17. Dez 2014

Westafrika: Zahl der Ebola-Fälle steigt weiter an

Monrovia, Liberia, Slum istock/Bethany Fank Bis 10. Dezember meldeten die Gesundheitsbehörden insgesamt 17.942 Ebola-Fälle – darunter 6.388 Todesfälle. Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer der unerfassten Erkrankungs- und Todesfälle sehr hoch ist. Seit Anfang des Jahres werden aus West Afrika Erkrankungsfälle berichtet. Derzeit stark betroffen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone. Während in Guinea und Sierra Leone die Fallzahlen weiterhin leicht zunehmen, ist in Liberia ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Aus Nigeria und dem Senegal werden seit Dezember keine neuen Erkrankungsfälle mehr berichtet. Bis 7. Dezember sind 639 Gesundheitshelfer an Ebola erkrankt – 349 starben. In fünf Ländern - Mali, Nigeria, Senegal, Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika – wurden in den vergangenen Wochen Ebola-Erkrankungsfälle aus den drei betroffenen Ländern importiert. In Mali wurden acht Fälle registriert – darunter sechs Todesfälle.

Ausreiseaufruf des Auswärtigen Amtes

Aufgrund der aktuellen Lage rät das Auswärtige Amt weiterhin von Reisen nach Guinea, Liberia und Sierra Leone ab und ruft zur Ausreise auf.  Von dieser Empfehlung ausgenommen ist dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ebola-Epidemie. Es ist nicht auszuschließen, dass die Ausreisemöglichkeiten aus den betroffenen Ländern weiter beschränkt werden.