Chile

Stand: 17. Mai 2020

Wichtige Hinweise

COVID-19
Weiterhin werden weltweit COVID-19-Fälle verzeichnet. Über die aktuellen Zahlen weltweit informiert die WHO, über die aktuellen Zahlen in Deutschland informiert das Robert Koch-Institut. Hilfreiche Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus bietet das Bundesministerium für Gesundheit an. Aktuelle Reisewarnungen sowie Rückholprogramme können beim Auswärtigen Amt eingesehen werden.

Hantavirus-Infektionen
Regionales Übertragungsrisiko u.a. in Casablanca, in der Küstenkordillere, in der Provinz Bío-Bío und der Provinz Nube. Der erste Hantavirus-Fall wurde in Chile im Jahr 1995 berichtet. Bis heute wurden in Chile landesweit über 620 Fälle gemeldet. In den vergangenen Jahren wurden die Erkrankungs- und Todesfälle vor allem aus der Hauptstadt, als auch aus den Regionen VI, VII, VIII, IX, X, XI und XIV berichtet. Kein Kontakt zu Nagetieren (offene Nahrungsmittelabfälle vermeiden) und gute Lebensmittelhygiene empfohlen. Im Wesentlichen ist die einheimische Bevölkerung betroffen, aber auch Reisende können erkranken. Ein 24-jähriger Tourist aus England starb 2008 an einer Hantavirus-Infektion nach seiner Reise durch Argentinien und Chile. Hantaviren gehören zu den Erregern viraler hämorrhagischer Fieber. Sie werden durch Sekrete und Ausscheidungen von freilebenden Nagetieren (v.a. Mäuse und Ratten) auf den Menschen übertragen. Personen in der Landwirtschaft, aber auch Camper die sich in der freien Natur aufhalten (und dadurch Kontakt zu Nagetieren haben) sind am meisten gefährdet. Beim Campen im Freien ist auf eine Beseitigung von offenen Nahrungsmittelabfällen zu achten, welche die Tiere anziehen könnte. Urlauber in ländlichen Regionen, sollten sich bei Freilandaufenthalten von Nagetieren fernhalten und eine sorgfältige Lebensmittelhygiene durchführen.

Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Im Jahr 2018 wurden vermehrt Hepatitis A-Fälle in der Provinz Ñuble in der chilenischen Region von Bío Bío gemeldet. Die Provinz liegt rund 450 km südlich con Santiago de Chile. Als Infektionsursache wurden verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser angenommen. Als weitere potentielle Infektionsursache gelten nicht ausreichend gegarte Meeresfrüchte in Fischgerichten. Ein Hepatitis A-Impfschutz ist daher bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Trichinose
Regionales Auftreten. Die Infektion wird durch den Verzehr von unzureichend gegartem Schweinefleisch (in z.B. Hackfleisch-Spießen und Würsten) erworben. Bei vollständig durchgebratenem oder abgekochtem Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Chile gilt seit 1995 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung:

Bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen, so wie für besonders gefährdete Personengruppen und bestimmte Berufsgruppen ist ein Hepatitis A-Schutz empfohlen.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung:

Ein Hepatitis B-Risiko besteht weltweit.
Anlässlich einer Reise ist eine individuelle Gefährdungsbeurteilung sinnvoll. Faktoren wie u.a. längere Reisedauer, Aufenthalte in Gebieten mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen, sowie das persönliche Reiseverhalten bestimmen das individuelle Risiko. Besonders besonders gefährdeten Personengruppen, sowie Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist die Impfung routinemäßig empfohlen. Zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören laut STIKO sowohl Personen mit Immundefizienz und anderen Erkrankungen, die einen besonders ungünstigen Verlauf einer HBV-Infektion bewirken können, als auch Reisende (individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich) und solche mit erhöhtem beruflichen und nicht beruflichen Expositionsrisiko.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung:

Schutzimpfung empfohlen bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen. Grundsätzlich ist eine einmalige Impfung empfohlen für nach 1970 geborenen Personen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit (STIKO). Zudem besteht seit dem 1.3.2020 das Masernschutzgesetz.

Meningokokken-Meningitis

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Meningokokken treten je nach Region in unterschiedlichen Serogruppen auf. Zu den überwiegenden Serogruppen in den Mittel- und Südamerika gehören B und C, ferner in manchen Regionen/Ländern auch Y und W. Es stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Reisenden in Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko (häufige und enge Personenkontakte) und/oder erhöhtem Meningokokken-Vorkommen (z. B. saisonal oder Ausbrüche) – vor allem Schüler/Studenten vor Langzeit-Aufenthalten in Länder mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder Schüler/Studenten – ist eine Schutzimpfung empfohlen.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Das Risiko wird als gering eingestuft (WHO 2018). Als Risikopersonen gelten v.a. Personen mit regelmäßigen und/oder direkten Kontakten zu Fledermäusen und Wildtieren.

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Gesundheitsrisiken

Chagas-Krankheit

Anmerkung: Vorkommen: Slums v.a. im Norden und in den zentralen Gebieten des Landes

Schutz: Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Meningokokken-Meningitis

Anmerkung: Vorkommen: vor allem in den Slums der Großstädte

Schutz: Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
121197533467911

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
292927231814151719222628

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
545964687579767572665754

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
001156653310

Botschaften


Botschaft der Republik Chile

Mohrenstraße 42
10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-17 Uhr
Tel.: (030) 726 203 5
Fax.: (030) 726 203 603
Email: echile.alemania@minrel.qob.cl
Web: www.echile.de

Hausanschrift
Embajada de la Républica Federal de Alemania

Las Hualtatas 5677
Vitacura
Santiago de Chile
Tel.: (00 56 2) 24 63 25 00
Fax.: (00 56 2) 24 63 25 25
Email: info@santiago-de-chile.diplo.de
Web: www.santiago.diplo.de

Postanschrift
Embajada de la República Federal de Alemania

Casilla 220, Correo 30
Santiago de Chile
Chile