• Wichtige Hinweise

    • RSSE/FSME (Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis) 
      Während der warmen Außentemperaturen besteht in vielen Regionen ein Übertragungsrisiko für die RSSE/FSME (Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis). Die Infektionsgebiete liegen v.a. im eurasischen Waldgürtel von Kaliningrad (Königsberg) im Westen bis einschließlich Ost-Sibirien, mit Hochrisikogebieten in Regionen zwischen Moskau und St. Petersburg, sowie Regionen in Süd- und Ost-Sibirien und Karelien (v.a. Feuchtbiotope nördlich des Ladogagsees). Für die Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen Risikogebiete ist ein guter Zeckenschutz empfohlen. Je nach individuellen Risiko kann ein FSME-Impfschutz erwogen werden. Die Übertragung der Krankheitserreger (Viren) erfolgt durch Zeckenstiche überwiegend in den Monaten März bis Oktober (je nach Witterungsbedingungen evtl. auch früher und später). Die meisten Zeckenstiche werden in der Freizeit bei Freilandaufenthalten erworben. Besonders gefährdet sind durch häufige und/oder längere Aufenthalte im Grünen (Bewohner mit Gärten, Urlauber, Ausflügler, etc.) aber auch beruflich exponierte Personen (Förster, Jäger, Waldarbeiter, etc.). Vorbeugende Maßnahmen bestehen durch Hautbedeckende Kleidung, wie z.B. langärmelige Hemden, lange Hosen, Strümpfe und ein festes Schuhwerk. Auch bestimmte Mückenabweisende Cremes und Lotionen können Zecken bis zu einem gewissen Grad abhalten, meistens jedoch nur für wenige Stunden. Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte der Körper, v.a. bei Kindern, nach Zecken abgesucht werden. Ist es zum Zeckenstich gekommen, sollte die Zecke umgehend entfernt werden. Beim ersten Auftreten von Beschwerden nach einem Zeckenstich sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.


      Masern

      Die Masern treten auch in Russland mit regionalen Häufungen auf. Im Jahr 2014 bis 25. Februar 2015 wurden insgesamt 3.247 Masern-Fälle berichtet. Damit liegt das Land auf dem dritten Platz der meisten gemeldeten Masern-Fälle in Europa. Das Vorkommen erstreckt sich über viele Regionen des Landes. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten.

      Krim-Kongo-hämorrhagisches Fiebers (CCHF)
      Regionales Auftreten v.a. im Süden des Landes. Die Übertragung erfolgt überwiegend durch Zecken oder den Kontakt mit infizierten Tieren. Als Schutzmaßnahmen können Insektenschutzmittel für Haut und Kleidung eingesetzt werden. Übertragen wird die Infektionskrankheit durch Zecken, bei Schlachtarbeit an infizierten Tieren oder direkt von Mensch zu Mensch nach Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen. Gefährdet sind also in erster Linie z.B. in der Landwirtschaft beschäftigte Personen, Camper oder medizinisches Personal bei ungeschütztem Umgang mit CCHF-Patienten. Bei Aufenthalt in Risikoregionen kann durch geeignete Insektenschutzmittel für Haut und Kleidung das Infektionsrisiko durch Zecken minimiert werden. Kontakt zu frischem Fleisch von Schafen und Ziegen sollte in den Risikogebieten vermieden werden.

      Tollwut
      Landesweites Tollwut-Risiko v.a. durch Hunde und Fledermäuse. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Die Datenlage ist spärlich. Eine ausreichende medizinische Versorgung nach Bissverletzung ist nicht immer sicher gewährleistet. Bei längeren Aufenthalten wird daher vorsorglich eine Tollwut-Impfung empfohlen.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Russland gilt seit 1996 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

      Trichinose
      Vorkommen v.a. in Sibirien. Die Infektion wird durch den Verzehr von unzureichend gegartem Wildfleisch (Braunbär, Polarbär, Waschbär, Fuchs, Wolf, Luchs und Walross) erworben. Bei vollständig durchgebratenem oder abgekochtem Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Bemerkung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85% Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Borreliose
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Übertragungsmonate: April-Oktober
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Fleckfieber
      Anmerkung
      Vorkommen: in den kälteren Gebieten
      Schutz
      Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche).
      Krankheit
      Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
      Anmerkung
      FSME und RSSE (Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis): Vorkommen: Waldgebiete (eurasischer Waldgürtel von Kaliningrad (Königsberg) im Westen bis einschließlich Ost-Sibirien)
      Zu den Hochrisikogebieten zählen die Regionen zwischen Moskau und St. Petersburg, sowie Regionen in Süd- und Ost-Sibirien. Auch Karelien mit seinen Feuchtbiotopen nördlich des Ladogagsees gilt als Hochrisikogebiet mit einer Zeckendurchseuchung von schätzungsweise 5-12%. Die unmittelbare Umgebung von Moskau gilt derzeit noch als FSME frei
      Erreger: FSME-Viren
      Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Übertragungsmonate: v.a. April-Oktober
      Bemerkung: Höchste Erkrankungszahlen in Europa !
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche und suburbane Gebiete v.a. SO-Sibirien: Küstengebiete südlich von Chabarovsk
      Übertragungsmonate: ganzjähriges Vorkommen mit saisonaler Häufung: Juli-September
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      -16-14-81811131273-3-10

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      -9-6010192123221692-5

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      807473645155616569748384

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      181515131312151413151523
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