• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Masern
      Wie die Schweizer Gesundheitsbehörden am 2. Mai 2019 meldeten, steigt die Zahl der Masernerkrankungen immer weiter an... Zwei Todesfälle infolge einer Maserninfektion wurden in diesem Jahr aus der Schweiz gemeldet. Einer der an Masern verstorbenen Patienten war ein 30-jähriger Mann, der sich bei einem Familienangehörigen ansteckte. 67 Stunden nach Exposition erhielt er eine Schutzimpfung; leider war es zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät, da sich die Infektion bereits in seinem Körper ausgebreitet hatte. Er verstarb nur wenige Stunden nachdem er die ersten Symptome zeigte. Der zweite Todesfall ereignete sich bei einem Krebskranken mit einem geschwächten Immunsystem. Aufgrund der Maserninfektion entwickelte der Patient eine Lungenentzündung und verstarb. Seit Anfang des Jahres wurden mehr als 150 Masernfälle in der Schweiz registriert. Das bedeutet ein siebenfacher Anstieg der Erkrankungszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Größere Ausbrüche traten in den Kantonen Neuenburg und Bern auf.  In Zentral- und Westeuropa wurde im Jahr 2007 die höchste Maserninzidenz mit 15 Masernfälle auf 100.000 Bewohner in der Schweiz festgestellt. So kam es zu Erkrankungsfällen in anderen europäischen Ländern wie Deutschland (Niederbayern), Dänemark und England aber auch Kalifornien und Hawaii die im Zusammenhang mit den Masernfällen in der Schweiz standen. Beobachtungen englischer Reisemediziner zeigten, dass sich Reisende meist mehr Sorgen um seltene bösartige Infektionskrankheiten machen, als um allgemeine „Kinderkrankheiten“, die selten als Bedrohung empfunden werden, obgleich sie tödlich enden können. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt daher auch Reisenden den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen > 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen > 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) empfiehlt den Impfschutz von Kindern und Jugendlichen v.a. vor der Reise zu überprüfen.

      FSME
      Aufgrund der Ausbreitung der FSME-Erkrankungen in der Schweiz, erklärt das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) das gesamte Land – mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin - zum FSME-Risikogebiet...Die Zahl der dem BAG gemeldeten FSME-Fälle ist seit 1984 stark angestiegen. Im Jahr 2018 verzeichnete die Schweiz insgesamt 377 FSME-Fälle; das bedeutet ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu Beginn der 2000er Jahre lagen die meisten FSME-Risikogebiete in der Nordostschweiz. Seither haben sich die Gebiete nach Südwesten hin ausgebreitet mit Ausnahme der beiden Kantone Genf und Tessin. Daher kann die gesamte Schweiz, mit Ausnahme der genannten Kantone, als FSME-Risikogebiet angesehen werden, so das BAG. Daher empfiehlt das BAG als zuverlässigsten Schutz, eine Impfung gegen FSME für Personen die in einem FSME-Gebiet wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten (z.B. Reisende und Besucher). Nach Schätzungen sind derzeit nur rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung gegen FSME geimpft. Die meisten Zeckenerkrankungen in der Schweiz finden in den Monaten März bis Ende Juni statt, aber durch die hohen Temperaturen in manchen Regionen können die Zeckenzeit noch weitere Wochen anhalten lassen. Zu den FSME-Hochrisikogebieten in der Schweiz gehören Aargau (Rheinfelden, Möhlin, Wallbach, Bezirk Laufenburg, Koblenz, Döttingen, Zurzach, Birr, Brugg, Würenlingen, Baden, Wettingen, Rothrist, Zofingen, Brittnau, Gontenschwil, Schöftland, Muhen, Gränichen), Bern (Gampelen, Erlach, Grosses Moos, Lyss, Jens, Port, Moutier, allon de Saint-Imier, Mühleberg, Gurbrü, Kriechenwil, Laupen, Belp, Münsingen, Steffisburg, Thun, Spiez, Frutigen, Erlenbach, vorderes Simmental), Fribourg (Salvenach, Ulmiz, Kerzers, Portalban, Autavaux, Franex, Nuvilly, Villeneuve), Graubünden (Malans, Fläsch, Luziensteig, Grüsch, Seewis, Region Chur), Luzern (Reiden, Langnau, Dagmersellen, Nebikon, Egolzwil, Kottwil, Sursee, Knutwil), Nidwalden (Stans, Buochs, Bürgenstock, Stanserhorn). Eine interaktive über die aktuellen Zeckengebiete in der Schweiz stellt die Schweizerische Eidgenossenschaft zur Verfügung.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Die Schweiz gilt als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen...Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit FSME-Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter.
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Bemerkung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Alle Risikopersonen (STIKO) und bei Reisen in Regionen mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95% der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Die Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten; ein Hepatitis B-Risiko besteht weltweit.

      Anlässlich einer Reise ist eine individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich (Faktoren wie u.a. längere Reisedauer, Aufenthalte in Gebieten mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen, sowie das persönliche Reiseverhalten bestimmen das individuelle Risiko).

      Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist die Impfung routinemäßig empfohlen.

      Im Erwachsenenalter ist die Impfung besonders gefährdeten Personengruppen empfohlen (STIKO). Zu den Personengruppen gehören laut STIKO sowohl Personen mit Immundefizienz und anderen Erkrankungen, die einen besonders ungünstigen Verlauf einer HBV-Infektion bewirken können, als auch Reisende (individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich) und solche mit erhöhtem beruflichen und nicht beruflichen Expositionsrisiko.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Der Tertravalente Konjugatimpfstoff (ACWY) ist empfohlen. Die Meningitis-Impfung gehört in der Schweiz zum Regel-Impfprogramm für Kinder und Jugendliche. Daher gilt die STIKO-Empfehlung für Reisende: "Die Meningitis-Impfung ist empfohlen für Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung für Schüler/Studenten."
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Das Risiko wird als gering eingestuft (WHO 2018). Als Risikopersonen gelten v.a. Personen mit regelmäßigen und/oder direkten Kontakten zu Fledermäusen und Wildtieren.
  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Borreliose
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Übertragungsmonate v.a. Frühjahr bis Herbst
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
      Krankheit
      Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
      Anmerkung
      Vorkommen: regional in den Kantonen Aargau, Bern, Freiburg, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis und Zürich.
      Erreger: FSME-Viren
      Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
      Übertragungsmonate: v.a. April-Oktober
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      -4-31481113131051-2

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      2491418212322191373

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      847975717070707379838586

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      121110131414131412121210
  • Botschaften


    • Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft

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