Dominikanische Republik

Stand: 17. Jan 2019

Meldungen

4. Jan 2019: Dominikanische Republik: Zwei Tollwut-Todesfälle
Im Dezember 2018 erkrankten und starben zwei Kinder an Tollwut. Weiter lesen

7. Dez 2018: Dom. Rep.: Mehr Malariakranke als im Vorjahr
In den vergangenen Wochen wurden im beliebten Karibikstaat auf der Insel Hispaniola Malaria-Fälle beobachtet - darunter auch importierte Malaria-Fälle. Weiter lesen

1. Apr 2018: Dominikanische Republik: Warnung vor Diphtherie
Da in Haiti die Diphtherie in den vergangenen Wochen zu mehreren Erkrankungen geführt hat, warnen die Behörden jetzt die Bevölkerung in den Grenzgebieten. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

Dengue Fieber
In den vergangenen Jahren wurden vermehrt Dengue Fieber-Fälle berichtet - darunter auch Todesfälle. In vielen Provinzen der Dominikanischen Republik tritt die Überträgermücke des Dengue Fiebers auf, v.a. auch in der Hauptstadt Santo Domingo. Urlauber sollten daher an gute Mückenschutzmaßnahmen denken.

Tollwut
Am 29. Dezember 2018 starb ein Fünfjähriger im Krankenhaus von Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, an Tollwut. Dabei soll es sich um den vierten Tollwut-Fall handeln der 2018 im Karibikstaat auf der Insel Hispaniola aufgetreten ist. Der Junge wurde am 19. November 2018 in der Provinz Pedernales, im Südwesten der Halbinsel von einem Hund gebissen. Vorausgegangen war der Todesfall eines Sechsjährigen am 14. Dezember 2018, der ebenfalls an Tollwut starb. Tragische Erkrankungsfälle bekräftigen die Tollwut-Impfempfehlung für Reisende vor allem bei Langzeitreisen in Länder mit erhöhtem Tollwutvorkommen. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen. Dieser sollte neben der Wundversorgung eine aktive und passive Immunisierung gegen Tollwut durchführen. Es sollte jedoch bedacht werden, dass in vielen tropischen und subtropischen Ländern die medizinische Infrastruktur - v.a. in den ländlichen Regionen - unterentwickelt ist, so dass im Notfall u.U. nicht die richtigen Medikamente oder medizinischen Einrichtungen in der erforderlichen Zeit zur Verfügung stehen.
Nach Hochrechnungen der WHO handelt es sich bei 40% aller Tollwut-Opfer um Kinder und Jugendliche unter dem  15. Lebensjahr. Hauptüberträger der Tollwut ist nachwievor der Hund. Viele Hunde leben frei und herrenlos auf den Straßen. Deshalb gilt als eiserne Regel, sich von freilaufenden Hunden – vor allem auch Welpen – fernzuhalten, da durch infizierte Tiere die Gefahr der Virusübertragung auf den Menschen besteht.  

Chikungunya Fieber
Landesweit erhöhtes Übertragungsrisiko mit regionalen Schwankungen.Auch unter deutschen Touristen werden Erkrankungsfälle beobachtet. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen.

Malaria
Die Gesundheitsbehörden der Dominikanischen Republik berichten, dass die Zahl der Malaria-Erkrankungen 2018 im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. In 92% aller Fälle handelte es sich um eine Malaria tropica, die gefährliche Form der Malaria und in den übrigen Fällen um Mischinfektionen. Aufgrund der regional oftmals mangelhaften medizinischen Infrastruktur, kann eine Unterfassung der Malaria-Fälle angenommen werden. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) schätzt das Malaria-Infektionsrisiko jedoch als „gering“ ein. Die Risikogebiete liegen im ganzen Land verstreut, insbesondere in den  Westprovinzen (Dajabon, Elias Pina, San Juan, Baoruco, National Distrikt, Provinz Domingo) und in den Touristenresorts im Osten (v.a. Provinz Altagracia). Als Malariafrei gelten die großen Städte Santo Domingo und Santiago. Malaria-Erkrankungen bei Touristen treten in der Dominikanischen Republik eher sporadisch auf. Reisende die während oder nach ihrem Aufenthalt in der Dominikanischen Republik Fieber entwickeln, sollten sofort medizinische Hilfe aufsuchen und eine Malaria-Erkrankung ausschließen lassen. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt bei touristischen Reisen in die Dominikanische Republik neben guten Mückenschutzmaßnahmen, die  Mitnahme eines Malaria-Notfallmedikamentes. Eine reisemedzinische Malariaberatung zur Klärung des individuellen Malariarisikos ist empfohlen.

