• Wichtige Hinweise

    • Reisende und Pilger, die nach Saudi-Arabien reisen (v.a. Umrah- und Hajj-Reisende), sollten sich über die Einreisevorschriften informieren.

      MERS-COV-Infektionen
      In Saudi-Arabien hat die Zahl der MERS-COV-Infektionen weiter zugenommen. Bis 18. November 2016 wurden insgesamt 1.484 Infektionen bestätigt. In 617 Fällen verlief die Erkrankung tödlich. Seit dem 1. November 2016 wurden 13 Neuerkrankungen registriert. In allen Fällen handelte es sich um Ersterkrankungen. Die letzten Erkrankungen wurden aus unterschiedlichen Regionen gemeldet u.a. aus der Riyadh Region, der al-Hudud asch-Schamaliyya Region und aus Buqayq in der Ost-Provinz. Seit April 2012 ist MERS-CoV auf der arabischen Halbinsel vorwiegend in Saudi-Arabien bekannt. Eine spezifische Therapie gegen MERS-CoV existiert nicht, daher kann bei Behandlung der Erkrankten sich der Schwerpunkt nur auf die Linderung der Beschwerden beschränken.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Saudi-Arabien gilt seit 1995 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Eine Ausnahme bildet die Einreisevorschrift die besagt, dass alle Reisende unter 15 Jahren die aus Ländern mit Polio-Vorkommen nach Saudi-Arabien einreisen, eine gültige Polio-Impfung vorweisen müssen. Der Impfnachweis kann bereits bei Beantragung des Visums gefordert werden. Personen können bei der Einreise mit einer Dosis OPV (oraler Polio-Impfstoff) nachgeimpft werden. Auch bei Wiedereinreise nach Saudi-Arabien nach Aufenthalt in einem Land mit Polio-Vorkommen wird der Nachweis einer Impfung verlangt. Der Impfschutz darf nicht älter als 10 Jahre sein. In Saudi-Arabien wurden die letzten zwei Poliofälle im Dezember 2004 registriert. Dabei handelte es sich um importierte Poliofälle, die letzten beiden Fälle die im Land selbst erworben wurden traten 1995 auf.Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Bemerkung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95 % der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85 % Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Pilgerreisen nach Mekka (unabhängig von Ramadan, der Hajj und ihren Einreisebestimmungen) beinhalten ein erhöhtes Infektionsrisiko für Meningokokken-Meningitis. Nachdem die Krankheitserreger durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, ist durch die Ansammlung vieler Menschen auf engem Raum (wie im Falle der Hajj) ein erhöhtes Übertragungsrisiko gegeben. Reisenden in die Pilgerstätten wird daher - unabhängig von der bestehenden Einreisevorschrift - zu einem Impfschutz 10 Tage vor Einreise geraten. Der Impfschutz muss laut Einreisevorschrift mit einem tetravalenten Impfstoff (gegen die Serogruppen ACWY) erfolgen und wird von allen Personen älter als 2 Jahre verlangt. Der Impfschutz beträgt 3 Jahre, dann ist einer Wiederimpfung für die Einreise erforderlich. Die Impfung muss in einem Impfausweis eingetragen sein, der den vollständigen Namen des Reisenden beinhaltet.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Polio
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Alle Personen unter 15 Jahren, aus Ländern in denen Polio Wildviren gemeldet sind, müssen bei Einreise einen Impfschutz vorweisen (s. Impfvorschrift).
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • GELBFIEBER:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (über dem 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhielten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

      Seit dem 11.07.2016 gilt laut Internationaler Gesundheitsvorschrift (IGV) der Nachweis einer einmalig gültigen Gelbfieber-Impfung bei Einreise. Eine Auffrischimpfung ist demnach nicht mehr erforderlich. Die bisherige Anpassung der Einreisevorschriften in den Mitgliedstaaten erfolgt jedoch nur schrittweise. Daher ist es sinnvoll bei Reisen in Länder mit Gelbfieber- Impfvorschriften (auch Transit), sich  über die jeweiligen aktuellen Vorschriften bei einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle oder der Botschaft des Einreiselandes zu informieren. Folgende Länder sollen nach Auflistung der Internationalen Reisebestimmungen der WHO (International travel and Health) bereits ihre Empfehlungen auf lebenslangen Schutz umgestellt haben.

