• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Meningokokken Meningitis-Erkrankungen
      Die Zahl der Meningokokken Meningitis-Erkrankungen (eitrige Hirnhautentzündung) in Nigeria hat seit Januar 2017 erheblich zugenommen. Vor allem in den nördlichen Landesteilen hat sich die Infektionskrankheit ausgebreitet. Mehr als 1.000 Menschen sind bereits an den Folgen der Erkrankung gestorben. Nach Aussage des nationalen Gesundheitsministeriums ist der Ausbruch unter Kontrolle. Bis 9. Mai 2017 sind 13.420 Verdachtsfälle in 23 Staaten registriert worden. Alle 36 Bundesstaaten des Landes sind von der Meningokokken Meningitis betroffen, am stärksten verbreitet sind die Meningokokken der Serogruppe C. Die ersten Erkrankungen traten bereits im November 2016 im Bundesstaat Zamfara auf, von dort aus breitete sich die Krankheit über alle Bundesstaaten aus. Die Regierung führt bereits breitflächige angelegte Impfkampagnen in der Bevölkerung durch, um der weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Während der Trockenzeit kommt es in Nigeria regelmäßig zu einem Anstieg der Erkrankungszahlen für Meningokokken Meningitis. Aktuell sind es die Meningokokken der Serogruppe C, die am stärksten präsent sind, vor allem in den nordwestlichen Staaten, wie u.a. Sokoto, Kebbi, Zamfara, Katsina, Kaduna und Niger. Der einzig wirksame Schutz ist eine Impfung gegen die Serogruppen A,C,W135 und Y. 

      Lassa-Fieber

      In diesem Jahr wurde aus Borno ein Lassa-Fall gemeldet. Wie das lokale Gesundheitsministerium am 1. März 2017 mitteilte, wurde in Borno 1969 der erste Lassa-Fall aus Askira Uba berichtet. Seitdem waren in der Region keine neuen Fälle aufgetreten.
      Laut WHO sind seit November 2015 mehr als 160 Menschen  in West Afrika an Lassa Fieber gestorben - die meisten in Nigeria. Erkrankungsfälle des Lassa-Fiebers werden aus Nigeria aus mehreren Provinzen berichtet u.a. aus den Provinzen Edo,Plateau, Bauchi, Borno, Gombe, Kogi, Kwara, Nasarawa, Ondo und Taraba. Im vergangenen Jahr 2016 wurde die Erkrankung aus 23 von 36 Provinzen des Landes gemeldet. Die Infektionskrankheit wird vor allem in der ersten Jahreshälfte gehäuft beobachtet, ist aber das ganze Jahr über präsent. Das Infektionsrisiko für Reisende ist gering. Seit über 40 Jahren werden aus den Infektionsgebieten Erkrankungs- und Todesfälle berichtet. Die Übertragung erfolgt durch Ratten. Das Lassa-Fieber ist auch bei Reisenden in den vergangenen Jahren vereinzelt aufgetreten. Zuletzt wurde im Jahr 2006 bei einem deutschen Reisenden der aus Sierra Leone nach Deutschland  zurückkehrte Lassa-Fieber diagnostiziert. Im Januar 2000 erkrankte eine deutsche Reisende nach einem siebenwöchigen Aufenthalt in Ghana und an der Elfenbeinküste an Lassa-Fieber und starb am zwölften Krankheitstag. Im gleichen Jahr starb ein Nigerianer an Lassa-Fieber, der zur Behandlung der Erkrankung nach Deutschland geflogen wurde. Übertragen wird die Viruserkrankung vor allem durch Ratten. Die Tiere scheiden das Virus durch ihren Urin aus und können dadurch Betten, Böden und Lebensmittelvorräte der Landbevölkerung verunreinigen. Die Übertragung auf den Menschen findet somit zumeist durch eine orale Aufnahme von verunreinigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser bei mangelnder Hygiene statt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Erkrankten (z.B. bei medizinischen Pflegepersonal). Eine Ansteckung mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist eher seltener der Fall.

      Cholera
      Gelegentliches Auftreten von Cholera in einigen Bundesstaaten u.a. Adamawa, Bauchi, Borno, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Plateau and Zamfara. Als hauptsächliche Infektionsursache wird verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel angenommen. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) ist eine Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, sowie für Einsätze bei Katastrophen und in Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen empfohlen werden.

