• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Kinderlähmung (Polio)
      In der Zeit von 6. bis 16. Februar 2016 wurden der WHO weitere drei Polio-Fälle durch Impfstoff-abgeleitete Polioviren Typ 1 (cVDPV1) aus der Vientiane Provinz in Laos berichtet. Insgesamt steigt damit die Zahl der seit Oktober 2015 bis 25. Februar 2016 gemeldeten Fälle in Laos auf 10 an. In Stuhlproben von nicht erkrankten Kontaktpersonen aus Bolikhamxay, Xaisomboun und Vientiane wurde in 23 Fällen Impfstoff-abgeleitete Polioviren Typ 1 nachgewiesen. Um eine Ausbreitung zu verhindern wurden seither Schutz- und Impfmaßnahmen durchgeführt. Nach Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation wird das Risiko der Ausbreitung der Kinderlähmung durch den internationalen Reiseverkehr dennoch als gering eingestuft. Dennoch ruft die WHO die Länder zur Vorsicht auf. Die Weltgesundheitsorganisation legte der Regierung des Landes daher nahe, allen Personen die sich länger als vier Wochen im Land aufhalten, vor der Ausreise eine Impfung gegen Kinderlähmung zu empfehlen. Die Impfung soll zwischen 4 Wochen und einem Jahr vor der Abreise verabreicht werden. Diese Maßnahme soll, laut WHO, der Vorbeugung dienen, dass sich die Erkrankung nicht weiter ausbreitet. Die Impfung soll zudem in einen international gültigen Impfausweis dokumentiert werden. Für die Polio-Endemieländer Afghanistan und Pakistan besteht weiterhin eine Impfempfehlung gegen Kinderlähmung. Weltweit wurden in diesem Jahr (bis 6.7.2016) 19 Polio-Wildvirus-Fälle aus nur zwei Ländern berichtet (Pakistan: 13; Afghanistan:6). Im vergangenen Jahr wurden weltweit insgesamt 74 Polio-Fälle ebenfalls aus nur zwei Ländern berichtet (Pakistan 54, Afghanistan 20).

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.


      Tollwut
      Landesweites Tollwut-Risiko v.a. durch Hunde. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Asien gilt als der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen. Der Hauptüberträger der Tollwut ist der Hund. Rund 40.000 Todesfälle werden jährlich aus dem asiatischen Raum gemeldet. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten Risikogruppe gehören Rucksackreisende, Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzEmpfehlung
      Krankheit
      Cholera
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Risikogebiete
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Empfehlung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende mit längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit im Süßwasser
      v.a. Mekong-Ebene, Insel Khong, Ngum-Gebiet
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      Infektionsgebiete: v.a. in den Provinzen Attapue, Bokeo, Kahammouane, Luangnamtha, Luangprabang, Sekong, Ouodomxay, Saravanne, Savannakhet (Phine District), Sayaboury, Sekong
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Nordosten
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Fleckfieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche Gebiete
      Übertragungsmonate: Mai - Oktober
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Tollwut
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Geringes Risiko im ganzen Land

      Kein Malariarisiko: in Vientiane

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung (v.a. während der Regenzeit Mai - Oktober)

      Malariaart:
      62 % Malaria tropica (P. falciparum); 38 % Malaria tertiana (P. vivax); auch P. knowlesi Vorkommen

      Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig, landesweit empfohlen

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      141719232324242424211816

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      283033343232313131312928

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      777571748285878686827978

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      12471517181816711
  • Botschaften


    • Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Laos

      Bismarckallee 2 a
      14193 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-12 Uhr
      Tel.: (030) 89 06 06 47
      Email: info@laos-botschaft.de
      Web: www.laos-botschaft.de

      Hausanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      Rue Sokpalouang 26 (Sisattanek)
      Vientiane
      Tel.: (00856 21) 31 21-10 / -11
      Email: info@vientiane.diplo.de
      Web: www.vientiane.diplo.de

      Postanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      P.O. Box 314
      Vientiane
      Laos