Brasilien

Stand: 19. Jan 2018

Meldungen

24. Dez 2017: Last Minute: Reiseziele für die Weihnachtszeit
Auch während Ihrer Weihnachts- und Winterferien informiert Sie fit for travel über aktuelle Krankheitsausbrüche in über 300 Reiszielen. Auch Kurzentschlossene erhalten viele wertvolle Tipps für Last-Minute-Reisen! Weiter lesen

26. Nov 2017: Brasilien: Gelbfieber in São Paulo
Das Gelbfieberrisiko im südöstlichen Bundesstaat hat in den vergangenen Wochen und Monaten zugenommen. Die Gesundheitsbehörden rufen zum Impfen auf. Weiter lesen

9. Jun 2017: Südamerika: Gelbfieber-Risiko beachten
In diesem Jahr wurden Gelbfieber-Fälle aus Brasilien, Kolumbien Ecuador, Bolivien, Surinam und Peru gemeldet. Auch eine Touristin erkrankte. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

Chikungunya Fieber
2016 wurden landesweit mehr als eine Viertelmillion Chikungunya-Fälle berichtet. Das bedeutet, dass sich die Zahl der Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr um nahezu das Zehnfach gesteigert hat. Unter den Erkrankten kam es in über 100 Fällen zu einem tödlichen Verlauf der Erkrankung. Auch aus dem Bundesstaat Rio de Janeiro wurden mehrere Tausend Erkrankungsfälle beobachtet. Alleine im Dezember 2016 wurden in nur vier Wochen mehr als 8.800 Erkrankungsfälle gezählt. Eine höhere Dunkelziffer kann angenommen werden. Die Überträgermücke Aedes Aegypti überträgt nicht nur das Chikungunya Virus, sondern kann auch das Zika- und Dengue-Virus übertragen. In den warmen Sommermonate mit feucht-warmen Klimas nimmt die Zahl der Überträgermücke zu; damit auch die Zahl der Infektionen. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen.

Zika Virus-Infektion

Landesweit treten derzeit Zika-Virus-Infektionen auf. Schätzungen zufolge wurden rund 1,5 Mio. Menschen in Brasilien durch Mückenstiche mit dem Zika-Virus infiziert. Insgesamt wurden zwischen 3.000-4.000 Mikrozephalie-Verdachtsfälle infolge einer Zika-Virus-Infektion aus Brasilien berichtet. In vereinzelten Fällen konnte eine Beziehung zwischen Virus und Fehlbildung festgestellt werden. Die Regierung Brasiliens bemüht sich der landesweiten Ausbreitung des Zika-Virus bestmöglich entgegenzutreten. Brasilien gilt als derzeit am stärksten betroffenes Land und begrüßt daher den Gesundheitsnotstand der durch die WHO ausgerufen wurde. Durch diese Maßnahme werden internationale Bestrebungen zu diagnostischen Verfahren, Behandlungsmöglichkeiten und Impfstoffen verstärkt, die der Klärung der Übertragungswege dienen und Maßnahmen in der Bekämpfung der Virus-Ausbreitung vorantreiben. Die Gesundheitsbehörden warnen vor dem möglichen Übertragungsrisiko und appellieren an Reisende sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen durchzuführen. 

Dengue Fieber
Landesweites Übertragungsrisiko. Viele Erkrankungsfälle werden aus der südöstlichen Region berichtet (v.a. Bundesstaat São Paulo mit rund einer halben Millionen Erkrankungen 2015). Mindestens dreißig Städte des Bundesstaates kämpfen gegen das starke Vorkommen des Dengue Fiebers. Aus dem Nordosten des Landes werden ebenfalls gehäuft Erkrankungsfälle berichtet (im Jahr 2015 waren es > 200.000). An dritter Stelle der Regionen mit den meist gemeldeten Dengue Fieber-Fällen stehen die zentralen westlichen Landesteile (> 150.000). Aus dem Süden werden über 50.000, aus dem Norden über 25.000 Dengue Fieber-Erkrankungen gemeldet.  Alljährlich kämpft Brasilien in fast allen Bundesstaaten gegen die Überträgermücke des Dengue Fiebers. Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Mückenschutzmaßnahmen sollten durchgeführt werden (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.). Auch aus Foz de Iguaçu, einer nahe den Wasserfällen liegenden brasilianischen Stadt werden immer wieder Dengue Fieber-Erkrankungen gemeldet. Durch die warmen Temperaturen und die vielen Wasserstellen in der Region bestehen für die Überträgermücke des Dengue-Fiebers ideale Brutbedingungen, die zu einer Vermehrung der Mücke und somit zur Erhöhung des Infektionsrisikos führen können.

