6. Sep 2015

Thailand: Hand-Fuß-Mund-Krankheit in Bangkok

iStock/Pipop_Boosarakumwadi Die Zahl der Erkrankungen der „Hand-Fuß-Mund“-Krankheit („HFM-Krankheit“) in Bangkok nimmt weiterhin zu. In der ersten Jahreshälfte wurden 1.666 Erkrankungsfälle registriert. In über 80% aller Fälle handelt es sich um Kinder die jünger als vier Jahre sind. In der Metropolregion leben rund 14,5 Mio. Menschen. Bangkok gehört zu den großen Touristenattraktionen und war mit mehr als 17 Mio. Besuchern im Jahr 2013 die meistbesuchte Stadt der Welt. Nun ist Bangkok auch als 26. Provinz des Landes in die Liste der Provinzen mit Vorkommen der „Hand-Fuß-Mund“-Krankheit aufgenommen worden. Während der Regenzeit (Juni bis Oktober) werden in der Regel die meisten Erkrankungsfälle gezählt. 

Die Krankheit ist hoch ansteckend 

Die Krankheit ist hoch ansteckend. Eine Infektion kann zu Fieber, Hautausschlag, so wie zu Hautbläschen an der Mundschleimhaut, den Händen und Füßen führen. Kinder klagen zu Beginn der Erkrankung häufig über Kopf-, Hals- und/oder Bauchschmerzen. Die Inkubationszeit beträgt 4 - 8 Tage. Meistens bleiben die Infektionen mit den Erregern jedoch unbemerkt und verursachen keine Beschwerden. Im Regelfall tritt nach wenigen Tagen eine Selbstheilung ein. In extremen Fällen kann das Virus Schädigungen am Gehirn, der Lunge oder des Herzens hervorrufen.   

Die Ansteckung kann auf unterschiedlicher Weise erfolgen  

Bei dem Erreger handelt es sich um eine Virusinfektion (Enterovirus). Die Krankheit wird von Mensch zu Mensch mittels Tröpfcheninfektion, aber auch durch verunreinigte Nahrungsmittel und Trinkwasser (fäkal-oral) übertragen. Die Viren können aber auch durch direkten Kontakt, z.B. aufgeplatzte Hautblasen (Kontakt zum Körpersekret) oder Stuhl eines Erkrankten (Schmierinfektion), übertragen werden. Für Reisenden besteht in der Regel ein geringes Risiko. Dennoch sollten auf eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene geachtet, regelmäßig die Hände gewaschen und der Kontakt zu größeren Menschenansammlungen gemieden werden.