• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Dengue Fieber
      Thailand ist das Land, mit den meisten Dengue Fieber-Fällen, die nach Deutschland importiert werden. Es besteht ganzjährig ein landesweites Vorkommen in fast allen Provinzen. Die lokalen Behörden informieren, dass die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen 50 Jahren um ein Dreißigfaches zugenommen haben soll. Die Erkrankungsrate liegt aktuell bei 29 Erkrankungsfällen auf 100.000 Einwohner. Die meisten Erkrankungen werden aus Bangkok berichtet. Weitere Orte und Regionen mit erhöhtem Auftreten sind Samutsakorn, Nakornpathom, Rayong und die beliebte Ferieninsel Phuket. Im vergangenen Jahr (2015) wurden 140.000 Dengue Fieber-Fälle in Thailand registriert – darunter rund 140 Todesfälle. In diesem Jahr beträgt die Zahl der gemeldeten Erkrankungsfälle bis 8. Februar 2016 bereits 6.667 die in 76 Provinzen registriert wurden (darunter ein Todesfall). Die einzige Provinz aus der bislang kein Erkrankungsfall berichtet wurde ist Singburi. Die Gesundheitsbehörden befürchten eine weitere Zunahme der Dengue Fieber-Erkrankungen in diesem Jahr um 16 Prozent. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Gute Mückenschutzmaßnahmen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.) sind daher empfohlen.

      Hand-Fuß-Mund-Krankheit
      In der ersten Jahreshälfte 2015 wurden 1.666 Erkrankungsfälle registriert. In über 80% aller Fälle handelt es sich um Kinder die jünger als vier Jahre sind. Bangkok wurde als 26. Provinz des Landes in die Liste der Provinzen mit Vorkommen der der „Hand-Fuß-Mund“-Krankheit aufgenommen. Während der Regenzeit (Juni bis Oktober) werden in der Regel die meisten Erkrankungsfälle gezählt.  Die Krankheit ist hoch ansteckend. Die Krankheit wird von Mensch zu Mensch mittels Tröpfcheninfektion, aber auch durch verunreinigte Nahrungsmittel und Trinkwasser (fäkal-oral) übertragen. Die Viren können aber auch durch direkten Kontakt, z.B. aufgeplatzte Hautblasen (Kontakt zum Körpersekret) oder Stuhl eines Erkrankten (Schmierinfektion), übertragen werden. Für Reisenden besteht in der Regel ein geringes Risiko. Dennoch sollten auf eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene geachtet, regelmäßig die Hände gewaschen und der Kontakt zu größeren Menschenansammlungen gemieden werden.

      Malaria
      Mehr als 4.800 Malaria-Fälle wurden bis Oktober 2015 aus Thailand berichtet – darunter auch einzelne Todesfälle. Die meisten Erkrankungen werden aus dem Westen des Landes berichtet, v.a. aus Tak, Ubolrachathani, Maehongsorn, Ranong und Kanchanaburi. Ungefähr die Hälfte aller Fälle hatte die gutartige Form der Malaria, die sogenannte Malaria tertiana. Ein Viertel aller Erkrankungsfälle litt an der gefährliche Malariaform, der sogenannten Malaria tropica . Bei wiederum rund einem Viertel der Fälle konnte die Malariaform nicht untersucht und nachgewiesen werden. Im Jahr 2015 wurden über 30.000 Malaria-Fälle aus Thailand berichtet, darunter war die Zahl der Malaria tropica und Malaria tertiana-Fälle prozentual relativ ausgewogen. In Thailand besteht in manchen Regionen ein geringes Malariarisiko daher ist die Mitnahme eines Malaria-Notfallmedikamentes empfohlen.  Um sich bei Reisen in Malaria-Risikogebiete vor der Krankheit zu schützen, sollte rechtzeitig vor der Reise eine fachmännische reisemedizinische Beratung durchgeführt und eine geeignete Prophylaxemaßnahme getroffen werden. Es ist wichtig die möglichen Symptome einer Malaria zu kennen und bei Beschwerden, umgehend einen Arzt aufsuchen zu können und eine schnelle Diagnose und gegebenenfalls Therapie zu erhalten.