      POLIO (Kinderlähmung):
      Allen Reisenden unter 15 Jahren die aus Ländern mit Polio-Vorkommen nach Saudi-Arabien einreisen, sollten eine gültige Polio-Impfung vorweisen können. Der Impfnachweis kann bereits bei Beantragung des Visums gefordert werden. Personen können bei der Einreise mit einer Dosis OPV (oraler Polio-Impfstoff) nachgeimpft werden. Auch bei Wiedereinreise nach Saudi-Arabien nach Aufenthalt in einem Land mit Polio-Vorkommen wird der Nachweis einer Impfung verlangt. Der Impfschutz darf nicht älter als 10 Jahre sein. In Saudi-Arabien wurden die letzten zwei Poliofälle im Dezember 2004 registriert. Dabei handelte es sich um importierte Poliofälle.

      MENINGOKOKKEN-MENINGITIS:
      Pilgerreisen nach Mekka (unabhängig von Ramadan, der Hajj und ihren Einreisebestimmungen) beinhalten ein erhöhtes Infektionsrisiko für Meningokokken-Meningitis (eitrige Hirnhautentzündung). Nachdem die Krankheitserreger (Bakterien) durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, ist durch die Ansammlung vieler Menschen auf engem Raum (wie im Falle der Hajj) ein erhöhtes Übertragungsrisiko gegeben. Reisenden in die Pilgerstätten wird daher - unabhängig von der bestehenden Einreisevorschrift - zu einem Impfschutz 10 Tage vor Einreise geraten. Der Impfschutz muss laut Einreisevorschrift mit einem sog. tetravalenten Impfstoff (gegen die Serogruppen ACWY) erfolgen und wird von allen Personen älter als 2 Jahre verlangt. Der Impfschutz beträgt 3 Jahre, dann ist einer Wiederimpfung für die Einreise erforderlich. Die Impfung muss in einem Impfausweis eingetragen sein, der den vollständigen Namen des Reisenden beinhaltet. Reise-Rückkehrern oder ihren Kontaktpersonen wird geraten, sich bei Auftreten von Krankheitssymptomen wie starken Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifigkeit sofort an einen Arzt zu wenden.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: im Süßwasser
      v.a.: Zentrale und westliche Provinzen, Oasen Taif, Tabuk, Wadi Fatima, Qisan, Umgebung von Riyadh
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      Vorkommen: v.a. Küstenregionen im Westen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Südwesten
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Anmerkung
      Erhöhtes Risiko in den Pilgerstädten während der Hajj
      Schutz
      Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Minimales Risiko in den ländlichen Gebieten der Südwest-Provinzen (ausgenommen die Höhenlage der Provinz Asir)

      Kein Malariarisiko: Jeddah, Mekka, Medina, Riad, Taif

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung, v. a. September bis Januar

      Malariaart (lt. WHO Malaria Report) : 100 % Malaria tropica (P. falciparum)

      Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in den ländlichen Gebieten der Südwest-Provinzen

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      891318222526242216139

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      212328323842424239342921

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      575051494139262733364764

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      113410000000
  • Botschaften


    • Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien

      Tiergartenstr. 33-34
      10785 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-16 Uhr
      Tel.: (030) 88 92 50 0
      Fax.: (030) 88 92 51 79
      Email: deemb@mofa.gov.sa

      Hausanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      Diplomatic Quarter
      Riyadh
      Tel.: +966 112 77 69 00
      Fax.: +966 114 88 06 60
      Email: info@riad.diplo.de
      Web: www.riad.diplo.de

      Postanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      P.O. Box 94001
      Riyadh 11693
      Saudi Arabia