• Wichtige Hinweise

    • Japanische Enzephalitis
      Während der Regenzeit (Mai-Oktober) besteht ein erhöhtes Risiko für Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden, wie z.B. Japanische Enzephalitis. Reisende in Regionen mit Vorkommen der Japanischen Enzephalitis - insbesondere im Süden des Landes (Terai) - wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen durchzuführen und bei erhöhtem Risiko z.B. durch Trekkingreisen über mehrere Wochen in Reisanbaugebieten, eine Schutzimpfung gegen Japanische Enzephalitis zu erwägen.

      Dengue Fieber
      Ganzjähriges Vorkommen landesweit, mit regionalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Mückenschutzmaßnahmen empfohlen. Zum ersten Mal wurden im Jahr 2010 aus der Hauptstadt Kathmandu zwei Dengue Fieber-Fälle berichtet. Aus dem in 1.300m Höhe gelegenen Kathmandu-Tal wurde das Dengue Fieber bislang noch nicht berichtet. Bereits fünf Jahre zuvor wurden in Distrikten des Terai vereinzelte Erkrankungen berichtet. Das Terai ist eine fruchtbare Tiefebene und dem zentralem Bergland Nepals südlich vorgelagert. Für Kathmandu sind dies die aller ersten Dengue Fieber-Fälle. Katmandu bildet mit seinen eindrucksvollen Palästen und interessanten Sehenswürdigkeiten ein gern bereistes Urlaubsziel für Rucksacktouristen, Bergsteiger und Weltreisende. Touristen sollten - trotz der Höhenlage - auf einen guten Mückenschutz achten.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Die letzten Polio-Fälle in Nepal wurden im Jahr 2010 registriert. Weltweit wurden in diesem Jahr (bis 6.7.2016) 19 Polio-Wildvirus-Fälle aus nur zwei Ländern berichtet (Pakistan: 13; Afghanistan:6). Im vergangenen Jahr wurden weltweit insgesamt 74 Polio-Fälle ebenfalls aus nur zwei Ländern berichtet (Pakistan 54, Afghanistan 20). Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist nicht erreicht werden kann. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt Reisenden nach Südasien grundsätzlich einen Impfschutz gegen Kinderlähmung. Die letzten Polio-Fälle in Nepal wurden im Jahr 2010 registriert (2010: 6; 2008: 6; 2007:5; 2006: 4; 2005: 4). Bei  Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

      Tollwut
      Landesweites Tollwut-Risiko, v.a. durch streunende Hunde im Dang-Distrikt, West-Nepal. Rund 100 menschliche Tollwutfälle werden jährlich aus Nepal berichtet. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Asien gilt als der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen. Der Hauptüberträger der Tollwut ist der Hund. Rund 40.000 Todesfälle werden jährlich aus dem asiatischen Raum gemeldet. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten Risikogruppe gehören Rucksackreisende, Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzEmpfehlung
      Krankheit
      Cholera
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Risikogebiete
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Empfehlung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende mit längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Polio
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (über dem 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhielten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      Infektionsgebiete: v.a. Distrikte Baitadi, Dhanusha, Jhapa, Khatmandu
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche und suburbane Gebiete v.a. Reisanbaugebiete im S (Terai)
      Übertragungsmonate: Saisonale Häufung Juli - Dezember
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      Vorkommen: vor allem im Tiefland
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Tollwut
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: geringes Risiko in den südlichen, ländlichen Regionen des Terai-Distriktes (einschließlich der Hügelwälder und Waldregionen Bara, Dhanusha, Kapilvastu, Mahotari, Parsa, Rautahat, Rupendehi, Sarlahi) und entlang der indischen Grenze (z. B. Royal Chitwan Park v. a. im Juli bis Oktober).

      Kein Malariarisiko: Kathmandu, Pokhara, Himalaya

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung mit erhöhtem Risiko während der Regenzeit

      Malariaart: 21 % Malaria tropica (P. falciparum);m 79 % Malaria tertiana (P. vivax)

      Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den südlichen, ländlichen Regionen des Terai-Distriktes (einschließlich der Hügelwälder und Waldregionen Bara, Dhanusha, Kapilvastu, Mahotari, Parsa, Rautahat, Rupendehi, Sarlahi) und entlang der indischen Grenze (z.B. Royal Chitwan Park v. a. Juli bis Oktober).

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      2471216192020191373

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      181925283029292828272319

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      807963313776848687878681

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      15261015212012410
  • Botschaften


    • Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik Nepal

      Guerickestraße 27, 2. Etage
      10587 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-13 und 14-17 Uhr
      Tel.: (030) 34 35 99 20 22
      Web: www.nepalembassy-germany.de

      Hausanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      Gynaneshwar
      Kathmandu
      Tel.: +977 1 441 27 86, +977 1 441 65 27, +977 1 441 68 32, +977 1 441 66 55
      Email: info@kathmandu.diplo.de
      Web: www.kathmandu.diplo.de

      Postanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      P.O. Box 226
      Kathmandu
      Nepal