18. Jan 2017

Tansania: Cholera in Dodoma

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In einigen Provinzen und Regionen sind in den vergangenen Wochen Cholera-Ausbrüche berichtet worden. In den letzten Dezembertagen starben mindestens sieben Personen in der zentralen Region von Dodoma an Cholera. Die Fälle wurden vor allem aus Mpwapwa, Kongwa, Chamwino und der Stadt Dodoma berichtet. Auch im westlichen Distrikt von Tanganyika wurden Cholera-Erkrankungen mit vereinzelten Todesfolgen gemeldet. Am östlichen Seeufer des Tanganyika Sees wurden nahezu 100 Erkrankungenn gezählt. Betroffen ist vor allem die Region von Karema mit den Gebieten Kapalamsenga, Isengule, Ikola und Karema. Erst im Oktober 2016 meldeten die Gesundheitsbehörden Cholera-Ausbrüche in 13 Regionen des Landes. Mindestens 68 Menschen starben. Die Gesundheitsbehörden haben seither aktive Bekämpfungsmaßnahmen in den betroffenen Regionen eingeleitet.  

Geringes Risiko für Reisende

Grundsätzlich besteht für den „normalen“ Safari-Reisenden ein eher geringes Infektionsrisiko. Trekking-Touristen die in Risikogebieten unterwegs sind und Zelten bzw. in einfachen Unterkünften wohnen und/oder ihr Essen von Straßenständen beziehen haben hingegen ein höheres Risiko und sollten eine Impfung in Erwägung ziehen. Insbesondere dann, wenn kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Hotelreisende sollten auf das Trinken von Leitungswasser oder auf die Verwendung von durch Leitungswasser hergestellten Eiswürfeln in Drinks, vollständig verzichten. 

Schutz-Impfung bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen 

Die Cholera ist eine akute Durchfall-Erkrankung die unbehandelt in wenigen Stunden tödlich enden kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das weltweite Auftreten der Cholera auf jährlich rund 3 - 5 Millionen Erkrankungsfälle und 100 000 - 120 000 Todesfälle. Sorgfältige Hygienemaßnahmen vor allem in der Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene sind immer und für jeden Reisenden empfohlen. Diese Schutzmaßnahmen dienen nicht nur dem Schutz vor den Choleraerregern, sondern auch anderen häufiger auftretenden Magen-Darm-Infektionskrankheiten die in tropischen und subtropischen Ländern vorkommen. Bei Hilfseinsätzen oder Reisen unter einfachen Bedingungen in den aktuellen Cholera-Risikogebieten sollte eine Schutzimpfung in Erwägung gezogen werden.