• Meldungen

  • Wichtige Hinweise

    • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Die letzten Poliofälle im Tschad wurden im Jahr 2012 gemeldet. Weltweit wurden in diesem Jahr (bis 21.9.2016) 26 Polio-Wildvirus-Fälle aus drei Ländern berichtet (Pakistan: 14; Afghanistan: 9; Nigeria: 3). Im vergangenen Jahr wurden weltweit insgesamt 74 Polio-Fälle ebenfalls aus nur zwei Ländern berichtet (Pakistan 54, Afghanistan 20). Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist nicht erreicht werden kann. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt Reisenden nach Afrika grundsätzlich einen Impfschutz gegen Kinderlähmung. Die letzten Poliofälle im Tschad wurden im Jahr 2012 gemeldet (2012: 5; 2011: 132; 2010: 26; 2009: 64; 2008: 37; 2007: 22; 2005: 2; 2004: 24; 2003: 25). Bei  Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.

      Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.


      Cholera
      Vorkommen in vielen Landesteilen. Die meisten Fälle werden v.a. gemeldet in den Distrikten N'djamena, Massakory, Bongo und Bol. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, sowie für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen erwogen werden.

      Gelbfieber
      Einzelne Infektionsgebiete, v.a. im Süden des Landes, in dem die Hauptstadt N'Djamena mit dem internationalen Flughafen liegt. Sorgfältiger Mückenschutz und ggf. Gelbfieber-Impfung.

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzEmpfehlung
      Krankheit
      Cholera
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Risikogebiete
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Gebiete mit Gelbfiebervorkommen
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten oder bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Polio
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Empfehlung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Empfehlung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Gelbfieber:
      Eine Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

      Tschad gilt als ein Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (südl. 15°N). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden (ab 9. Lebensmonat), die sich südlich der Sahara aufhalten. Bei Reiserouten ausschließlich in die Trockenwüste der Sahara ist nach Einschätzung der WHO keine Gelbfieberimpfung empfohlen.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: im Süßwasser
      v.a. in südlichen Landesteilen
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Cholera
      Anmerkung
      Infektionsgebiete sind die Regionen: Batha (Zentral), Bet, Biltrine (O), Chari-Baguirmi (SW), Guera, Kanem (W), Lac (W), Logone Oriental und Occidental, Mayo-Kebbi (SW), Fianga, Gounou Gaya, Pala, Njamena (SW), Quaddai, Tandjile
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene; bei erhöhtem Risiko: Schutzimpfung.
      Krankheit
      diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Filariosen
      Anmerkung
      Vorkommen: vor allem im Süden
      Schutz
      Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Gelbfieber
      Anmerkung
      Infektionsrisiko bei Reisen ins Landesinnere v.a. in die südlichen Landesteile (südlich von 15°N)
      Schutz
      Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Westen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Anmerkung
      Vorkommen: ländliche Gebiete v.a. im Süden
      Übertragungsmonate: Dezember - Mai
      Schutz
      Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
      Krankheit
      Schlafkrankheit
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
      Krankheit
      Zeckenbissfieber
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
  • Malariahinweise

    • Risikogebiete: hohes Risiko südlich der Sahara einschließlich der Städte; mittleres Risiko  in den Wüstenregionen

      Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

      Malariaart: > 99 % Malaria tropica (P. falciparum)

      Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig südlich der Sahara einschließlich der Städte

      Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig bei Reisen in die Sahara

      Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

  • Malariarisikogebiete

    • Malariavorkommen

  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      141621232524222222211714

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      343740424038333133363633

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      322521254657728377623233

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      0001610152213400
  • Botschaften


    • Botschaft der Republik Tschad

      Lepsiusstraße 114
      12165 Berlin
      Öffnungszeiten: Mo-Do: 9-15 Uhr und Fr: 9-13 Uhr
      Tel.: (030) 319 916 20
      Fax.: (030) 319 916 220
      Email: contact@ambatschadberlin.com
      Web: www.ambatschadberlin.com

      Hausanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      Av. Félix Eboué
      N'Djamena
      Tschad
      Tel.: (00 235) 22 51 62 02, 22 51 56 47
      Fax.: (00 235) 22 51 48 00
      Email: info@ndjamena.diplo.de
      Web: www.ndjamena.diplo.de
      Hinweis: Keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe. Keine Erteilung von Visa.

      Postanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      B.P. 893
      N'Djamena
      Tschad

      Hausanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      Nouvelle Route Bastos
      Bastos-Usine
      Jaunde
      Kamerun
      Tel.: (00237 2) 22 21 00-56, 22 20 05 66, 22 21 44 34, 22 21 72 92
      Fax.: (00237 2) 22 21 62 11, 22 20 73 13
      Email: info@jaunde.diplo.de
      Web: www.jaunde.diplo.de
      Hinweis: Die Vertretung unterstützt die Botschaft in N'Djamena (Tschad) in Rechts- und Konsularangelegenheiten.

      Postanschrift
      Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

      B.P. 1160
      Yaoundé
      Kamerun