7. Okt 2015

Taiwan: Dengue Fieber in Tainan und Kaohsiung

iStock/acrylic In den vergangenen Wochen hat das Dengue Fieber in Süd- und Südostasien stärker zugenommen. Die west-pazifische Insel Taiwan ist besonders stark betroffen. Mehr als 20.000 Menschen sind in den vergangenen fünf Monaten erkrankt, mehr als 50 starben. Nach örtlichen Angaben sollen teilweise zwischen 300 bis 500 Neuerkrankungen am Tag gemeldet werden. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind daher mehr als überlastet. Die meisten Erkrankungen und Todesfälle traten heuer in den Septemberwochen auf.

Märkte und Parks geschlossen

Mit am stärksten betroffen sind die Städte Tainan im Südwesten und Kaohsiung im Süden. Damit nicht noch mehr Menschen erkranken haben die lokalen Gesundheitsbehörden teilweise öffentliche Märkte und Parks geschlossen. Zusätzlich werden durch die Regierung großflächige Sprühkampagnen durchgeführt, bei denen Insektizide die Überträgermücke des Dengue Fiebers abtöten sollen. Durch die warmen Witterungen im September kam es zu einer Zunahme der Überträgermücke Aedes aegypti. In den Monaten Mai bis Oktober treten häufig Taifune auf der Insel auf. Die Wirbelstürme führen häufig zu starken Niederschlägen und Überschwemmungen. Durch die vielen Wasserstellen stehen der Überträgermücke viele Brutplätze zur Verfügung, was in der Folge zu einer Zunahme der Mückenpopulation führt. Im Monat Oktober wurden in den vergangenen Jahren nicht selten die meisten Dengue Fieber-Fälle in Taiwan registriert.

Auch Reisende erkranken an Dengue Fieber

Auch Reisende können von infizierten Mücken gestochen werden und somit an Dengue Fieber erkranken. In diesem Jahr sind bereits mehr als 470 deutsche Rückreisende an Dengue Fieber erkrankt, die in Ländern mit Dengue Fieber-Vorkommen unterwegs waren. In vielen Reiseländern hat die Infektionskrankheit die durch Mücken übertragen wird, stark zugenommen, v.a. in Südostasien, West Pazifik und Lateinamerika. Reisende erkranken jedoch nur in sehr seltenen Fällen schwer an Dengue Fieber. Da es bei Urlaubern meist um Erstinfektionen handelt, unterbleibt die Ausbildung schwerwiegender Beschwerden. Dennoch sollten gute Mückenschutzmaßnahmen sowohl am Tag als auch  in der Nacht durchgeführt werden. Durch die Verwendung von Haut bedeckender Kleidung, Mückennetzen, Mückenabweisenden Lotionen, Sprays oder auch von Hochfrequenz-Schall-Geräten kann das Risiko deutlich reduziert werden.