• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Dengue Fieber
      Ganzjähriges landesweit Vorkommen mit regionalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc) empfohlen.

      Chikungunya Fieber
      Landesweit erhöhtes Übertragungsrisiko mit regionalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen.

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

      Cholera
      Das Cholerarisiko nach Hurrikan Mathew steigt. Unter den rund 750.000 Hilfsbedürftigen, die der Wirbelsturm in einem Trümmerfeld oftmals von der Umwelt vollständig abgetrennt zurückgelassen hat, sind bereits mehrere Cholera-Fälle aufgetreten. Im Süden des Landes sind sogar einige Cholera-Todesfälle verzeichnet worden. Aufgrund der verheerenden Notsituation vor Ort, der mangelhaften sanitären und hygienischen Möglichkeiten, sowie der eingeschränkten medizinischen Versorgung besteht derzeit ein erhöhtes Risiko für den Ausbruch unterschiedlicher Infektionen, wie u.a. Magen-Darm-Infektionen, Cholera, Typhus aber auch Malaria. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sollten immer durchgeführt werden. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden in Haiti 27.742 Cholera-Verdachtsfälle registriert – darunter 255 Todesfälle. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) Schutzimpfung empfohlen. Die Cholera hält landesweit seit 2010 an und konnte seither nicht vollständig bekämpft werden. Seit dem Erdbeben im Oktober 2010 herrschen immer noch in vielen Regionen mangelhafte sanitäre Verhältnisse und hygienisch schlechte Lebensbedingungen, die den Ausbruch von Infektionskrankheiten wie der Cholera fördern. Verunreinigtes Trinkwasser ist dabei eine der häufigsten Ursachen. Die meisten aller in Nord-, Mittel- und Südamerika gemeldeten Cholera-Fälle (98%) wurden seit 2010 aus Haiti berichtet.Aufgrund der stark eingeschränkten medizinischen Versorgung können viele Erkrankungsfälle nicht ausreichend versorgt oder rechtzeitig diagnostiziert werden. Die meisten Fälle wurden in Port-au-Prince (Ouest) und Artibonite berichtet, weitere in den zentralen, nördlichen und südlichen Landesteilen. Aktuell wurden Erkrankungen und Todesfälle aus dem Süden Haitis beobachtet. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen, erwogen werden. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Haiti gilt seit 1989 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Cholera
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Risikogebiete
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Bemerkung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Süßwasser
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit
      Übertragungsmonate: v.a. August -Februar
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Geringes Risiko landesweit unter 600 m Höhe. Ein Übertragungsrisiko besteht auch in den Städten.

      Minimales Risiko: Port-au-Prince

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

      Malariaart: ausschließlich Malaria tropica (P. falciparum)

      Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit unter 600 m Höhe, auch in den Städten

      Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in Port-au-Prince

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      202021222223232323222221

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      313132323233343433323131

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      585858606561566165686661

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      35711138711121273
  • Botschaften


    • Botschaft der Republik Haiti

      Uhlandstraße 14
      10623 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-16 Uhr
      Tel.: (030) 885 541 34
      Fax.: (030) 886 242 79
      Email: amb.allemagne@diplomatie.ht

      Hausanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      2, Impasse Claudinette, Bois Moquette
      Pétion-Ville
      Port-au-Prince
      Haiti
      Tel.: (00509) 29 49 02 02
      Email: info@port-au-prince.diplo.de
      Web: www.port-au-prince.diplo.de
      Hinweis: Amtsbezirk: Haiti. Die Zuständigkeit für Rechts- und Konsularangelegenheiten für Haiti liegt bei der Botschaft Santo Domingo/Dominikanische Republik.

      Postanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      P.O. Box 1147
      Port-au-Prince
      Haiti

      Hausanschrift
      Embajada de la República Federal de Alemania

      Edificio Torre Piantini Piso 16
      Calle Gustavo Mejia Ricart, esq. Ave. Abraham Lincoln,
      Santo Domingo
      Dominikanische Republik
      Tel.: (0018 09) 542 89 49, 542 89 50
      Fax.: (0018 09) 542 89 55
      Email: info@santo-domingo.diplo.de
      Web: www.santo-domingo.diplo.de
      Hinweis: In Rechts- und Konsularangelegenheiten ist die Botschaft auch für Haiti zuständig.

      Postanschrift
      Embajada de la República Federal de Alemania

      Apartado 1235
      Santo Domingo
      Dominikanische Republik