23. Okt 2016

Südostasien: Aktuelle Zika-Virus-Situation

iStock/teptong

Bei Reiserückkehrern aus Südostasien wurden in den vergangenen Wochen und Monaten mehrere Fälle von Zika-Virus-Infektionen beobachtet. Das Zika-Virus ist in Südostasien nicht neu, denn bereits in den vergangenen Jahren wurde aus vielen Regionen das Virus-Vorkommen berichtet; einige Länder meldeten sogar kleinere regionale Ausbrüche. Obgleich das Infektionsrisiko nicht genau festgelegt werden kann, besteht für Schwangere in die Regionen mit Zika-Vorkommen ein erhöhtes Risiko.

Reisende sollten sich über die Situation in ihrem Reiseziel informieren  

Daher rät die amerikanische Seuchenschutzbehörde (CDC) Reisende, sich vor der  Reise über die Situation in im Reiseland zu informieren. Betroffen sind vor allem Reisende nach Brunei, Myanmar, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Malediven, Philippinen, Thailand, Timor-Leste und Vietnam. In Taiwan wurde Anfang Oktober bei einem Reisenden der neunte importierte Zika-Virus-Fall berichtet, der in Vietnam erworben wurde. Bereits Anfang des Jahres erkrankte ein israelischer Reisender nach seinem Aufenthalt in Vietnam. Doch auch Thailand verzeichnet einen Anstieg der Erkrankungsfälle. Am 5. Oktober 2016 wurden in Thailand 392 Zika-Infektionen gemeldet, davon 36 Schwangere. In drei Fällen sind bereits Fälle der Mikrozephalie („zu kleiner Kopf“) bei den Neugeborenen diagnostiziert worden.  

Die meisten Fälle sind in Mittel- und Südarmerika  

Weiterhin werden die meisten Erkrankungsfälle aus Mittel- und Südamerika berichtet. In 47 Ländern und Regionen ist das Zika-Virus bereits seit 2015 registriert worden und weiterhin steigen in vielen Gebieten die Erkrankungszahlen kontinuierlich an. Da das Zika-Virus durch Mücken übertragen wird, ist nachwievor ein guter und vorsorglicher Mückenschutz unbedingt erforderlich. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein. Schwangere sollten gegenwärtig nicht in Regionen mit Zika-Virus-Vorkommen reisen.