      Masern
      Landesweit regionales Auftreten, v.a. westlicher Bundesstaat Niger. Sechs Gemeinden in Niger sind betroffen. Betroffen sind vor allem die Bezirke Nassarawa C, Ungwan Daji, Tayi, Albishir, Dutse Kura Gwari und  Kutirku in Chanchanga. Impfung empfohlen für ungeimpfte Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, o. ä. arbeiten. Die Infektionskrankheit hat sich im vergangenen Jahr auf neun Bundesstaaten ausgebreitet – darunter Edo, Benue, Delta, Nasarawa, Taraba und die Plateau Staaten. 2012 wurden in 23 von 36 Bundesstaaten Lassa-Fieber Fälle registriert – darunter 87 Todesfälle. Übertragung erfolgt durch Ratten. Das Lassa-Fieber ist auch bei Reisenden in den vergangenen Jahren aufgetreten. Zuletzt wurde im Jahr 2006 bei einem deutschen Reisenden der aus Sierra Leone nach Deutschland  zurückkehrte Lassa-Fieber diagnostiziert. Im Januar 2000 erkrankte eine deutsche Reisende nach einem siebenwöchigen Aufenthalt in Ghana und an der Elfenbeinküste an Lassa-Fieber und starb am zwölften Krankheitstag. Im gleichen Jahr starb ein Nigerianer an Lassa-Fieber, der zur Behandlung der Erkrankung nach Deutschland geflogen wurde. Übertragen wird die Viruserkrankung vor allem durch Ratten. Die Tiere scheiden das Virus durch ihren Urin aus und können dadurch Betten, Böden und Lebensmittelvorräte der Landbevölkerung verunreinigen. Die Übertragung auf den Menschen findet somit zumeist durch eine orale Aufnahme von verunreinigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser bei mangelnder Hygiene statt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Erkrankten (z.B. bei medizinischen Pflegepersonal). Eine Ansteckung mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist eher seltener der Fall.

      Malaria
      Landesweites Vorkommen. Nigeria ist das Reiseland, aus dem die zweitmeisten Malaria tropica-Erkrankungen nach Deutschland importiert werden. Reisende sollten sich rechtzeitig vor der Reise reisemedizinisch beraten lassen. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

      Gelbfieber
      Regionales Auftreten v.a. im Südosten. Ein Schutz für Reisende besteht durch sorgfältigen Mückenschutz und ggf.Gelbfieber-Impfung. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Nigeria gehört zu den Ländern in denen die Polio endemisch ist, d.h. landesweit vorkommt. Von 1.1. - 10.5.2017 wurden drei Polio-Fälle aus Afghanistan und zwei Polio-Fälle aus Pakistan berichtet (WHO). Aus Nigeria wurden im vergangenen Jahr (2016) vier Poliofälle gemeldet. Weltweit waren es 2016 insgesamt 35 Polio-Wildvirus-Fälle die in drei Ländern registriert wurden (Pakistan: 19; Afghanistan: 12; Nigeria: 4). Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist, nicht erreicht werden kann. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende v.a. bei Hilfseinsätzen weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten.In den vergangenen Jahren wurden aus Nigeria immer wieder Polio-Fälle berichtet (2016: 4; 2015: 0; 2014: 6; 2013: 53; 2012: 122; 2011: 57; 2010: 21; 2009: 388; 2008: 806; 2007: 285; 2006: 1.090; 2005: 749; 2004: 793; 2003: 355). Die Erkrankungsfälle wurden v.a. in den nördlichen Provinzen Sokoto, Zamfara, Kebbi, Katsina, Jigawa, Kano, als auch in Kaduna Niger, FCT Nasarawa, Benue und Borno (im Osten) gemeldet. Bei  Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Cholera
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Risikogebiete
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95 % der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85 % Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten und bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Polio
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Nigeria gehört zu den Polio-Endemieländern. Ein Impfschutz ist unbedingt empfohlen.
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (über dem 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

      In Nigeria gelten 14 Bundesstaaten als Gelbfieber-Infektionsgebiete (Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Cross River, Kaduna, Kwara, Imo, Lagos, Niger, Ogun, Omdo, Oyo, Plateau). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit im Süßwasser
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Borreliose
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      Infektionsgebiete: v.a. in den Bundesstaaten: Abuja, Akwa Ibom, Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Borno, Gongola, Imo, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Kwara, Lagos, Niger, Ogun, Ondo, Oyu, Plateau, Rivers, Sokoto, Taraba, Yobe
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Fleckfieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche).
      Krankheit
      Gelbfieber
      Anmerkung
      Vorkommen: v.a. in den Staaten Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Cross River, Kaduna, Kano, Kwara, Imo, Lagos, Niger, Ogun, Ondo, Oyo, Plateau
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Norden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Norden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche Gebiete , v.a. im Norden und Westen
      Übertragungsmonate: Dezember-Mai
      Schutz
      Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
      Krankheit
      Schlafkrankheit
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Zeckenbissfieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

      Malariaart: > 99 % Malaria tropica (P. falciparum)

      Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      232526252423232323232424

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      313232323129282828293131

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      757677778084848182817977

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      2371016201610141672
  • Botschaften


    • Botschaft der Bundesrepublik Nigeria

      Neue Jakobstraße 4
      10179 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10-14 Uhr
      Tel.: (030) 212 300
      Fax.: (030) 212 301 64
      Email: info@nigeriaembassygermany.org
      Web: www.nigeriaembassygermany.org

      Hausanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      9 Lake Maracaibo Close
      Maitama
      Abuja, F.C.T.
      Tel.: (00234 9) 220 80 10
      Fax.: (00234 9) 220 80 09
      Email: info@abuja.diplo.de
      Web: www.abuja.diplo.de

      Postanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      P.O.B. 5177
      Wuse
      Abuja F.C.T.
      Nigeria