Nigeria

Stand: 13. Jul 2018

Meldungen

24. Mrz 2018: Nigeria: Lassa Fieber in 19 Staaten
Der aktuelle Lassa-Fieber-Ausbruch gilt als einer der größten Ausbrüche des Landes. Aktuell sind 1.495 Personen erkrankt und 119 gestorben. Weiter lesen

23. Feb 2018: Nigeria: Lassa Fieber breitet sich weiter aus
In den vergangenen fünf Wochen sind in 17 Staaten rund 450 Menschen erkrankt und 43 Personen gestorben. Weiter lesen

2. Feb 2018: Nigeria: Lassa Fieber-Ausbruch
Der aktuelle Ausbruch in Nigeria hat bereits zu 22 Todesfälle geführt. Auch für Reisende ist die Krankheit gefährlich. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

Meningokokken Meningitis-Erkrankungen
Die Zahl der Meningokokken Meningitis-Erkrankungen (eitrige Hirnhautentzündung) in Nigeria hat seit vergangenem Jahr 2017 erheblich zugenommen. Vor allem in den nördlichen Landesteilen hat sich die Infektionskrankheit ausgebreitet. Mehr als 1.000 Menschen sind bereits an den Folgen der Erkrankung gestorben. Nach Aussage des nationalen Gesundheitsministeriums ist der Ausbruch unter Kontrolle. Alleine bis 9. Mai 2017 wurden 13.420 Verdachtsfälle in 23 Staaten registriert. Alle 36 Bundesstaaten des Landes sind von der Meningokokken Meningitis betroffen, am stärksten verbreitet sind die Meningokokken der Serogruppe C. Die Regierung führt bereits breitflächige angelegte Impfkampagnen in der Bevölkerung durch, um der weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Während der Trockenzeit kommt es in Nigeria regelmäßig zu einem Anstieg der Erkrankungszahlen für Meningokokken Meningitis. Aktuell sind es die Meningokokken der Serogruppe C, die am stärksten präsent sind, vor allem in den nordwestlichen Staaten, wie u.a. Sokoto, Kebbi, Zamfara, Katsina, Kaduna und Niger. Der einzig wirksame Schutz ist eine Impfung gegen die Serogruppen A,C,W135 und Y. 

Lassa-Fieber

Der aktuelle Lassa-Fieber-Ausbruch in Nigeria gilt als einer der größten Ausbrüche des Landes. Von 1.1. – 18.3.2018 wurden insgesamt 1.495 Verdachtsfälle gemeldet, darunter 119 Todesfälle. Die Todesfälle wurden aus 19 Staaten berichtet: Anambra, Bauchi, Benue, Delta, Ebonyi, Edo, Ekiti, Federal Capital Territory, Gombe, Imo, Kaduna, Kogi, Lagos, Nasarawa, Ondo, Osun, Plateau, Rivers und Taraba. Auch medizinisches Personal erkrankte. Einige verstarben, nachdem sie sich bei der Pflege der Erkrankten selber infizierten. Seite Anfang Januar ist die Zahl von rund 10 Fällen pro Woche auf aktuell 70 Verdachtsfälle pro Woche angestiegen. Am stärksten betroffen sind die Staaten Ebonyi, Edo, und Ondo. Die WHO unterstützt die örtlichen Gesundheitsbehörden bei den Eindämmungsmaßnahmen des Ausbruchs. Lassa Fieber tritt in Nigeria insbesondere während der sechsmonatigen Trockenzeit  vermehrt auf. Im Jahr 2016 kam es in Nigeria zu einem großen Lassa Fieber-Ausbruch bei dem mehr als 80 Menschen starben. Auch eine schwedische Touristin erkrankte 2016  an Lassa-Fieber, nachdem sie zuvor sechs Wochen durch das westafrikanische Liberia reiste. Die letzten Wochen besuchte sie die nördlichen und nordwestlichen Landesteile. Das Infektionsrisiko für Reisende ist jedoch generell als gering einzustufen. Seit über 40 Jahren werden aus den Infektionsgebieten Erkrankungs- und Todesfälle berichtet. Die Übertragung erfolgt durch Ratten. Das Lassa-Fieber ist auch bei Reisenden in den vergangenen Jahren vereinzelt aufgetreten. Zuletzt wurde im Jahr 2006 bei einem deutschen Reisenden der aus Sierra Leone nach Deutschland  zurückkehrte Lassa-Fieber diagnostiziert. Im Januar 2000 erkrankte eine deutsche Reisende nach einem siebenwöchigen Aufenthalt in Ghana und an der Elfenbeinküste an Lassa-Fieber und starb am zwölften Krankheitstag. Im gleichen Jahr starb ein Nigerianer an Lassa-Fieber, der zur Behandlung der Erkrankung nach Deutschland geflogen wurde. Übertragen wird die Viruserkrankung vor allem durch Ratten. Die Tiere scheiden das Virus durch ihren Urin aus und können dadurch Betten, Böden und Lebensmittelvorräte der Landbevölkerung verunreinigen. Die Übertragung auf den Menschen findet somit zumeist durch eine orale Aufnahme von verunreinigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser bei mangelnder Hygiene statt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Erkrankten (z.B. bei medizinischen Pflegepersonal). Eine Ansteckung mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist eher seltener der Fall.

Cholera
Gelegentliches Auftreten von Cholera in einigen Bundesstaaten u.a. Adamawa, Bauchi, Borno, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Plateau and Zamfara. Als hauptsächliche Infektionsursache wird verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel angenommen. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) ist eine Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, sowie für Einsätze bei Katastrophen und in Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen empfohlen werden.

