• Wichtige Hinweise

    • Reisende und Pilger, die nach Saudi-Arabien reisen (v.a. Umrah- und Hajj-Reisende), sollten sich über die Einreisevorschriften informieren.

      COVID-19
      Weiterhin werden weltweit COVID-19-Fälle verzeichnet. Über die aktuellen Zahlen weltweit informiert die WHO, über die aktuellen Zahlen in Deutschland informiert das Robert Koch-Institut. Hilfreiche Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus bietet das Bundesministerium für Gesundheit an. Aktuelle Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise können beim Auswärtigen Amt eingesehen werden.

      MERS-COV-Infektionen
      In Saudi-Arabien hat die Zahl der MERS-COV-Infektionen weiter zugenommen. Die Erkrankungen werden aus unterschiedlichen Regionen gemeldet u.a. aus Medinah, Jeddah, Najran, Dawmet Aljandal, Hail Taif, Buridah, Aldalam, Khamis Mushait, Dammam, Baha, Aloula, Baljurashi und Riyadh. Seit April 2012 ist MERS-CoV auf der arabischen Halbinsel vorwiegend in Saudi-Arabien bekannt. Eine spezifische Therapie gegen MERS-CoV existiert nicht, daher kann bei Behandlung der Erkrankten sich der Schwerpunkt nur auf die Linderung der Beschwerden beschränken.

      Meningokokken Meningitis
      Pilgerreisen nach Mekka (unabhängig von Ramadan, der Hajj und ihren Einreisebestimmungen) beinhalten ein erhöhtes Infektionsrisiko für Meningokokken-Meningitis (eitrige Hirnhautentzündung). Nachdem die Krankheitserreger (Bakterien) durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, ist durch die Ansammlung vieler Menschen auf engem Raum (wie im Falle der Hajj) ein erhöhtes Übertragungsrisiko gegeben. Daher wird - unabhängig von der Einreisevorschrift - auch aus medizinischen Gründen, zu einem Impfschutz mit einem tetravalenten Impfstoff (ACWY) 10 Tage vor Einreise geraten. Reise-Rückkehrern oder ihren Kontaktpersonen wird geraten, sich bei Auftreten von Krankheitssymptomen wie starken Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifigkeit sofort an einen Arzt zu wenden.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Saudi-Arabien gilt seit 1995 als poliofrei, somit ist ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Eine Ausnahme bildet die Einreisevorschrift die besagt, dass alle Reisende die aus Ländern mit Polio-Risiko nach Saudi-Arabien einreisen, eine gültige Polio-Impfung vorweisen müssen. Der Impfnachweis kann bereits bei Beantragung des Visums gefordert werden. Personen können bei der Einreise mit einer Dosis OPV (oraler Polio-Impfstoff) nachgeimpft werden. In Saudi-Arabien wurden die letzten zwei Poliofälle im Dezember 2004 registriert. Dabei handelte es sich um importierte Poliofälle, die letzten beiden Fälle die im Land selbst erworben wurden traten 1995 auf. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht). Die Einreisevorschriften werden durch die nationalen Behörden festgelegt und entsprechen eigenen Maßstäben.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Bemerkung
      Impfvorschrift beachten
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Impfung empfohlen für Risikopersonen und Reisen in Regionen mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen.

      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung

      Ein Hepatitis B-Risiko besteht weltweit.
      Anlässlich einer Reise ist eine individuelle Gefährdungsbeurteilung sinnvoll. Faktoren wie u.a. längere Reisedauer, Aufenthalte in Gebieten mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen, sowie das persönliche Reiseverhalten bestimmen das individuelle Risiko. Besonders besonders gefährdeten Personengruppen, sowie Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist die Impfung routinemäßig empfohlen. Zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören laut STIKO sowohl Personen mit Immundefizienz und anderen Erkrankungen, die einen besonders ungünstigen Verlauf einer HBV-Infektion bewirken können, als auch Reisende (individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich) und solche mit erhöhtem beruflichen und nicht beruflichen Expositionsrisiko.

