Gabun

Stand: 22. Sep 2020

Meldungen

12. Jul 2020: Gabun: Gelbfieber in Nyanga Provinz
Die WHO empfiehlt internationalen Reisenden eine Schutzimpfung und Abklärung der Fieberursache, da auch andere fieberhafte Infektionskrankheiten im Land vorkommen. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

COVID-19
Weiterhin werden weltweit COVID-19-Fälle verzeichnet. Über die aktuellen Zahlen weltweit informiert die WHO, über die aktuellen Zahlen in Deutschland informiert das Robert Koch-Institut. Hilfreiche Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus bietet das Bundesministerium für Gesundheit an. Aktuelle Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise können beim Auswärtigen Amt eingesehen werden.

Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Gaabun gilt seit 1996 als poliofrei. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung:

Alle Personen sollten einen vollständigen Impfschutz haben (Auffrischung alle 10 Jahre).

Gelbfieber

Impfschutz: ja

Bemerkung: Eine Gelbfieberimpfung ist empfohlen und vorgeschrieben. Impfvorschriften sind zu beachten.

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung:

Impfung empfohlen für Risikopersonen und Reisen in Regionen mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung:

Ein Hepatitis B-Infektionsrisiko besteht weltweit. Risikopersonen bzw. bei Reisen mit erhöhtem Risiko ist eine Impfung empfohlen.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung:

Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten (Kinder/Jugendliche entsprechend STIKO-Impfkalender).

Masern

Impfschutz: ja

Bemerkung:

Schutzimpfung als Standardimpfung empfohlen. Zudem besteht seit 1.3.2020 das Masernschutzgesetz.

Meningokokken-Meningitis

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Meningokokken treten je nach Region in unterschiedlichen Serogruppen auf. Zu den überwiegenden Serogruppen in Afrika außerhalb des Meningitisgürtels gehören B und W (ferner auch C und Y). Es stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Reisenden in Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko - durch z. B. häufige und enge Personenkontakte, bei Menschenansammlungen und/oder erhöhtem Meningokokken-Vorkommen (z. B. Ausbrüche oder saisonale Häufungen während der Trockenzeit Dezember bis Juni) ist eine Schutzimpfung empfohlen.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung:

Alle Personen sollten einen vollständigen Impfschutz haben (Auffrischung alle 10 Jahre).

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Impfvorschriften

Landeseigene Impfvorschriften sind zu beachten. Die Einreisevorschriften werden durch die Länder selbst erhoben. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Abreise bezüglich aktueller Vorschriften. Viele Botschaften haben die Informationen dazu veröffentlicht und auf ihre Websites gestellt. Aufgrund der Aufforderung zur Polio-Impfung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann bei fehlendem Impfnachweis die Ausreise aus dem Land verweigert bzw. auf dem Flughafen bei der Ausreise geimpft werden.

Gelbfieber
Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise für alle Reisenden vorgeschrieben, die älter als 1 Jahr sind.

Gabun gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete. Der Nachweis einer einmalig gültigen Gelbfieber-Impfung bei Einreise. Eine Auffrischimpfung ist demnach nicht mehr erforderlich.

Gesundheitsrisiken

Bilharziose

Anmerkung: Vorkommen: im Süßwasser landesweit v.a. Küstenregionen um Libreville und Einzugsgebiet des Ogowe

Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Filariosen

Anmerkung: Loa loa: Vorkommen vorwiegend nördl. und östl. Landesteile

Schutz: Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Gelbfieber

Anmerkung: Vorkommen: Provinz Ogooué-Ivindo (Makouko)

Schutz: Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Hepatitis B

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.

Schlafkrankheit

Anmerkung: herdförmiges Auftreten

Schutz: Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Zeckenbissfieber

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).

Zika-Virus Infektion

Anmerkung: Regionales Auftreten

Schutz: Guter Mückenschutz; Schwangere sollten wegen möglicher sexueller Übertragbarkeit der Viren "Safer Sex" praktizieren, wenn ihre Partner in betroffenen Gebieten leben oder aus solchen zurückkehren (WHO). Darüber hinaus sollten Schwangere, die sich in einem Zika-Ausbruchsgebiet aufgehalten haben, ihren Frauenarzt darauf hinweisen, damit der Verlauf der Schwangerschaft entsprechend überwacht werden kann. Paare, die in einem Zika-Ausbruchsgebiet waren, sollten nach ihrer Rückkehr mindestens sechs Monate mit einer Schwangerschaftsplanung warten.

Malariahinweise

Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: > 99 % Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig landesweit einschließlich der Städte

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Malariarisikogebiete

Malariavorkommen

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
232223232221202122222222

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
313132323129282929303031

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
858584858478777881868784

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
131115141111311191913

Botschaften


Botschaft der Gabunischen Republik

Hohensteiner Straße 16
14197 Berlin
Tel.: (030) 51 65 44 790
Fax.: (030) 51 65 44 794
Email: ambga.allemagne@diplomatie.gouv.ga
Web: www.amba-allemagne.ga

Hausanschrift
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

329 Boulevard de la Nation, Centre-Ville
Immeuble les Frangipaniers
Libreville
Gabun
Tel.: +241 01 76 01 88, +241 01 74 27 90
Email: info@libreville.diplo.de
Web: www.libreville.diplo.de
Hinweis: Keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe. Keine Erteilung von Visa

Postanschrift
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

B.P. 299
Libreville
Gabun

Hausanschrift
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

Nouvelle Route Bastos
Bastos-Usine
Jaunde
Kamerun
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 8-12 Uhr
Tel.: +237 2 22 21 00 56, +237 2 22 21 72 92
Fax.: +237 2 22 21 62 11, +237 2 22 20 73 13
Email: info@jaunde.diplo.de
Web: www.jaunde.diplo.de
Hinweis: Der Leiter der Vertretung ist zugleich als Botschafter in der Zentralafrikanischen Republik mit Sitz in Jaunde akkreditiert. Die Vertretung unterstützt die Botschaft Libreville (Gabun) in Rechts- und Konsularangelegenheiten.

Postanschrift
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

B.P. 1160
Yaoundé
Kamerun