9. Dez 2016

Vietnam: Zika-Virus in Saigon

iStock/smuay

Weltweit wurden in 71  Regionen und Ländern seit 2015 Zika-Virus-Fälle beobachtet. Auch Südostasien und die West-Pazifische Region sind betroffen. Aus der Stadt Ho Chi Minh (ehem. Saigon) wurden in den letzten Wochen vermehrt Zika-Virus-Erkrankungen berichtet. In insgesamt 17 von 25 Stadtdistrikten hat sich das Virus bereits ausgebreitet. Am stärksten betroffen ist der zentralgelegene Binh Thanh Distrikt. Maßnahmen wie Sprühkampagnen wurden gegen die Überträgermücken in vielen Stadtteilen und Distrikten durchgeführt. In den vergangenen Wochen wurden des Weiteren auch Fälle aus Binh Duong, Dak Lak, Khanh Hoa, Long An, Phu Yen und der Provinz Tra Vinh berichtet. Neben Zika-Virus-Infektionen werden derzeit auch Dengue Fieber Fälle registriert. Rund 17.000 Dengue Fieber-Erkrankungen wurden in diesem Jahr gezählt, darunter mindestens 700 in der letzten Novemberwoche.

Regionen mit Zika-Virus-Vorkommen: Reisende sollten sich informieren

Bei Reiserückkehrern aus Südostasien wurden in den vergangenen Monaten mehrere Fälle von Zika-Virus-Infektionen beobachtet. Daher sollten sich Reisende vor der  Reise über die Situation in ihrem Reiseziel informieren. Betroffen sind unter anderem Reisende nach Brunei, Myanmar, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Malediven, Philippinen, Thailand, Timor-Leste und Vietnam. Eine aktuelle Auflistung der betroffenen Länder kann über das Europäische Seuchenschutzzentrum „ECDC“ (European Centre for Disease Prevention and Control) eingesehen werden. Weiterhin werden die meisten Erkrankungsfälle aus Mittel- und Südamerika berichtet. 

Schwangere sollten nicht in Regionen mit Zika-Virus-Vorkommen reisen

Da das Zika-Virus durch Mücken übertragen wird, ist nachwievor ein guter und vorsorglicher Mückenschutz unbedingt erforderlich. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein. Schwangere sollten gegenwärtig nicht in Regionen mit Zika-Virus-Vorkommen reisen.