      Chikungunya-Fieber
      Landesweites Übertragungsrisiko. Das Chikungunya-Virus wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Gute Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen. 

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.


      Tollwut
      Landesweites Tollwut-Risiko v.a. durch Hunde in Stadtbereichen wie z.B. in Bangkok. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Die Datenlage ist spärlich. Es liegen Daten von den ersten fünf Monaten 2010 vor, in denen 13 Todesfälle aus sieben verschiedenen Provinzen gemeldet wurden. Die meisten Tollwuterkrankungen ereigneten sich durch Hundebisse in Bangkok und Kanchanaburi. Eine ausreichende medizinische Versorgung nach Bissverletzung ist nicht immer sicher gewährleistet. Bei längeren Aufenthalten wird daher vorsorglich eine Tollwut-Impfung empfohlen. Rund 40.000 Todesfälle werden jährlich aus dem asiatischen Raum gemeldet. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzEmpfehlung
      Krankheit
      Cholera
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Risikogebiete
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Empfehlung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende mit längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden über dem 9. Lebensmonat, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhielten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit im Süßwasser
      v.a. in Phitsanulok, Phichit, Surat Thani
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Borreliose
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
      Krankheit
      Dengue-Fieber
      Anmerkung
      Vorkommen: landesweit
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      Vorkommen: Grenzgebiete im Westen und Feuchtbiotope an der Südostküste
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Fleckfieber
      Anmerkung
      Vorkommen: vor allem im Buschland im Norden und Nordosten
      Schutz
      Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
      Krankheit
      Japanische Enzephalitis
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche und suburbane Gebiete im N > S
      Übertragungsmonate: Mai - Oktober
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Tollwut
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: Geringes Risiko in den Grenzgebieten der Nordhälfte, einschließlich der Touristengebiete im Goldenen Dreieck, sowie in der Südhälfte des Landes, einschließlich der Küstenregionen, im Khao Sok National Park und auf den meisten Inseln (u.a. Ko Chang, Ko Mak, Ko Phangan, Ko Phi Phi, Ko Tao)

      Kein Malariarisiko: in den zentralen Gebieten der Nordhälfte des Landes, Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Pattaya, Phuket und Ko Samui 

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko während der Regenzeit Mai bis Oktober

      Malariaart: 38 % Malaria tropica (P. falciparum); Plasmodium vivax (Malaria tertiana); Humane Infektionen durch P. knowlesi wurden ebenfalls berichtet.

      Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den Grenzgebieten der Nordhälfte, einschließlich der Touristengebiete im Goldenen Dreieck, sowie in der Südhälfte des Landes, einschließlich der Küstenregionen, im Khao Sok National Park und auf den meisten Inseln (u.a. Ko Chang, Ko Mak, Ko Phangan, Ko Phi Phi, Ko Tao)

      Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: in den zentralen Gebieten der Nordhälfte des Landes, Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Pattaya, Phuket und Ko Samui

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      202224252524242424242220

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      323234353433323232313131

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      727474747879797982827974

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      11339101313151451
  • Botschaften


    • Botschaft des Königreichs Thailand

      Lepsiusstraße 64-66
      12163 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-12.30 und 14-16.30 Uhr
      Tel.: (030) 79 48 10
      Email: thaibln@thaiembassy.de
      Web: www.thaiembassy.de

      Hausanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      9 South Sathorn Road
      Bangkok 10120
      Tel.: (0066 2) 287 90 00
      Email: info@bangkok.diplo.de
      Web: www.bangkok.diplo.de

      Postanschrift
      Embassy of the Federal Republic of Germany

      G.P.O. Box 2595
      Bangkok 10500
      Thailand