Schweiz

Stand: 13. Jul 2018

Meldungen

12. Jul 2018: Schweiz: Neue Rekordzahlen für FSME
In der Schweiz wurden in diesem Jahr vermehrt FSME-Fälle berichtet. Alleine im Monat Juni waren es 73 Krankheitsfälle. Weiter lesen

Wichtige Hinweise

FSME
Vom 1.1. - 9.7.2018 wurden rund 150 Erkrankungen landesweit gemeldet; alleine im Monat Juni waren es 73 Krankheitsfälle. Untersuchungen zeigten, dass in den Jahren von 1985 bis 2000 ein Durchschnitt von 66 FSME-Fällen alljährlich in der Schweiz registriert wurde; in den Jahren 2001 bis 2016 waren es bereits durchschnittlich 138 FSME-Fälle pro Jahr. Die meisten Fälle (245) wurden im Jahr 2006 registriert. Somit scheint die Zahl der FSME-Erkrankungen in der Schweiz über die Jahre hinweg zuzunehmen. Alleine in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 suchten mehr als 21.000 Personen medizinische Hilfe auf, weil sie von Zecken gestochen wurden. Die meisten Zeckenerkrankungen in der Schweiz finden in den Monaten März bis Ende Juni statt, aber durch die hohen Temperaturen in manchen Regionen können die Zeckenzeit noch weitere Wochen anhalten lassen. Zu den FSME-Hochrisikogebieten in der Schweiz gehören Aargau (Rheinfelden, Möhlin, Wallbach, Bezirk Laufenburg, Koblenz, Döttingen, Zurzach, Birr, Brugg, Würenlingen, Baden, Wettingen, Rothrist, Zofingen, Brittnau, Gontenschwil, Schöftland, Muhen, Gränichen), Bern (Gampelen, Erlach, Grosses Moos, Lyss, Jens, Port, Moutier, allon de Saint-Imier, Mühleberg, Gurbrü, Kriechenwil, Laupen, Belp, Münsingen, Steffisburg, Thun, Spiez, Frutigen, Erlenbach, vorderes Simmental), Fribourg (Salvenach, Ulmiz, Kerzers, Portalban, Autavaux, Franex, Nuvilly, Villeneuve), Graubünden (Malans, Fläsch, Luziensteig, Grüsch, Seewis, Region Chur), Luzern (Reiden, Langnau, Dagmersellen, Nebikon, Egolzwil, Kottwil, Sursee, Knutwil), Nidwalden (Stans, Buochs, Bürgenstock, Stanserhorn). Eine interaktive über die aktuellen Zeckengebiete in der Schweiz stellt die Schweizerische Eidgenossenschaft zur Verfügung. Bei Aufenthalten in den FSME-Risikogebieten ist eine Schutzimpfung empfohlen.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Die Schweiz gilt als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

Impfempfehlungen

Diphtherie

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter

Gelbfieber

Impfschutz: nein

Bemerkung:

Hepatitis B

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85 % Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.

Influenza

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.

Keuchhusten

Impfschutz: ja

Bemerkung: Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.

Masern

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Meningokokken-Meningitis

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Der Tertravalente Konjugatimpfstoff (ACWY) ist empfohlen. Die Meningitis-Impfung gehört in der Schweiz zum Regel-Impfprogramm für Kinder und Jugendliche. Daher gilt die STIKO-Empfehlung für Reisende: "Die Meningitis-Impfung ist empfohlen für Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung für Schüler/Studenten."

Pneumokokken

Impfschutz: Risikogruppen ja

Bemerkung: Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)

Tetanus

Impfschutz: ja

Bemerkung: Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)

Gesundheitsrisiken

Borreliose

Anmerkung: landesweites Vorkommen
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Übertragungsmonate v.a. Frühjahr bis Herbst

Schutz: Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Anmerkung: Vorkommen: Aargau (Rheinfelden, Möhlin, Wallbach, Bezirk Laufenburg, Koblenz, Döttingen, Zurzach, Birr, Brugg, Würenlingen, Baden, Wettingen, Rothrist, Zofingen, Brittnau, Gontenschwil, Schöftland, Muhen, Gränichen), Bern (Gampelen, Erlach, Grosses Moos, Lyss, Jens, Port, Moutier, allon de Saint-Imier, Mühleberg, Gurbrü, Kriechenwil, Laupen, Belp, Münsingen, Steffisburg, Thun, Spiez, Frutigen, Erlenbach, vorderes Simmental), Fribourg (Salvenach, Ulmiz, Kerzers, Portalban, Autavaux, Franex, Nuvilly, Villeneuve), Graubünden (Malans, Fläsch, Luziensteig, Grüsch, Seewis, Region Chur), Luzern (Reiden, Langnau, Dagmersellen, Nebikon, Egolzwil, Kottwil, Sursee, Knutwil), Nidwalden (Stans, Buochs, Bürgenstock, Stanserhorn)
Erreger: FSME-Viren
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Übertragungsmonate: v.a. Frühjahr bis Herbst

Schutz: Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).

Klimatabelle

Min. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
-4-31481113131051-2

Max. Temp °C

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
2491418212322191373

Feuchtigkeit %

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
847975717070707379838586

Regentage

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
121110131414131412121210

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