25. Jun 2018

Ukraine: Mehr als 20.000 Masernfälle

Stethoskop, Ausweis iStock/Ramses02

Seit Anfang des Jahres wurden aus der Ukraine 21.894 Masern-Fälle berichtet, davon rund 8.857 Erwachsene und 13.037 Kinder. Alleine vom 12. bis 19. Juni 2018 wurden 1.401 Masernfälle registriert. Die meisten Erkrankungen werden aus Lviv gemeldet (3.428), weitere aus den Regionen von Zakarpattia ( 2.633), Ivano-Frankivsk (2.422), Odessa (1.880), Kiev (1.560) und Chernivtsi (1.202). Elf Personen starben an Masern, darunter sieben Kinder und vier Erwachsene. Das nationale Gesundheitsministerium weist die Bevölkerung auf die Wichtigkeit der Masern-Impfung hin und betont, dass der Impfstoff in allen Teilen des Landes erhältlich sei.  

Ukraine meldet dieses Jahr mehr Masernfälle als 2017 die WHO Regionen von Europa  

Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkrankten 2017 insgesamt 21.000 Menschen an Masern, 35 starben. Aufgrund der zurückgehenden Impfquote in Europa ist die Zahl der Masernfälle in Europa laut WHO angestiegen. Die meisten Erkrankungsfälle im vergangenen Jahr wurden in Rumänien (> 5.500 Fälle), Italien (rund 5.000 Fälle) und der Ukraine (rund 4.800 Fälle) beobachtet. In Deutschland wurden 927 Masernfälle erfasst, die Mehrheit der Fälle im Bundesland Nordrhein-Westfalen.   

Reisende sollten Masernimpfschutz überprüfen  

Durch Urlauber und den weltweiten Reiseverkehr werden immer wieder Masern-Infektionsketten in Gang gesetzt. Die meisten Erkrankungsfälle werden vor allem in Regionen mit einer geringen Masern-Durchimpfungsrate festgestellt. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt daher auch Reisenden den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen > 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen > 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen.