Philippinen

Stand: 20. Apr 2018

Meldungen

4. Feb 2018: Philippinen: Masern in Mindanao
Mehr als 300 Masernfälle wurden auf den Philippinen berichtet, darunter auch Todesfälle. Die meisten Erkrankungen wurden in den Monaten November und Dezember beobachtet. Weiter lesen

30. Aug 2017: Südostasien: Zunahme von Dengue Fieber
Dengue Fieber breitet sich in einigen Reiseländern aus. Vietnam, Sri Lanka und die Philippinen berichten über viele Erkrankungen. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

Masern
Mehr als 850 Erkrankungen, darunter auch Todesfälle, wurden alleine in den ersten beiden Monaten 2018 verzeichnet. Die meisten Erkrankungen werden in Zamboanga, Davao, Taguig und in Negros Oriental beobachtet. Vorkommen landesweit mit regionalen Schwankungen. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Reisende die keinen Masernschutz besitzen können sich in Ländern mit Masernvorkommen anstecken und die Krankheit in ihr Heimatland importieren. Daher empfiehlt das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen grundsätzlich den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen.

Chikungunya-Fieber
Weitverbreitetes Auftreten v.a. auf der Insel Batan, in Rapu-Rapu (Provinz Albay), Villarea, Catarman, Nord Samar, San Juan, Süd Leyte, Samar (Villareal town), Barangay Banquil, Guintarcan, Nord Mindanao, Ilocos, Cagayan Valley, National Capital Region, Calabarzon, Bicol, Western Visayas, Davao und Caraga. Seit 2013 kämpfen die philippinischen Gesundheitsbehörden vielerorts gegen das Vorkommen der Überträgermücke die sich landesweit ausgebreitet hat. Das Chikungunya-Virus das durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen.

Dengue Fieber
Auf den Philippinen werden vermehrt Dengue Fieber-Erkrankungen gemeldet. 2016 wurden mehr als 100.000 Dengue Fieber-Fälle und mehr als 420 Todesfälle berichtet. Viele Erkrankungen wurden in Zamboanga City registriert. Ein weiterer Dengue Fieber Anstieg zeigte sich im Western Visayas, einer Verwaltungsregion im Zentrum der Philippinen, in der Metropolregion Metro Iloilo. Auch in Cebu, einer Insel der Visayas-Gruppe, riefen die Gesundheitsbehörden verstärkt zur Vorsicht auf. Weitere Regionen mit erhöhten Dengue Fieber-Risiko liegen in Cagayan de Oro City in der Provinz Misamis Oriental, so wie in Virac einer Stadtgemeinde und Hauptstadt der Inselprovinz Catanduanes. Übertragung durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.). Auch einige deutsche Urlauber erkrankten in den vergangenen Jahren während bzw. nach ihrem Aufenthalt an Dengue Fieber. 

Tollwut
Landesweites Vorkommen v.a. durch streunende Hunde insbesondere in der Provinz Tarlac auf Luzon, nördlich von Manila, sowie in den Regionen von Iloilo (Panay) und Koronadal (Mindanao). Laut Schätzungen erkranken jährlich zwischen 300 bis 600 Personen auf den Philippinen an Tollwut. Tollwut-Impfung (bei längeren oder ländlichen Aufenthalten) empfohlen. In Japan erkrankten zwei Reisende nach ihrem Aufenthalt auf den Philippinen an Tollwut (2006). Diese tragischen Erkrankungsfälle bekräftigen die Tollwut-Empfehlung für Reisende vor allem bei Langzeitreisen in Länder mit erhöhtem Tollwutvorkommen - vor allem im asiatischen Raum. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen. Ebenso sollte bedacht werden, dass in vielen tropischen und subtropischen Ländern die medizinische Infrastruktur - v.a. in den ländlichen Regionen - unterentwickelt ist, so dass im Notfall bei postexpositioneller Behandlung u.U. nicht die richtigen Medikamente in der erforderlichen Zeit zur Verfügung stehen.  

Lymphatischen Filariose
Vorkommen in 39 Provinzen der Philippinen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind über 600.000 Einwohner dem Übertragungsrisiko der Krankheit permanent ausgesetzt. Übertragung durch verschiedene Mückenarten. Guter Mückenschutz empfohlen. Für Reisende besteht nur ein sehr geringes Risiko, da aufgrund der geringen Wurmdichte, die bei kurzer Reisedauer aufgebaut werden kann, in der Regel keine schwerwiegenden Gesundheitsstörungen entstehen können. Dennoch sollte ein sorgfältiger und optimaler Mückenschutz permanent durchgeführt werden - insbesondere bei Langzeitaufenthalten.

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Die Philippinen gelten seit 1993 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Cholera

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Risikogebiete

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gelbfieber

Impfschutz: nein

Bemerkung:

Hepatitis A

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Japanische Enzephalitis

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende mit längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Tollwut

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).

Typhus

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).

Impfvorschriften

Gelbfieber:
Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich im Transit auf einem Flughafen aufhielten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

Gesundheitsrisiken

Bilharziose

Anmerkung: Vorkommen: im Süßwasser
v.a. Luzon, Mindoro, Mindanao, Samar, Bohol, Leyte

Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)

Cholera

Anmerkung: Infektionsgebiete: National Capital Region, Region 4 (Iloilo, Kalookan, Malabon, Manila, Muntinlupa, Paranaque)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.

Dengue-Fieber

Anmerkung: Vorkommen: landesweit

Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Diverse Darminfektionen

Anmerkung: Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)

Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene

Filariosen

Anmerkung: Vorkommen: vor allem in den ländlichen Gebieten in Minadanao, Palawan, Sorsogon und Samar

Schutz: Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Fleckfieber

Anmerkung: Vorkommen: vor allem auf den nördlichen Inseln

Schutz: Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche).

Hepatitis B

Anmerkung: landesweites Vorkommen

Schutz: Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.

Japanische Enzephalitis

Anmerkung: Vorkommen: ländliche Gebiete
Übertragungsmonate: ganzjährig

Schutz: Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.

Malariahinweise

Risikogebiete: geringes Risiko in ländlichen Gebieten unter 600 m Höhenlage von Basilu, Luzon, Mindanao, Mindoro, Palawan, Sulu (Jolo) und Tawi Tawi.

Kein Malariarisiko: in den übrigen Landesteilen, auch Manila-City und Großstädte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Im Westen erhöhtes Übertragungsrisiko während der Regenzeit Juni - November

Malariaart (lt. WHO Malaria Report) : 85 % Malaria tropica (P. falciparum);ansonsten Malaria tertiana (Plasmodium vivax)
Humane Infektionen durch P. knowlesi wurden aus der Provinz Palawan berichtet.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in ländlichen Gebieten unter 600 m Höhenlage von Basilu, Luzon, Mindanao, Mindoro, Palawan, Sulu (Jolo) und Tawi Tawi.

Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in den übrigen Landesteilen, auch Manila-City und Großstädte

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Malariarisikogebiete

Malariavorkommen

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
212122232424242424232221

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
303133343433313131313130

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
767470707580838383828079

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
63441217242322191411

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