Zika-Virus
Gelegentlich werden Zika-Virus-Infektionen in der Dominikanischen Republik registriert. Die Mückenart die das Zika-Virus überträgt tritt landesweit mit regionalen Häufungen auf. In Höhen über 2.000m kommt die Mückenart jedoch nicht mehr vor. Reisende die sich in Regionen oberhalb von 2000m aufhalten, haben somit kaum ein Risiko mit dem Zika-Virus infiziert zu werden. Grundsätzlich sollten Touristen tagsüber regelmäßige Mückenschutzmaßnahmen treffen z.B. durch das bevorzugte Tragen von heller langärmeliger Kleidung und das Auftragen von Antimückencremes, - lotionen, etc. an freien Hautstellen. Die WHO rät Schwangeren nicht in Länder mit Zika-Vorkommen zu reisen. Sexualpartner schwangerer Frauen, die sich in einem Land mit Zika-Virus-Vorkommen aufhalten oder aufhielten, sollten laut WHO für die Dauer der Schwangerschaft auf sexuelle Aktivitäten verzichten oder vorbeugende  Verhütungsmaßnahmen ergreifen. Als Unterkunft sollten klimatisierte Räume gewählt werden, da in kühlen Räumlichkeiten weniger Mücken auftreten. Von Stadtregionen mit mangelhaften hygienischen Umständen sowie offenen Wasserstellen sollte man sich Fernhalten, da hier vermehrt Mückenbrutplätze anzutreffen sind.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Die Dominikanische Republik gilt seit 1985 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen.Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Cholera
In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Erkrankungsfällen. Urlauber in Ferienhotels unter normalen Reisebedingungen, haben nur ein sehr geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen, erwogen werden. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen.


Regenzeit (Mai – November)
Während der Regenzeit besteht ein erhöhtes Risiko für durch Mücken übertragbare Erkrankungen (z.B. Dengue Fieber, Chikungunya Fieber, Malaria). Die Mücken sind fast überall präsent, so dass gute Mückenschutzmaßnahmen Tag und Nacht unverzichtbar sind.  

Impfempfehlungen

Cholera

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Risikogebiete

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gelbfieber

Impfschutz: nein

Bemerkung:

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Gesundheitsrisiken

Bilharziose

Anmerkung: Vorkommen: landesweit im Süßwasser

Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)

Dengue-Fieber

Anmerkung: Vorkommen: landesweit
Erhöhtes Risiko während und nach Regenperioden

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Hepatitis B

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.

Leishmaniasis

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Malariahinweise

Risikogebiete: Geringes Risiko ganzjährig landesweit, v.a in den westlichen Provinzen z. B. San Juan, Bahoruco, Dajabón und Elias Pina, so wie in der Provinz Domingo und in La Altagracia (Punta Cana); Als malariafrei gelten Santo Domingo und Santiago

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: 100 % Malaria tropica (P. falciparum) Vorkommen

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit empfohlen, v.a in den westlichen Provinzen (z. B. San Juan, Bahoruco, Dajabón und Elias Pina, so wie in der Provinz Domingo und in La Altagracia (Punta Cana)

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Malariarisikogebiete

Malariavorkommen

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
191919212222222322222120

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
292929293031313131313029

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
787375767778787879797979

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
7657111211111111108

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