Gelbfieber
Im Bundesstaat São Paulo, in Brasilien wurden zwischen Juli und Mitte Oktober 2017 insgesamt 71 Gelbfieber-Verdachtsfälle berichtet. Vereinzelte Fälle wurden bestätigt, weitere untersucht. Das Gelbfieberrisiko im südöstlichen Bundesstaat hat in den vergangenen Wochen und Monaten zugenommen. Aus diesem Grund haben die Gesundheitsbehörden Impfkampagnen ins Leben gerufen, um die weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit einzudämmen. Erst im September endete in Brasilien ein Gelbfieber-Ausbruch, der seit neun Monaten in vielen Landesteilen angehalten hat. Insgesamt 777 Personen erkrankten an Gelbfieber in Brasilien, 261 starben. Die hohe Zahl der Erkrankungen in 2017 ist ungewöhnlich, im Vergleich zu den Vorjahren in denen eine geringere Anzahl an Erkrankungen registriert wurde. 2017 breitete sich die Erkrankung in viele Regionen Brasiliens aus, in denen sie zuvor nicht auftrat. Das Gelbfieber-Virus hat sich Anfang des Jahres 2017 in Richtung Atlantik-Küste ausgebreitet. Damit hatte sich flächenmäßig das Übertragungsrisiko für Gelbfieber vielerorts erhöht. Gelbfieber-Erkrankungen wurden u.a. aus den Bundesstaaten Rio de Janeiro, São Paulo, Espirito Santo und Minas Gerais gemeldet. Grundsätzlich sollten sich Reisende die in Gelbfieber-Risikogebiete reisen unbedingt durch eine Impfung schützen. Gelbfieber tritt regional in den folgenden Gebieten und Bundesstaaten auf: Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goiás, Maranhao, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima und Tocantins sowie bestimmte Regionen im Norden und Westen von Bahia,  im Westen und Zentrum von Paraná, im Südwesten von Piauí, weit im Westen von Santa Catarina, in Rio Grande do Sul und im Norden und Westen von Sao Paulo. Bei Reisen in Risikogebiete – vor allem bei Reisen zu den Iguazu-Fällen – ist eine Gelbfieberimpfung empfohlen.
In 13 Ländern Südamerikas besteht ein Gelbfieber-Vorkommen und somit Übertragungsrisiko. In den letzten Jahren wurden die meisten Fälle aus Peru (54%), Bolivien (18%), Brasilien (16%) und Kolumbien (7%) berichtet. Die Gelbfiebermücke ist überwiegend tagaktiv und kommt in ländlichen Gebieten genauso wie in Dörfern und Städten vor. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50-60% der Fälle tödlich.

Hautleishmaniose
Regionales Auftreten; Monatlich werden ein bis zwei Fälle der aus der Stadt Paraty im Bundesstaat Rio de Janeiro gemeldet. Gute Mückenschutzmaßnahmen empfohlen. Dazu gehören u.a. das Tragen von Haut bedeckender Kleidung v.a. bei Ausflügen in die nahe liegenden Regenwälder, das Auftragen von Mücken abweisenden Cremes und Lotionen auf unbedeckten Hautstellen, vor allem im Gesicht, Händen und Füßen - insbesondere an den Knochenstellen wo die Haut dünn ist und die Schmetterlingsmücke bevorzugt sticht. Auch ist es vorteilhaft sich beim Schlafen durch Mückennetze zu schützen. Zusätzlich helfen auch Insektenabtötende und -abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich die Stechmücken fernzuhalten.

Tollwut
Landesweites Tollwut-Risiko v.a. im Bundesstaat Maranhao und Para. Fledermausbisse bilden einen häufigen Übertragungsweg. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Im Juni 2005 wurden innerhalb von zwei Wochen 11 Tollwut-Erkrankungen gemeldet (darunter 9 Kinder). Die Einheimischen wurden durch Fledermäuse gebissen. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtro pen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere sowie bei Bissen oder direktem Kontakt durch Fledermäuse ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisenden sind sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen empfohlen. Ein Hepatitis A-Impfschutz ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei erhöhtem Risiko erwogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Brasilien gilt seit 1989 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gelbfieber

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Gebiete mit Gelbfiebervorkommen (s. Impfvorschriften)

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Impfvorschriften

Gelbfieber:
Die Gelbfieberimpfung ist empfohlen für alle Reisenden (Kinder über 9 Monate), die in die ausgewiesenen Gelbfieber-Infektionsgebiete Brasiliens, einschließlich der folgenden Bundesstaaten reisen: Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goiás, Maranhao, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima und Rio de Janeiro, São Paulo und Tocantins sowie bestimmte Regionen im Norden und Westen von Bahia,  im Westen und Zentrum von Paraná, im Südwesten von Piauí, weit im Westen von Santa Catarina, in Rio Grande do Sul und im Norden und Westen von Sao Paulo.  Die vollständige Auflistung der Stadtkreise ist einsehbar im Internet unter: www.saude.gov.br/svs. Vor allem Reisenden zu den Iguazu-Fällen ist eine Gelbfieber-Impfung empfohlen.

