8. Feb 2020

Thailand: Touristin erkrankt an Japanischer Enzephalitis

Thailand, Trekking, Strand iStock/davincidig

Eine 14-jährige Touristin aus Belgien erkrankte an Japanischer Enzephalitis nachdem sie sich 10 Tage mit ihrer Familie in Thailand aufhielt. Sie bereiste mit den anderen sieben Mitgliedern ihrer Familie Khao Lak, in der Phang Nga Provinz, insbesondere die Provinz Krabi an der südlichen Westküste Thailands, die beliebten Strandziele der Phi-Phi-Inseln, sowie Krasom, Amphoe Kapong und die Similan Inseln. Elf Tage nach ihrer Ankunft in Thailand entwickelte sie erste Beschwerden, darunter Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schluckbeschwerden. Im weiteren Verlauf traten eine halbseitige Lähmung und Verwirrtheitszustände auf. Zur Behandlung waren intensivmedizinische Maßnahmen im Krankenhaus erforderlich. Seit Ende Januar kann die Patientin wieder selbstständig atmen, muss aber weiterhin intensive  Reha-Maßnahmen für längere Zeit durchführen. Dieser tragische Fall, bezeugt das Infektionsrisiko für Japanische Enzephalitis auch in größeren Tourismusgebieten und bei Kurzzeitaufenthalten von weniger als 14 Tagen.

Rund 68.000 Fälle jedes Jahr

In vielen Teilen Asiens kommt die Japanische Enzephalitis vor. Insbesondere betroffen sind China, Indien, Sri Lanka, Nepal, Vietnam, die Philippinen und Nord-Thailand. Die WHO - Weltgesundheitsorganisation schätzt jährlich 68.000 Fälle, darunter ungefähr 17.000 Todesfälle. Damit stellt die Japanische Enzephalitis in Asien eine der häufigsten viralen Gehirnentzündungen dar. Insgesamt 24 Länder in Südostasien und Westpazifischem Raum sind von einem permanenten Übertragungsrisiko der Japanischen Enzephalitis betroffen.

Impfung schützt vor der Erkrankung  

Die Japanische Enzephalitis wird durch Mücken übertragen. Auch Reisende, vor allem Rucksack-Reisende in ländlichen Gebieten sind durch die lebensgefährliche Viruserkrankung gefährdet. Dieser aktuelle tragische Fall, bezeugt das Infektionsrisiko für Japanische Enzephalitis auch in größeren Touristikgebieten und zeigt auf, dass auch Reisende bei Kurzzeitaufenthalten von weniger als 14 Tagen von einem nicht unerheblichen Übertragungsrisiko betroffen sein sind. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt die Schutzimpfung bei Reisen in die Risikogebiete oder auch bei Reisen mit Übernachtungen in ländlichen Regionen der Risikogebiete unabhängig von der Gesamtreisedauer. Neben dem Impfschutz sind gute Mückenschutzmaßnahmen zu jeder Tages- und Nachtzeit empfohlen.