersonal, mit dem Virus infiziert sein.

Infektion schwer einzugrenzen

Norovirus-Infektionen breiten sich schnell aus und sind in engen Wohngemeinschaften, wie dem Olympischen Dorf, schwer eingrenzbar. Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können innerhalb der ersten 12 – 48 Stunden nach Infektion auftreten. Die Infektionskrankheit ist in der Regel selbstlimitierend und hält mit den Beschwerden typischerweise 1 bis 3 Tage an. Für die Athleten der Olympischen Spiele kann die Infektion somit zu einem Leistungsabfall führen. Alle Besucher, Sportler und das Personal werden derzeit angehalten die Hände mehrmals täglich gründlich mit Seife und warmen Wasser zu waschen. Ebenso sollte der Kontakt zu Kranken vermieden werden und auch der Kontakt zu Gegenständen der durch Erkrankte berührt wurde.

Mitteleuropa: die meisten Infektionen sind in den Monaten November bis März

Norovirus-Infektionen treten weltweit auf. In Mitteleuropa werden die meisten Infektionen in den Monaten November bis März registriert. Eine minimale Infektionsdosis von 10 bis 100 Viruspartikel ist ausreichend um zu erkranken. Übertragen wird das Norovirus von Mensch zu Mensch durch Kontakt- oder Schmierinfektion. Die Ansteckung kann auch über Gegenstände erfolgen, da die Viren relativ umweltstabil sind und im Wasser mehrere Tage bis Wochen bei 25°C überstehen können. Besonders gefährdet sind Bewohner und Personal von Gemeinschaftseinrichtungen, wie in diesem Fall das Olympische Dorf. Die Viren werden durch die Erkrankten während ihrer Krankheit und bis zu vier Tagen nach der Infektion  ausgeschieden. Auch Infizierte die keine Beschwerden zeigen, können Viren ausscheiden.  Umso wichtiger ist die Beachtung allgemeiner Hygieneregel, wie zum Beispiel die Verwendung von eigener Seife und Handtüchern, sowie einer Händedesinfektion.