Masern
Landesweit regionales Auftreten, v.a. westlicher Bundesstaat Niger. Sechs Gemeinden in Niger sind betroffen. Betroffen sind vor allem die Bezirke Nassarawa C, Ungwan Daji, Tayi, Albishir, Dutse Kura Gwari und  Kutirku in Chanchanga. Impfung empfohlen für ungeimpfte Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, o. ä. arbeiten. 

Malaria
Landesweites Vorkommen. Nigeria ist das Reiseland, aus dem die zweitmeisten Malaria tropica-Erkrankungen nach Deutschland importiert werden. Reisende sollten sich rechtzeitig vor der Reise reisemedizinisch beraten lassen. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

Gelbfieber
Die Zahl der Gelbfieber-Fälle hat in den Monaten Juli bis Dezember 2017 deutlich zugenommen. Aus 16 Staaten wurden 341 Verdachtsfälle registriert. Am 19. Dezember 2017 teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, dass unter den untersuchten Blutproben insgesamt 213 Gelbfieber-Erkrankungen verifiziert werden konnten. Die Erkrankungsfälle wurden in sechs Staaten nachgewiesen: Kano, Kebbi, Kogi, Kwara, Nasarawa und Zamfara. Ein regionales Auftreten besteht v.a. im Südosten. Daher ist ein Schutz für Reisende bestehend aus sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen und ggf.Gelbfieber-Impfung empfohlen (bei Reise in Infektionsgebiete). Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Nigeria gehört zu den Ländern in denen die Polio endemisch ist, d.h. landesweit vorkommt; daher ist ein Impfschutz empfohlen. Reisende die sich länger als 4 Wochen im Land Aufhalten, müssen eine max. 12 Monate zurückliegende Polio-Auffrischimpfung im Impfausweis dokumentiert haben. Von 1.1. - 14.6.2017 wurden vier Polio-Fälle aus Afghanistan und zwei Polio-Fälle aus Pakistan berichtet (WHO). Aus Nigeria wurden im vergangenen Jahr (2016) vier Poliofälle gemeldet; der letzte registrierte Fall wurde am 21.8.2016 verzeichnet. Weltweit waren es 2016 insgesamt 35 Polio-Wildvirus-Fälle die in drei Ländern registriert wurden (Pakistan: 19; Afghanistan: 12; Nigeria: 4). Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist, nicht erreicht werden kann. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende v.a. bei Hilfseinsätzen weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten.In den vergangenen Jahren wurden aus Nigeria immer wieder Polio-Fälle berichtet (2016: 4; 2015: 0; 2014: 6; 2013: 53; 2012: 122; 2011: 57; 2010: 21; 2009: 388; 2008: 806; 2007: 285; 2006: 1.090; 2005: 749; 2004: 793; 2003: 355). Die Erkrankungsfälle wurden v.a. in den nördlichen Provinzen Sokoto, Zamfara, Kebbi, Katsina, Jigawa, Kano, als auch in Kaduna Niger, FCT Nasarawa, Benue und Borno (im Osten) gemeldet. Bei  Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Impfempfehlungen

Cholera

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Risikogebiete

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gelbfieber

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95 % der Geimpften sogar über 25 Jahre.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85 % Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Meningokokken-Meningitis

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten und bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Polio

Impfschutz: ja

Bemerkung: Nigeria gehört zu den Polio-Endemieländern, daher ist ein Impfschutz empfohlen. Reisende die sich länger als 4 Wochen im Land Aufhalten, müssen eine max. 12 Monate zurückliegende Polio-Auffrischimpfung im Impfausweis dokumentiert haben. Ein besonders hohes Übertragungsrisiko besteht in der Region von Lake Chad.

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Impfvorschriften

Gelbfieber:
Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (über dem 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

In Nigeria gelten 14 Bundesstaaten als Gelbfieber-Infektionsgebiete (Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Cross River, Kaduna, Kwara, Imo, Lagos, Niger, Ogun, Omdo, Oyo, Plateau). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete.

Gesundheitsrisiken

Bilharziose

Anmerkung: Vorkommen: landesweit im Süßwasser

Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)

Borreliose

Anmerkung: landesweites Vorkommen
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz

Schutz: Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)

Cholera

Anmerkung: Infektionsgebiete: v.a. in den Bundesstaaten: Abuja, Akwa Ibom, Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Borno, Gongola, Imo, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Kwara, Lagos, Niger, Ogun, Ondo, Oyu, Plateau, Rivers, Sokoto, Taraba, Yobe

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.

Dengue-Fieber

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Filariosen

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Fleckfieber

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche).

Gelbfieber

Anmerkung: Vorkommen: v.a. in den Staaten Anambra, Bauchi, Bendel, Benue, Cross River, Kaduna, Kano, Kwara, Imo, Lagos, Niger, Ogun, Ondo, Oyo, Plateau

Schutz: Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Hepatitis B

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.

Kala Azar

Anmerkung: Vorkommen: vereinzelte Herde im Norden

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Leishmaniasis

Anmerkung: Vorkommen: vereinzelte Herde im Norden

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.

Meningokokken-Meningitis

Anmerkung: Vorkommen: ländliche Gebiete , v.a. im Norden und Westen
Übertragungsmonate: Dezember-Mai

Schutz: Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)

Schlafkrankheit

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Zeckenbissfieber

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).

Malariahinweise

Risikogebiete: Hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart (lt. WHO Malaria Report) : 100 % Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Malariarisikogebiete

Malariavorkommen

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
232526252423232323232424

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
313232323129282828293131

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
757677778084848182817977

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
2371016201610141672

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