• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Influenza
      Die Influenza-Aktivität in Europa nimmt in diesen Wochen zu. Auch in Deutschland erreicht die Grippewelle meistens nach der Jahreswende ihren Höhepunkt. Risikopersonen sollten durch eine Impfung geschützt sein und können auch zu diesem Zeitpunkt noch geimpft werden. Obgleich die Wirksamkeit der Impfung jede Saison unterschiedlich ausfällt, gehört sie zu den wirksamsten Schutzmethoden. Zudem verringert ein gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten das Infektionsrisiko. Besonders ältere Menschen können ernsthaft erkranken und sterben. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung für alle Personen über 60, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Die STIKO empfiehlt den Vierfachimpfstoffe der die Influenza B-Viren berücksichtigt. Nach einmaliger Impfung beträgt die Schutzdauer der Impfung 6-12 Monate. Der Impfschutz beginnt sich nach 7 Tagen zu entwickeln. Nach 10 bis 14 Tagen hat der Körper einen vollständigen Immunschutz aufgebaut. In Deutschland hat die saisonale Grippewelle in den vergangenen Jahren meist im Januar begonnen und drei bis vier Monate gedauert. Außer­halb dieser Zeit werden in aller Regel nur wenige Fälle berichtet. In Europa beginnt die Grippewelle häufig in den südwestlichen Ländern wie Spanien und Portugal und setzt sich dann über Mitteleuropa nach Osteuropa fort.  

      Masern
      2018 wurden 537 Masernfälle in Deutschland registriert (Stand: 2.1.2019). Das Vorkommen der Masern erstreckt sich über viele Regionen des Landes. Die Schutzimpfung (Masern, Mumps, Röteln = MMR) ist empfohlen, für alle nach 1970 Geborenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, insbesondere wenn im Gesundheitsdienst, Gemeinschaftseinrichtungen und in der Betreuung von Immunsupprimierten und -defizienten gearbeitet wird. Das Vorkommen der Erkrankung ist bundesweit. In Regionen mit geringen Masern-Impfraten kann es infolge der hohen Infektiosität des Masern-Virus immer wieder zu Masernausbrüchen kommen. Die Ursache für die Ausbreitung der Masern sehen die Experten in Impflücken bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 19 Jahren. Werden die Impflücken geschlossen, kann dadurch die Zahl der Erkrankten in der Bevölkerung gesenkt werden. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können daran erkranken! Sie entwickeln meistens einen schwereren Krankheitsverlauf und haben gegenüber Kleinkindern eine wesentliche höhere Komplikationsrate. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen.

      FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
      Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 576 FSME-Fälle registriert (Datenstand: 2.1.2019). Dies bedeutet zum Vergleichszeitraum des Vorjahres eine deutliche Zunahme (2017: 482). Die Übertragung der Krankheitserreger erfolgt überwiegend in den Monaten März bis Oktober, kann jedoch in einzelnen Fällen auch früher beginnen. Besonders stark vermehren sich die Zecken in den warmen und trockenen Sommermonaten, wodurch die Hauptübertragungszeit jedes Jahr im Juni und Juli ihren Höhepunkt findet. Ausflügler, vor allem an den ersten warmen Sonnentagen des Jahres, sollten aufpassen. Denn die meisten Zeckenstiche werden in der Freizeit bei Freilandaufenthalten erworben. Die meisten Erkrankungen werden meist aus Baden-Württemberg und Bayern gemeldet. Aktuell gibt es in Deutschland 156 Kreise die als FSME-Risikogebiete ausgewiesen werden. Das Robert Koch-Institut unterteilt die Regionen mit FSME-Vorkommen als Risikogebiete (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Saarland), geringe Risikogebiete (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) und keine Risikogebiete (Bremen, Hamburg). Für die Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen Risikogebiete  ist ein guter Zeckenschutz und ein FSME-Impfschutz ratsam. In aller Regel zahlen die Krankenkassen Personen die in Risikogebieten leben die Impfungen. Zu den sogenannten FSME-Risikogebieten, zählen diejenigen Gebiete mit FSME-Vorkommen, in denen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Personen mit vermehrtem Zeckenkontakt besteht. So z.B. durch häufige und/oder längere Aufenthalte im Grünen (Bewohner mit Gärten, Urlauber, Ausflügler, etc.) aber auch beruflich exponierte Personen (Förster, Jäger, Waldarbeiter, etc.).

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Deutschland gilt seit 1990 als poliofrei. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Alle Risikopersonen (STIKO) und bei Reisen in Regionen mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Die Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten; ein Hepatitis B-Risiko besteht weltweit.

      Anlässlich einer Reise ist eine individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich (Faktoren wie u.a. längere Reisedauer, Aufenthalte in Gebieten mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen, sowie das persönliche Reiseverhalten bestimmen das individuelle Risiko).

      Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist die Impfung routinemäßig empfohlen.

      Im Erwachsenenalter ist die Impfung besonders gefährdeten Personengruppen empfohlen (STIKO). Zu den Personengruppen gehören laut STIKO sowohl Personen mit Immundefizienz und anderen Erkrankungen, die einen besonders ungünstigen Verlauf einer HBV-Infektion bewirken können, als auch Reisende (individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich) und solche mit erhöhtem beruflichen und nicht beruflichen Expositionsrisiko.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den beruflichen Risikogruppen zählen in Deutschland u. a. Tierärzte, Jäger, Forstpersonal oder Personen mit engem Kontakt zu Fledermäusen.
  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Borreliose
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit
      Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Übertragungsmonate: April-Oktober
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
      Krankheit
      Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
      Anmerkung

      FSME-Viren Übertragung durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Übertragungszeitraum: Frühjahr - Herbst (April - November)
      Vorkommen: v.a. in Bayern und in Baden-Württemberg

      Bayern:
      Südlicher Bayrischer Wald, Niederbayern entlang der Donau ab Regensburg (v.a.Passau), entlang der Paar, Isar (ab Landshut), Rott, Inn, Vils und Altmühl, kleine Herde in Nordbayern.
      Folgende Landkreise werden zu den FSME-Risikogebieten gezählt: München, Starnberg, Augsburg, Günzburg, Weilheim-Schongau, Kempten, Ostallgäu, Passau, Rottal-Inn, Altötting, Traunstein, Rosenheim, Mühldorf a. Inn, Landshut, Dingolfing-Landau, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Regen, Straubing-Bogen, Regensburg, Cham, Schwandorf, Pfaffenhofen an der Ilm, Ansbach, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Erlangen-Höchstadt, Bamberg, Bayreuth, Lichtenfels, Kulmbach, Kronach, Main-Spessart, Berchtesgadener Land, Forchheim, Kelheim, Kitzingen, Miltenberg, Neustadt an der Waldnaab, Roth,  Weißenburg-Gunzenhausen, Amberg-Sulzbach, Amberg, Aschaffenburg, Coburg, Hof, Neumarkt in der Oberpfalz, Neu-Ulm, Schweinfurt, Würzburg, Wunsiedel i. Fichtelgebirge, Schwabach, Miesbach, Ebersberg, Erding, Freising, Landshut, Straubing, Aichach-Friedberg, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt, Ingolstadt, Donau-Ries, Nürnberger Land, Weiden i. d. OPf., Tirschenreuth, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, Bad Tölz, Wolfratshausen.

      Baden-Württemberg:
      gesamter Schwarzwald (Gebiet zwischen Pforzheim, Offenburg, Freiburg, Villingen, Tübingen, Sidelfingen), Gebiete entlang der Flüße, Enz, Nagold, Neckar sowie entlang des Oberrheins oberhalb Kehls bis zum westlichen Bodensee (Konstanz, Singen, Stockach).
      Folgende Landkreise werden zu den FSME-Risikogebieten gezählt: Ulm, Ravensburg, Bodenseekreis, Konstanz, Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg i. Breisgau, Schwarzwald-Baar-Kreis, Emmendingen, Ortenaukreis, Rottweil, Zollernalbkreis, Freudenstadt, Rastatt, Calw, Tübingen, Reutlingen, Böblingen, Stuttgart, Sigmaringen, Pforzheim, Karlsruhe, Enzkreis, Ludwigsburg, Rems-Murr-Kreis, Heilbronn, Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Main-Tauber-Kreis, Ostalbkreis, Heidelberg, Biberach, Tuttlingen, Esslingen, Baden-Baden, Hohenlohe, Mannheim, Schwäbisch Hall, Göppingen und Alb-Donau Kreis.

      Thüringen:
      Landkreise Ilm-Kreis, SK Suhl, Saale-Holzland Kreis, Greiz, Hildburghausen, Saale-Orla Kreis, Saalfeld-Rudolstadt, Sonneberg, Jena und Gera.

      Rheinland-Pfalz:
      Landkreis Birkenfeld

      Hessen:
      Landkreise Marburg-Biedenkopf, Odenwaldkreis und Bergstrasse, Darmstadt-Dieburg, Offenbach Main-Kinzig Kreis, Groß Gerau und Darmstadt.

      Saarland:
      Landkreise Erzgebirgskreis, Bautzen, Zwickau, Saar-Pfalz-Kreis


      Es gibt noch weitere Gebiete innerhalb Deutschlands in denen FSME-Einzelerkrankungen aufgetreten sind und die aufgrund des sporadischen Auftretens nicht als FSME-Risikogebiet deklariert werden.

      Schutz
      Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).