24. Jan 2016

Westafrika: Ebola-Ausbruch beendet

Endlich ist nun auch Liberia von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „ebolafrei“ deklariert worden. Nahezu zwei Jahre dauerte der Ausbruch in Westafrika an und führte v.a. in den Ländern  Liberia, Guinea und Sierra Leone zu 28.638 Erkrankungsfällen mit 11.316 Todesfällen.

Liberia, Guinea und Sierra Leone sind offiziell ebolafrei

Schließlich, am 14. Januar 2016 erklärte die WHO, nun auch für das dritte Land, Liberia, den Ebola-Ausbruchs als offiziell beendet und erklärte damit zugleich, dass alle bekannten Infektionsstränge in Westafrika gestoppt wurden. Nach WHO-Richtlinien wird, wenn in der doppelten Zeitspanne der maximalen Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und Auftreten der ersten Krankheitsbeschwerden) keine neuen Fälle mehr aufgetreten sind (im Falle von Ebola 42 Tage) das Land als ebolafrei deklariert. Vor Liberia in dem insgesamt 10.675 Erkrankungen und 4.809 Todesfälle registriert wurden, waren bereits Guinea und Sierra Leone Ende letzten Jahres als ebolafrei erklärt worden. In Guinea wurden während der Zeit des Ausbruchs 3.804 Erkrankungen und 2.536 Todesfälle verzeichnet; in Sierra Leone waren es 14.123 Erkrankungen und 3.956 Todesfälle. Obgleich gegenwärtig keine weiteren Erkrankungsfälle berichtet werden, ist die Gefahr eines erneuten Ebola-Ausbruchs noch nicht gebannt. „Die Welt müsse sich dafür besser wappnen“, betont die WHO und ruft zur stärkeren Unterstützung der betroffenen Länder auf. Rund 15.000 Menschen haben den Ebola-Ausbruch überlebt und leiden heute noch an physischen und psychischen Beschwerden.

Reisehinweise beachten

Grundsätzlich sollten Reisende vor ihrer Abreise in die betroffenen Länder die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgen und aktuelle Reisehinweise durch das Auswärtige Amt ernst nehmen.