• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • COVID-19
      Weiterhin werden weltweit COVID-19-Fälle verzeichnet. Über die aktuellen Zahlen weltweit informiert die WHO, über die aktuellen Zahlen in Deutschland informiert das Robert Koch-Institut. Hilfreiche Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus bietet das Bundesministerium für Gesundheit an.Aktuelle Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise können beim Auswärtigen Amt eingesehen werden.

      Meningokokken Meningitis-Erkrankungen
      Während der Trockenzeit kommt es in Nigeria regelmäßig zu einem Anstieg der Erkrankungszahlen für Meningokokken Meningitis. Betroffen sind vor allem in den nordwestlichen Staaten, wie u.a. Sokoto, Kebbi, Zamfara, Katsina, Kaduna und Niger. Der einzig wirksame Schutz ist eine Impfung gegen die Serogruppen A,C,W135 und Y. 
      Lassa-Fieber

       Gelegentliches regionales Auftreten. Bis zum 19. Mai 2019 wurden insgesamt 2.504 Lassa-Fieber-Verdachtsfälle in Nigeria registriert. Die Erkrankungsfälle wurden aus 21 Staaten des Landes berichtet: Edo, Ondo, Bauchi, Nasarawa, Ebonyi, Plateau, Taraba, FCT, Adamawa, Gombe, Kaduna, Kwara, Benue, Rivers, Kogi, Enugu, Imo, Delta, Oyo, Kebbi und Cross River. Die am stärksten betroffenen Regionen liegen in den Bundesstaaten Edo und Ondo. Aktuelle  Erkrankungen wurden in den vergangenen Maiwochen v.a. aus Edo, Ebonyi und Ondo gemeldet. Seit Beginn des Ausbruchs 2019 waren es 129 Todesfälle die infolge des Lassa-Fiebers registriert wurden. Unter den Erkrankten befinden sich auch Gesundheitshelfer aus verschiedenen Staaten. Lassa Fieber tritt in Nigeria insbesondere während der sechsmonatigen Trockenzeit  vermehrt auf. Eine schwedische Touristin erkrankte 2016 an Lassa-Fieber, nachdem sie zuvor sechs Wochen durch das westafrikanische Liberia reiste. Die letzten Wochen besuchte sie die nördlichen und nordwestlichen Landesteile. Das Infektionsrisiko für Reisende ist jedoch generell als gering einzustufen. Seit über 40 Jahren werden aus den Infektionsgebieten Erkrankungs- und Todesfälle berichtet. Die Übertragung erfolgt durch Ratten. Das Lassa-Fieber ist auch bei Reisenden in den vergangenen Jahren vereinzelt aufgetreten. Zuletzt wurde im Jahr 2006 bei einem deutschen Reisenden der aus Sierra Leone nach Deutschland  zurückkehrte Lassa-Fieber diagnostiziert. Im Januar 2000 erkrankte eine deutsche Reisende nach einem siebenwöchigen Aufenthalt in Ghana und an der Elfenbeinküste an Lassa-Fieber und starb am zwölften Krankheitstag. Im gleichen Jahr starb ein Nigerianer an Lassa-Fieber, der zur Behandlung der Erkrankung nach Deutschland geflogen wurde. Übertragen wird die Viruserkrankung vor allem durch Ratten. Die Tiere scheiden das Virus durch ihren Urin aus und können dadurch Betten, Böden und Lebensmittelvorräte der Landbevölkerung verunreinigen. Die Übertragung auf den Menschen findet somit zumeist durch eine orale Aufnahme von verunreinigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser bei mangelnder Hygiene statt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Erkrankten (z.B. bei medizinischen Pflegepersonal). Eine Ansteckung mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist eher seltener der Fall.

      Cholera
      Gelegentliches Auftreten von Cholera in einigen Bundesstaaten u.a. Adamawa, Bauchi, Borno, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Plateau and Zamfara. Als hauptsächliche Infektionsursache wird verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel angenommen. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) ist eine Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, sowie für Einsätze bei Katastrophen und in Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen empfohlen werden.

      Masern
      Landesweit regionales Auftreten, v.a. westlicher Bundesstaat Niger. Betroffen sind vor allem die Bezirke Nassarawa C, Ungwan Daji, Tayi, Albishir, Dutse Kura Gwari und  Kutirku in Chanchanga. Impfung empfohlen für ungeimpfte Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, o. ä. arbeiten. 

