24. Sep 2016

Vietnam: Dengue Fieber Ausbruch

Regenwald iStock/Andy Lim

Die Zahl der Dengue Fieber-Fälle hat in diesem Jahr seit April wie erwartet weiterhin zugenommen. Landesweit meldeten die Gesundheitsbehörden 49.049 Erkrankungsfälle; darunter auch Todesfälle. In der Stadt Ho-Chi-Minh ist in den vergangenen Monaten die Fallzahl deutlich angestiegen. Auch Regionen im zentralen Hochland, wie Tay Nguyen und zentrale Küstenprovinzen registrieren einen Anstieg der Erkrankungszahlen.  Im Mekong Delta, als auch in der Tien Giang Provinz kämpfen die Behörden derzeit gezielt gegen die Überträgermücke; insbesondere in den Regionen, aus denen die höchsten Fallzahlen berichtet werden. Aktuell am stärksten betroffen sind die südlichen Provinzen so wie die Tay Nguyen Provinz. Mit ausklingender Regenzeit im Oktober, wird ein Rückgang der Erkrankungszahlen erwartet.

Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen

Auch für Reisende besteht in dieser Zeit ein erhöhtes Übertragungsrisiko. Das Dengue-Fieber wird durch Viren verursacht, die durch Mücken auf den Menschen übertragen werden. Das "klassische Dengue" ist eine kurzdauernde, selbstlimitierende, fieberhafte Erkrankung mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen. Ernste Verlaufsformen, die zur Blutungsneigung und zum Dengue-Schocksyndrom führen können, werden bei wiederholter Infektion beobachtet, betreffen aber in den meisten Fällen die einheimische Bevölkerung, selten Reisende. Dennoch sollte bei Fieber sofort ein Arzt aufgesucht werden, um die Fieberursache zu klären. Da Vietnam auch einige Malariagebiete aufzuweisen hat, ist die Abklärung der Fieberursache von entscheidender Bedeutung. Der beste Schutz vor Dengue Fieber besteht durch Mückenschutzmaßnahmen die am Tag und in der Nacht durchgeführt werden sollten.