      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Der saisonale Grippe-Impfstoff setzt sich zusammen, aus den Antigenen der aktuell weltweit vorkommenden Varianten der häufig zirkulierenden Influenza-Virustypen. Durch Menschenansammlungen (wie z.B. Hajj, Umrah) besteht ein erhöhtes Übertragungsrisiko. Eine Schutzimpfung v.a. für Risikopersonen ist daher empfohlen.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung

      Schutzimpfung empfohlen bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen. Grundsätzlich ist eine einmalige Impfung empfohlen für nach 1970 geborenen Personen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit (STIKO). Zudem besteht seit dem 1.3.2020 das Masernschutzgesetz.

      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Impfvorschriften beachten
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Polio
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Impfvorschriften beachten
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Das Risiko wird als gering eingestuft (WHO 2018). Als Risikopersonen gelten v.a. Personen mit regelmäßigen und/oder direkten Kontakten zu Fledermäusen und Wildtieren.
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die älter als 1 Jahr sind und aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhielten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. 

      Einreisevorschriften werden durch die Länder selbst erhoben. Im Allgemeinen gelten als Gelbfieber-Endemiegebiete die von der WHO ausgewiesenen Länder. Jedoch können für die Einreisevorschrift auch andere, bei der WHO nicht aufgeführten Länder, durch das Einreiseland als Gelbfieber-Risikoland gelistet bzw. von der Listung ausgenommen werden. Daher ist es sinnvoll, sich vor der Reise bei der Botschaft bezüglich der medizinischen Einreisebedingungen zu informieren. Viele Botschaften haben die Informationen dazu auf ihre Websites gestellt.

      Polio (Kinderlähmung) 
      Bei Einreise aus Ländern mit Polio-Vorkommen - auch Länder mit aktuell importierten Polio-Vorkommen bzw. Länder mit Risiko eines importierten Polio-Vorkommens - muss eine gültige Polio-Impfung vorgewiesen werden. Das Gesundheitsministerium hat folgende Länder als Polio-Risikoländer ausgewiesen und entsprechende Impfvorgaben festgelegt. Einreisende aus Afghanistan, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Papua Neuguinea, Syrien, Somalia und Jemen wird an der Grenze nach Saudi Arabien eine Einzeldosis der Polio-Schluckimpfung (OPV) verabreicht.

      Meningokokken-Meningitis
      Einreisevorschrift für alle Reisenden
      Für alle Reisenden und Kinder ab dem 2. Lebensjahr, die für Umrah oder Hadsch (auch Saisonarbeiter) einreisen, ist der Impfnachweis mit einem sog. tetravalenten Impfstoff (gegen die Serogruppen ACWY 135) erforderlich. Die Impfung muss zehn Tage vor der Einreise erfolgen. Aktuelle Angaben zu den Einreisevorschriften erteilt das saudische Gesundheitsministerium. Die Impfvorschriften gelten auch für einheimische Pilger, Einwohner der heiligen Städte von Mecca und Medina und allen Personen die in Kontakt mit Pilgern kommen (einschließlich medizinischem Personal und Behörden). Die Impfung muss in einem Impfausweis eingetragen sein, der den vollständigen Namen des Reisenden und den Namen des es Impfstoffes (am besten mit Chargennummer) beinhaltet. Das Gesundheitsministerium von Saudi-Arabien kann zudem Personen bei denen das Ministerium eine medizinische Notwendigkeit sieht, zusätzlich zu einem gültigen Impfnachweis am Ankunftshafen eine Chemoprophylaxe (Antibiose) verordnen.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: im Süßwasser
      v.a.: Zentrale und westliche Provinzen, Oasen Taif, Tabuk, Wadi Fatima, Qisan, Umgebung von Riyadh
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      Vorkommen: v.a. Küstenregionen im Westen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Südwesten
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Anmerkung
      Erhöhtes Risiko v.a. in den Pilgerstädten während der Hajj, Umrah
      Schutz
      Impfung (s. Vorschrift)
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Minimales Risiko in den ländlichen Gebieten der Südwest-Provinzen (ausgenommen die Höhenlage der Provinz Asir)

      Kein Malariarisiko: Jeddah, Mekka, Medina, Riad, Taif

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung, v. a. September bis Januar

      Malariaart: 100 % Malaria tropica (P. falciparum)

      Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in den ländlichen Gebieten der Südwest-Provinzen

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      891318222526242216139

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      212328323842424239342921

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      575051494139262733364764

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      113410000000
  • Botschaften