      Malaria
      Landesweites Vorkommen. Nigeria ist das Reiseland, aus dem die zweitmeisten Malaria tropica-Erkrankungen nach Deutschland importiert werden. Reisende sollten sich rechtzeitig vor der Reise reisemedizinisch beraten lassen. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

      Gelbfieber
      Landesweites Auftreten v.a. betroffen sind Kano, Kebbi, Kogi, Kwara, Nasarawa und Zamfara. Daher ist ein Schutz für Reisende bestehend aus sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen und Gelbfieber-Impfung empfohlen.Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Nigeria gehört zu den Ländern mit Polio-Risiko. Durch intensive Impfkampagnen in der Bevölkerung, wurden in Nigeria seit 2016 keine Infektionen durch Wildpolioviren ("WPV")  mehr nachgewiesen. Weiterhin besteht jedoch ein Risiko durch zirkulierende Polio-Impfviren (Lebendimpfstoff), daher ist bis auf weiteres ein Impfschutz empfohlen.

      Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

  • Impfempfehlungen

  • Impfvorschriften

    • Landeseigene Impfvorschriften sind zu beachten. Die Einreisevorschriften werden durch die Länder selbst erhoben. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Abreise bezüglich aktueller Vorschriften. Viele Botschaften haben die Informationen dazu veröffentlicht und auf ihre Websites gestellt. Aufgrund der Aufforderung zur Polio-Impfung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann bei fehlendem Impfnachweis die Ausreise aus dem Land verweigert bzw. auf dem Flughafen bei der Ausreise geimpft werden.

      Gelbfieber
      Für alle Reisenden (über dem 9. Lebensmonat) ist eine Gelbfieberimpfung erforderlich.

      In Nigeria gelten 14 Bundesstaaten als Gelbfieber-Infektionsgebiete (Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Cross River, Kaduna, Kwara, Imo, Lagos, Niger, Ogun, Omdo, Oyo, Plateau). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende. Seit 11.07.2016 gilt laut Internationaler Gesundheitsvorschrift (IGV) der Nachweis einer einmalig gültigen Gelbfieber-Impfung bei Einreise. Eine Auffrischimpfung ist demnach nicht mehr erforderlich.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit im Süßwasser
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Borreliose
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      regionale Infektionsgebiete v.a. in den Bundesstaaten Abuja, Akwa Ibom, Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Borno, Gongola, Imo, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Kwara, Lagos, Niger, Ogun, Ondo, Oyu, Plateau, Rivers, Sokoto, Taraba, Yobe und Zamfara
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Fleckfieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche).
      Krankheit
      Gelbfieber
      Anmerkung
      Vorkommen: v.a. in den Staaten Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Cross River, Kaduna, Kano, Kwara, Imo, Lagos, Niger, Ogun, Ondo, Oyo, Plateau
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Norden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Norden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche Gebiete , v.a. im Norden und Westen
      Übertragungsmonate: Dezember-Mai
      Schutz
      Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
      Krankheit
      Schlafkrankheit
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Zeckenbissfieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
      Krankheit
      Zika-Virus Infektion
      Anmerkung
      Regionales Auftreten
      Schutz
      Guter Mückenschutz; Schwangere sollten wegen möglicher sexueller Übertragbarkeit der Viren "Safer Sex" praktizieren, wenn ihre Partner in betroffenen Gebieten leben oder aus solchen zurückkehren (WHO). Darüber hinaus sollten Schwangere, die sich in einem Zika-Ausbruchsgebiet aufgehalten haben, ihren Frauenarzt darauf hinweisen, damit der Verlauf der Schwangerschaft entsprechend überwacht werden kann. Paare, die in einem Zika-Ausbruchsgebiet waren, sollten nach ihrer Rückkehr mindestens sechs Monate mit einer Schwangerschaftsplanung warten.
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

      Malariaart: > 99 % Malaria tropica (P. falciparum)

      Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      232526252423232323232424

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      313232323129282828293131

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      757677778084848182817977

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      2371016201610141672
  • Botschaften


    • Botschaft der Bundesrepublik Nigeria

      Neue Jakobstraße 4
      10179 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10-14 Uhr
      Tel.: (030) 212 300
      Fax.: (030) 212 302 12
      Email: info@nigeriaembassygermany.org
      Web: www.nigeriaembassygermany.org

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      Embassy of the Federal Republic of Germany

      9 Lake Maracaibo Close
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      Nigeria
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      Fax.: +234 9 220 80 09
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      Web: www.nigeria.diplo.de

      Postanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      P.O.B. 5177
      Wuse
      Abuja F.C.T.
      Nigeria