Eine Gelbfieber-Impfung ist nicht empfohlen für Reisende, die folgende Küstenstädte bzw. -regionen besuchen: Fortaleza, Recife, Rio de Janairo, Salvador und São Paulo. 

Die WHO empfiehlt nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete. Ausgenommen sind Reisende, die in Besitz eines ärztlichen Attestes sind, in dem belegt wird, dass die Impfung aus medizinischen Gründen kontraindiziert ist.

Gesundheitsrisiken

Bilharziose

Anmerkung: Geringes Infektionsrisiko Herdförmiges Vorkommen im Norden und Osten, im Mato Grosso und Amazonasbecken

Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)

Chagas-Krankheit

Anmerkung: Vorkommen: ländliche Gebiete und Slums im Osten v.a. in Minas Gerais, Rio Grande do sul

Schutz: Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist

Cholera

Anmerkung: Infektionsgebiete in den Staaten: Alagoas, Bahia, Paraíba, Pernambuco, Sergipe

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.

Dengue-Fieber

Anmerkung: mittleres Infektionsrisiko in der Küstenregion

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Infektionsrisiko N > S

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Filariosen

Anmerkung: lymphatische F.: vereinzelte Herde landesweit
Onchozerkose: vereinzelte Herde im Norden

Schutz: Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Gelbfieber

Anmerkung: Infektionsgebiete: im Landesinneren v.a. in den Staaten: Amapa (Macapá), Amazonas (Boca do Acre, Careiro, Manacapurú, Nova Airao, Itacoatira, Pres. Figueiredo), Bahia (Coribe), Goiás (Alta Paraíso, Amaralina, Avelinópolis, Bonópolis de Goiás, Cavalcante, Corumbaíba, Doverlandia, Flores de Goiás, Goías Velho, Itaguaru, Jaraguá, Jussara, Mara Rosa, Mimoso de Goiás, Minacu, Niquelandia, Nova Roma, Novo Bresil, Padre Bernando, Planaltina, de Goiás, Santa Fé de Goiás, Sao Joao da Alianca, Terezina de Goiás, Uruacú, Uruana, Vila Propicio), Maranhao (Barra do Corda, Mirador), Mato Grosso (Barro do Garca, Campinapolis, Diamantino, Marcolandia, Nobre, Nova Canaà do Norte, Nova Guarita, Nova Mutum, Peixoto de Azevedo), Minas Gerais (Bom Despacho, Conceicao do Parà, Leandro Ferreira, Luz, Martinho Campos, Planura, Natalàndia, Nova Serrana, Sao Gotardo, Santo Antonio do Monte), Pará (Afuá, Agua Azul d o Norte, Bannach, Breves, Conceicao do Araguaia, Floresta, Gurupá, Itaituba, Obidos, Rendencao, Santa Maria da Barreira, Sao Felix do Xingú, Tucumá), Rio de Janeiro (mit Ausnahme der Stadtgebiete von Rio de Janeiro und Niterói), Roraima (Alto Alegre, Cantá, Mucajaí, Uiramuta), São Paolo (mit Ausnahme der Stadtgebiete von São Paulo und Campinas), Tocantins (Almas, Arraias, Ananas, Aurora do Tocantins, Campos Lindos, Figueirópolis, Guarai, Parana, Pedro Affonso, Recursolandia) Rondonia und Mato Grosso do Sul

Schutz: Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Hepatitis B

Anmerkung: Vorkommen: vor allem im Amazonasbecken

Schutz: Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.

Kala Azar

Anmerkung: Vorkommen: Nordosten, Süden und einige Herde landesweit

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Leishmaniasis

Anmerkung: Vorkommen: besonders an der Küste, vereinzelte Herde landesweit

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Meningokokken-Meningitis

Anmerkung: Vorkommen: vor allem in den Slums der östlichen Großstädte

Schutz: Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)

Pest

Anmerkung: geringes Infektionsrisiko im Nordosten in Bahia (in den Provinzen: Biritinga, Candeal, Central, Conceicao, Feira de Santana, Iraquara, Irece, Itaberaba, Jussara, Retirolandia, Riachao do Jacuipe,senhor do Bonfim, Serrinha, Teofilandia) und Paraiba (in den Provinzen: Araba, Barra de S. Rosa, Cubati, Olivedos, Queimadas, Remingio, Solanea).

Schutz: Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.

