27. Jan 2015

USA: Masern in Kalifornien

iStock/Antenore Nahezu 70 Masern-Erkrankungen werden derzeit aus Kalifornien gemeldet. Betroffen sind v.a. Los Angeles, San Bernardino, San Diego, Orange, Alameda, Riverside, San Mateo, Santa Clara und Ventura. Über die Hälfte der Erkrankungen ist auf einen Ausbruch im Disney California Adventure Park  zurückzuführen. Die Erkrankten sind im Alter von 7 Monaten bis 70 Jahre. Die Gesundheitsbehörden warnen, dass bei Besuch von Großveranstaltungen, Freizeit- oder Abenteuerparks, immer die Gefahr einer Maserninfektion besteht. Personen die mit dem Masernvirus infiziert aber noch nicht erkrankt sind, können bei größeren Menschenansammlungen die sehr infektiöse Krankheit übertragen. So erkrankten auch einige Besucher die sich in Disneyland aufhielten nach ihrer Rückreise in Utah, Washington, Oregon, Colorado und Mexiko an Masern. Auch in Disneyland selbst, wurde bei einigen Arbeitern Masern diagnostiziert. Seit dem 22. Januar erkrankten alleine fünf Angestellte des Parks an Masern. Kontaktpersonen wurden untersucht und vorübergehend beurlaubt, wenn sie keinen ausreichenden Masernschutz belegen konnten.

Erhöhtes Masernrisiko bei größeren Menschenansammlungen

Die Gesundheitsbehörden betonen, dass bei vorhandener Masern-Immunität ein Besuch von Disneyland absolut sicher sei. Daher sollten Säuglinge unter sechs Monaten, die noch keine Masern Immunisierung erhalten haben, Orte meiden, an denen sich internationale Reisende vermehrt aufhalten und somit ein Masernrisiko besteht. Dazu zählen u.a. Freizeitparks oder Flughäfen.

Erste Masernfälle im Dezember

Bereits im Dezember letzten Jahres kam es zu einem vermehrten Auftreten von Masern bei Besuchern des Disney Themenparks. Es wird angenommen, dass die ersten Masern-Infizierten bereits zwischen 15. – 20. Dezember den Freizeitpark besuchten. In den vergangenen Wochen und Tagen wurden immer wieder Berichte zu neuen Erkrankungsfällen unter den Besuchern des Parks bekannt, die nach ihrer Heimreise nach Utah, Colorado, Long Beach, San Bernadino und San Diego an Masern erkrankten. In einigen Fällen infizierten die Erkrankten nach ihrer Rückkehr wiederum Kontaktpersonen in ihrem Umfeld.

Masernimpfung ist sinnvoll

Durch den ständig wachsenden Fernreise-Tourismus sind Reisende zunehmend in die weltweite Masernsituation involviert. Immer wieder erkranken Reisende ohne Masernschutz bei ihrem Urlaub und bringen die Infektionskrankheit in ihr Heimatland zurück. Dort kommt es zur Ansteckung weiterer Personen, die ebenfalls keinen Masernschutz hatten. Daher empfiehlt das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen grundsätzlich den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen ≥ 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen.