3. Dez 2014

Tahiti: Täglich neue Chikungunya-Fieber-Fälle

iStock/Mlenny Die Zahl der Chikungunya Fieber-Erkrankungen in Französisch Polynesien steigt weiterhin an. Mehr als 18.000 Patienten sind seit Anfang Oktober mit Verdacht auf Chikungunya Fieber bereits medizinisch untersucht worden. Täglich werden rund 30 neue Erkrankungsfälle berichtet. Rund 94% aller Fälle werden aus Tahiti und Moorea berichtet. Auf beiden Inseln ist die Zahl der Arztbesuche in den vergangenen Wochen angestiegen. Alleine in der vergangenen Woche wurden aus Tahiti 6.000 Arztbesuche berichtet. Insgesamt wurden in der letzten Woche in Französisch Polynesien rund 14.000 Arztbesuche wegen Chikungunya Fieber gezählt.

Höhepunkt des Ausbruchs noch nicht erreicht

Die Gesundheitsbehörden befürchten, dass der Höhepunkt des Ausbruchs noch nicht erreicht ist. Zwischenzeitlich wurden vier Todesfälle die im Zusammenhang mit dem Chikungunya Fieber gebracht wurden, registriert. Innerhalb eines Tages wurden nahezu 160 Chikungunya-Patienten gezählt, die in Krankenhäusern stationär behandelt werden mussten - rund 35% sind Schwangere.

Insgesamt rund 900.000 Fälle in 40 Gebieten

Der Chikungunya Fieber-Ausbruch der auf den Karibischen Inseln – auf St. Martin – begonnen hat, dehnte sich in den vergangenen Wochen auf Florida und Mexiko aus. Nach Angaben lokaler Gesundheitsbehörden, sind insgesamt rund 900.000 Fälle in 40 Gebieten gemeldet worden. Die Zahl der Erkrankungen steigt weiter an. Während noch schätzungsweise 5.000 Erkrankungen und zwei Todesfälle am 19. November berichtet wurden, sind es nun nach Aussage der Behörden über 18.000 Erkrankungen mit vier Todesfällen.

Chikungunya-Fieber bei internationalen Reiserückkehrern

In den USA wurden in den letzten beiden Monaten mehr als 500 Chikungunya Fieber-Fälle bei Reiserückkehrern aus Ländern mit Chikungunya-Vorkommen registriert. Vereinzelte Infektionen wurden in Florida selbst erworben. Auch in Spanien, Teneriffa und Gran Canaria wurde bei Reisenden die aus der Karibik zurückkehrten, Infektionen  mit dem Chikungunya-Virus festgestellt. In Deutschland wurden ebenfalls etliche Chikungunya-Erkrankungen bei Reisenden aus der Karibik festgestellt. Die deutschen Reisenden infizierten sich in unterschiedlichen Urlaubsorten u.a. in der Dominikanischen Republik, Martinique, Guadeloupe, Dominica, Haiti, Saint Vincent, St. Lucia und Grenadien.

Chikungunya bald auch in Europa?

Chikungunya wird hauptsächlich durch die Mückenart Aedes aegypti und Aedes albopictus übertragen, die vor allem in der Karibik und Südamerika vorkommen. Durch den Reiseverkehr schreitet die Ausbreitung des Chikungunya-Virus weiter fort. Ein guter und vorsorglicher Mückenschutz ist daher unbedingt erforderlich. Nachdem es keine Schutzimpfung gegen die Erkrankungen gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.