Malariahinweise

Risikogebiete: ganzjährig in Landesteilen unter 900 m Höhe, v.a. hohes Risiko in den Provinzen Acre, Rondônia und Roraima. Grundsätzliches Risiko in allen Staaten des Amazonasbeckens: Amapá, Amazonas, Maranhao (v.a. westlicher Teil), Mato Grosso (v.a. nördlicher Teil), Pará (außer in der Stadt Belém) und Tocantins (v.a. westliche Teile). Ein besonders hohes Risiko besteht in den Regenwald- und Urwaldgebieten in denen durch Nutzholzfällung, Bergbau und Landwirtschaft, Siedlungen vor weniger als fünf Jahren errichtet wurden und in der Peripherie größerer Städte wie Cruzeiro do Sul , Manaus und Porto Velho. Ein Malariarisiko besteht auch in peripher gelegenen größeren Städten wie Boa Vista, Macapá, Maraba, Rio Branco und Santarém.

Kein Malariarisiko: an der Ostküste inklusive Fortaleza, Recife, Iguacu-Wasserfälle und die meisten Stadtzentren (außer im Amazonasbecken)

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart (lt. WHO Malaria Report) : 12 % Malaria tropica (P. falciparum), 88 % Malaria tertiana (P. vivax). Multiresistente P. falciparum-Stämme und Chloroquinresistente P. vivax-Stämme werden aus neueren Bergbau-, Minen- und Holzabbaugebieten berichtet.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): Ganzjährig in den Provinzen Acre, Rondônia, Roraima und anderen Gebieten des Amazonasbeckens.

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Malariarisikogebiete

Malariavorkommen

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
232322211918171818192022

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
292928272524242424252628

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
767881807978777578787777

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
131112102077711131314

Botschaften


Botschaft der Föderativen Republik Brasilien

Wallstraße 57
10179 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 8.30-13 Uhr
Tel.: (030) 726 280
Fax.: (030) 726 283 20
Email: brasemb.berlim@itamaraty.gov.br
Web: http://berlim.itamaraty.gov.br/de/

Hausanschrift
Embaixada da República Federal da Alemanha

SES Avenida das Nações
Quadra 807, Lote 25
70415-900 Brasilia DF
Brasil
Tel.: (0055 61) 34 42 70 00
Fax.: (0055 61) 34 43 75 08
Email: info@brasilia.diplo.de
Web: www.brasilien.diplo.de

Postanschrift
Embaixada da República Federal da Alemanha

Caixa Postal 030
70359-970 Brasilia DF
Brasil


Consulado Geral da República Federal da Alemanha

Rua Prof. Annes Dias 112
11° andar
90020-090 Porto Alegre-RS
Brasil
Tel.: (0055 51) 32 24 95 92, 32 24 92 55
Fax.: (0055 51) 32 26 49 09
Email: info@porto-alegre.diplo.de
Web: www.brasilien.diplo.de
Hinweis: Amtsbezirk: Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Santa Catarina.


Consulado Geral da República Federal da Alemanha

Ed. Empresarial Center III
Rua Antonio Lumack do Monte, 128, 16° andar Boa Viagem
51020-350 Recife PE
Brasil
Tel.: (0055 81) 34 63 53 50
Fax.: (0055 81) 34 65 40 84
Email: info@recife.diplo.de
Web: www.brasilien.diplo.de
Hinweis: Amtsbezirk: Bundesstaaten Alagoas, Bahia, Ceará, Maranhão, Paraíba, Pernambuco, Piauí, Rio Grande de Norte, Sergipe.


Consulado Geral da República Federal da Alemanha

Avenida Presidente Antônio Carlos 58
12° andar - Centro
20020-010 Rio de Janeiro-RJ
Brasil
Tel.: (0055 21) 33 80 37 00
Fax.: (0055 21) 33 80 37 09,
Email: info@rio-de-janeiro.diplo.de
Web: www.brasilien.diplo.de
Hinweis: Amtsbezirk: Bundesstaaten Espírito Santo, Minas Gerais und Rio de Janeiro. Konsularischer Amtsbezirk: Espírito Santo, Minas Gerais und Rio de Janeiro sowie Bundesdistrikt, Staaten Acre, Amapá, Amazonas, Goiás, Mato Grosso, Pará, Roraima, Rondônia und Tocantins.


Consulado Geral da República Federal da Alemanha

Avenida Brigadeiro Faria Lima, 2092, 12° andar,
Jardim Paulistano
01451-905 São Paulo-SP
Brasil
Tel.: (0055 11) 30 97 66 44
Fax.: (0055 11) 38 15 75 38
Email: info@sao-paulo.diplo.de
Web: www.brasilien.diplo.de
Hinweis: Amtsbezirk: Bundesstaaten Mato Grosso do Sul, Paraná und São Paulo.