• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Dengue Fieber
      In einer Kleinstadt im Dayrout Distrikt, im Gouvernement Asyut in Mittelägypten wurden Ende des Jahres vermehrt Dengue Fieber-Fälle berichtet. Alleine im Oktober 2015 betrug die Zahl der Erkrankungsfälle über 250. Die Erkrankten entwickelten hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Übelkeit mit gelegentlichem Erbrechen. Die Überträgermücke Aedes aegypti kommt in Ägypten vor. Auch Dengue Fieber wurde in den vergangenen Jahren beobachtet, allerdings nicht in jüngster Zeit. Das Gesundheitsamt hat daher in der betroffenen Region breitflächige Bekämpfungsmaßnahmen gegen die  Überträgermücke des Dengue Fiebers eingeleitet. Reisende sollten gute Mückenschutzmaßnahmen Tag und Nacht durchführen.

      Vogelgrippe Influenza A (H5N1)
      Ägypten ist das einzige Land, in dem 2016 (1.1.-23.9.2016) Fälle von Influenza A (H5N1) gemeldet wurden. Insgesamt wurden fünf Erkrankungsfälle darunter ein Todesfall registriert. Seit 2003 verzeichnete die WHO insgesamt 354 Erkrankungsfälle und 117 Todesfälle in Ägypten (weltweit 854 Erkrankungen und 450 Todesfälle). Der Kontakt zu infizierten Geflügel bzw. verunreinigten Geflügelstallungen wird als ursächliche Infektionsquelle angenommen. Das Virus überträgt sich von infizierten Tieren (Geflügel) auf den Menschen. Die meisten Erkrankten entwickeln schwerwiegende – teilweise lebensbedrohliche - gesundheitliche Beschwerden. Die örtlichen Gesundheitsbehörden schätzen die Gefahr einer Infektion bei Touristen als sehr gering ein. Dennoch sollten sich Reisende von Geflügelmärkten fernhalten und den Kontakt zu Geflügel und Geflügelprodukten vermeiden. Sorgfältige Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen sind stets empfohlen. Reiserückkehrer aus Ägypten sollten bei Auftreten von Atembeschwerden oder Husten innerhalb von 10 Tagen nach Reiserückkehr, einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Ägypten gilt seit 2004 als poliofrei. Landesweit wurden( bis 7.9.2016) acht Poliofälle gemeldet. Weltweit wurden in diesem Jahr (bis 21.9.2016) 26 Polio-Wildvirus-Fälle aus drei Ländern berichtet (Pakistan: 14; Afghanistan: 9; Nigeria: 3). Im vergangenen Jahr wurden weltweit 74 Polio-Fälle aus nur zwei Ländern berichtet (Pakistan 54, Afghanistan 20). Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist nicht erreicht werden kann. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt Reisenden nach Afrika grundsätzlich einen Impfschutz gegen Kinderlähmung.  Am 18. Januar 2013 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Vorkommen von Polioviren in Abwässern der Distrikte Al Haggana und Al Salam in Kairo gemeldet. Der im Schmutzwasser entdeckte Poliovirus-Typ ähnelt dem Poliovirus-Typ der in Pakistan, im Norden der Provinz Sindh endemisch ist. Diese Tatsache lässt auf eine Einschleppung des Virus nach Ägypten aus Pakistan schließen. Erkrankungsfälle der Kinderlähmung wurden keine gemeldet. Bei  Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.

      Hepatitis A
      Landesweites Vorkommen. Jährlich werden bei europäischen Reisenden Hepatitis A-Infektionen nach Ägyptenaufenthalten (v.a. Nil-Kreuzfahrten) registriert. Reisenden ist ein Impfschutz empfohlen. Eine Ansteckung in einem Land mit einer hohen Hepatitis-Verbreitung kann sehr leicht erfolgen. Infizierte Touristen können nach der Heimkehr auch für andere Menschen eine Gefahr darstellen, mit denen sie in direktem oder indirektem (z.B. über die Nahrung) Kontakt stehen. Diese Tatsache wurde auch beim Hepatitis A-Ausbruch vor wenigen Jahren in Hurghada belegt. Über 300 Touristen infizierten sich während ihres Aufenthaltes mit dem Hepatitis A-Virus. Darunter auch die Mitarbeiterin einer Metzgerei aus Tirol. Nach ihrer Rückkehr aus Ägypten hat sie ihren Sohn und mehrere Kunden der Metzgerei angesteckt. Daher wird bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz empfohlen. Eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene ist stets empfohlen.

      Hepatitis B
      Vorkommen landesweit möglich. Zur Vorbeugung gegen Hepatitis B sollten die Infektionsquellen (z.B. Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich, ungeschützte Sexualkontakte, i.v. Drogenmissbrauch) vermieden werden. Durch Unfälle oder unvorhergesehene medizinische Eingriffe (z.B. Zahnbehandlungen) kann ebenfalls eine Virusübertragung erfolgen. Daher kann bei nennenswertem Risiko eine Impfung gegen Hepatitis B empfehlenswert sein. Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist grundsätzlich ein Impfschutz zu empfehlen. Die Hepatitis B ist eine unter Umständen chronisch verlaufende Erkrankung, die mit einer Lebensverkürzung im Vergleich zur Normalbevölkerung einhergeht (Spätfolgen sind z.B. Leberzirrhose, -krebs).

      Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisenden sind sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz ist bei erhöhter Exposition empfohlen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzEmpfehlung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      FSME (Zecken-Hirnhautentzündung)
      Impfschutz
      nein
      Empfehlung
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Empfehlung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Impfschutz
      nein
      Empfehlung
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Polio
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden über dem 9. Lebensmonat, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhielten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

      Aus dem Sudan Einreisende müssen entweder ein Impfzertifikat vorweisen oder die Bescheinigung einer sudanesischen Behörde, dass sich der Einreisende in den letzten 6 Tagen nicht südlich den 15° n.Br. aufhielt.

      Seit 11.07.2016 gilt laut Internationaler Gesundheitsvorschrift (IGV) der Nachweis einer einmalig gültigen Gelbfieber-Impfung bei Einreise. Eine Auffrischimpfung ist demnach nicht mehr erforderlich. Die bisherige Anpassung der Einreisevorschriften in den Mitgliedstaaten erfolgt jedoch nur schrittweise. Daher ist es sinnvoll bei Reisen in Länder mit Gelbfieber- Impfvorschriften (auch Transit), sich  über die jeweiligen aktuellen Vorschriften bei einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle oder der Botschaft des Einreiselandes zu informieren. Folgende Länder sollen nach Auflistung der Internationalen Reisebestimmungen der WHO (International travel and Health) bereits ihre Empfehlungen auf lebenslangen Schutz umgestellt haben.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: im Süßwasser
      vorwiegend im Nildelta, Niltal, (bes. Nebenflüsse), Suezkanal-Gebiet
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Nildelta
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Fleckfieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      vor allem im Norden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      vor allem im Norden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Anmerkung
      Vorkommen: v.a. im Niltal
      Übertragungsmonate: Dezember - Mai
      Schutz
      Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
      Krankheit
      Tollwut
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Sehr geringes Risiko in Edfu (Aswan); in der Oase El Faiyûm keine Fälle seit 1998

      Übertragungsmonate: ganzjährig (v.a. Juni - Oktober)

      Malariaart: 2014: Malaria tertiana (P. vivax 20 Fälle) und Malaria tropica (P. falciparum 1 Fall) in Edfu (Aswan)

      Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: Edfu (Aswan)

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      8911141720212220181410

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      182124283335363532302620

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      554945383438454950495356

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      111000000011
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