30. Aug 2017

Südostasien: Zunahme von Dengue Fieber

iStock/Bignai

In Sri Lanka steigt die Zahl der Dengue Fieber-Erkrankungen weiter an. Landesweit wurden bis 25.8.2017 mehr als 144.000 Erkrankungsfälle berichtet, darunter mehr als 3.300 Todesfälle. Die meisten Infektionen (ca. 44%) werden aus den westlichen Landesteilen gemeldet. Auch in Vietnam hat die Zahl der Dengue Fieber-Erkrankungen weiter zugenommen. Alleine in der zweiten Augustwoche wurden rund 10.000 Dengue Fieber-Erkrankungen in nur einer Woche registriert. Insgesamt wurden landesweit mehr als 90.000 Fälle gezählt, davon mussten rund 78.000 Patienten stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Aus Hanoi wurden in diesem Jahr mehr als 17.000 Dengue Fieber-Fälle gemeldet, sieben starben. Auch im Mekong Delta kam es zu einer verstärkten Zunahme des Dengue Fiebers. Die meisten Fälle wurden aus der südwestlichen Provinz An Giang gemeldet, gefolgt von den Provinzen Soc Trang, Dong Thap, Tien Giang und Tra Vinh.  

Auch Laos und Myanmar sind betroffen  

In Laos erkrankten mehr als 5.000 Menschen an Dengue Fieber. Einzelne Todesfälle wurden vornehmlich aus den Provinzen Khammouane, Savannakhet, Saravane, Attapeu und Champasak berichtet. Auch Myanmar kämpft gegen die Überträgermücke des Dengue Fiebers an, die in diesem Jahr bereits zu rund 15.000 Krankheitsfällen geführt hat. Die meisten Todesfälle wurden in der Region Ayeyarwady registriert, gefolgt von Yangon und Bago.  

Wichtig ist ein guter Schutz vor der Überträgermücke  

Auch Reisende können erkranken. In Deutschland wurden in diesem Jahr bereits 318 Dengue Fieber-Erkrankungen bei deutschen Rückreisenden aus Ländern mit Dengue Fieber-Vorkommen registriert (Datenstand RKI 16.8.2017). Die Überträgermücken sind tag- und nachtaktiv. Reisenden wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen durchzuführen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Mückenabweisende Cremes, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen, Coils, etc). Eine Impfung für Reisende existiert leider noch nicht.  

Die meisten deutschen Touristen infizieren sich in Südostasien  

Gegenwärtig schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der jährlichen Dengue Fieber-Erkrankungen weltweit auf 50 bis 100 Millionen, darunter rund 500.000 schwere Krankheitsverläufe und 22.000 Todesfälle. In den Jahren 2000 bis 2010 hat sich die Zahl der Erkrankungen nach Angaben der WHO ungefähr verdoppelt. In den Jahren von 1960 bis 2010 soll sich die Zahl der Erkrankungen sogar verdreißigfacht haben. Mit am stärksten betroffen sind in Asien die Länder Laos und die Philippinen und in Lateinamerika Brasilien. Im Jahr 2016 infizierten sich 811 deutsche Reisende im Ausland mit dem Dengue-Virus – damit hat die Zahl der Erkrankungen um knapp 100 Fälle mehr  im Vergleich zum Vorjahr zu genommen. Die meisten Touristen infizieren sich bei ihrem Aufenthalt in Südostasien.