8. Okt 2017

Zypern: Malaria in Kyrenia

iStock/smuay

Aus Zypern wurden in diesem Jahr drei Fälle von Vivax-Malaria berichtet. Drei englische Urlauber bereisten die Kleinstadt Agios Amvrosios (Esentepe) im Norden, im Distrikt Kyrenia und erkrankten nach ihrer Rückkehr an einer Vivax-Malaria. Die „Vivax-Malaria“ gehört zur "gutartigen" Form der Malaria, auch Malaria tertiana genannt. Sie verläuft in der Regel leicht und ist vor allem nicht lebensbedrohlich wie die Malaria tropica. Grundsätzlich gibt es kaum Beschwerden, die nicht im Rahmen einer Malariaerkrankung auftreten könnten. Charakteristischerweise tritt ein hohes Fieber meist gemeinsam mit Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost und Gliederschmerzen auf. Da bei der Malaria tertiana und quartana nur ungefähr 1% der roten Blutkörperchen von den Erregern befallen werden, verläuft das Krankheitsbild bei diesen Formen nicht so schwer. Die Übertragung der Malariaerreger erfolgt in erster Linie über die dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücke, die auch auf Zypern nachgewiesen wurde. Im Jahr 1967 wurde Zypern als malariafrei deklariert. Seither wurden bis zu diesen drei Fällen keine Malariafälle in Zypern bekannt. 

Seit vier Jahren wieder die ersten einheimischen Malaria-Fälle

Es gibt keinen 100%-igen Schutz vor Malaria. Die konsequente Einhaltung und Durchführung verschiedener Schutzmaßnahmen ermöglichen jedoch das Infektionsrisiko erheblich zu reduzieren. Zu dieser Vorbeugung gehören gute Mückenschutzmaßnahmen, sowie - je nach Risiko - eine Malaria-Notfallmedikation oder Malaria-Chemoprophylaxe. Aufgrund des geringen Infektionsrisikos in Zypern ist eine Malaria-Chemoprophylaxe nicht erforderlich. Es wird jedoch geraten, gute und sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen vor allem in den Dämmerungsstunden durchzuführen.