29. Apr 2016

Vietnam: Vermehrt Dengue Fieber

iStock/somkcr Während den Regenzeiten (April – Oktober) stehen für viele Mücken vermehrt Brutplätze zur Verfügung. Dadurch nimmt die Anzahl der Überträgermücken und somit das Infektionsrisiko für Malaria und Dengue-Fieber zu. So wurde in den vergangenen Wochen eine deutliche Zunahme der Dengue Fieber-Erkrankungen in Ho-Chi-Minh-Stadt beobachtet. Mehr als 6.000 Dengue-Kranke wurden im ersten Quartal des Jahres stationär in den Krankenhäusern behandelt. Eine weitere Zunahme der Erkrankungsfälle wird aufgrund der einsetzenden Regenzeit in den kommenden Wochen und Monaten befürchtet. 

Guter Mückenschutz für Reisende

Auch für Reisende besteht in dieser Zeit ein erhöhtes Übertragungsrisiko. Das Dengue-Fieber wird durch Viren verursacht, die durch Mücken auf den Menschen übertragen werden. Das "klassische Dengue" ist eine kurzdauernde, selbstlimitierende, fieberhafte Erkrankung mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen. Ernste Verlaufsformen, die zur Blutungsneigung und zum Dengue-Schocksyndrom führen können, werden bei wiederholter Infektion beobachtet, betreffen aber in den meisten Fällen die einheimische Bevölkerung, selten Reisende. Dennoch sollte bei Fieber sofort ein Arzt aufgesucht werden, um die Fieberursache zu klären. Da Vietnam auch einige Malariagebiete aufzuweisen hat, ist die Abklärung der Fieberursache von entscheidender Bedeutung. Der beste Schutz vor Dengue Fieber besteht durch Mückenschutzmaßnahmen die am Tag und in der Nacht durchgeführt werden sollten.