• Wichtige Hinweise

    • Krim-Kongo hämorrhagischen Fieber
      Landesweites regionales Auftreten, v.a. in ländlichen Regionen in Nord- und Zentralanatolien (Provinzen Tokat, Sivas, Gumushane, Amasya, Yozgat und Corum). Die Übertragung erfolgt durch Zecken oder bei Schlachtarbeit an infizierten Tieren oder auch direkt von Mensch zu Mensch nach Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen. Gute Zeckenschutzmaßnahmen empfohlen. Aus der Schwarzmeerregion Kastamonu, im Norden der Türkei, wurden im Jahr 2012 Todesfälle infolge des Krim-Kongo hämorrhagischen Fiebers berichtet. Insgesamt sind es sieben Personen aus fünf unterschiedlichen Provinzen der Türkei, die im Mai 2012 am Krim-Kongo-Fieber gestorben sind. Viele andere erkrankten und mussten in Krankenhäusern stationär behandelt werden. In verschiedenen Landesteilen besteht ein Infektionsrisiko. Seit die Infektionskrankheit im Jahr 2002 erstmals in der Türkei berichtet wurde, sind in der Zwischenzeit mehr als 3.000 Erkrankungsfälle und mehr als 200 Todesfälle registriert worden. Vor allem die ländlichen Regionen in Nord- und Zentralanatolien sind betroffen. Die Erkrankungen wurden bislang aus mehreren Provinzen der Türkei gemeldet. Viele der Fälle stammen aus den Provinzen Tokat, Sivas, Gumushane, Amasya, Yozgat und Corum. Übertragen wird das Fieber durch Zecken oder bei Schlachtarbeit an infizierten Tieren oder auch direkt von Mensch zu Mensch nach Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen. Gefährdet sind in erster Linie z.B. in der Landwirtschaft beschäftigte Personen, Camper oder medizinisches Personal bei ungeschütztem Umgang mit Patienten. Der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich und kann im schlimmsten Fall mit dem Tod des Patienten in Folge starker innerer Blutungen (Hämorrhagien) enden. Die Sterblichkeitsrate der Infektion liegt zwischen 2% und 50%. Folgende Ratschläge erteilt das europäische CDC (Centre for Disease Prevention and Control) Reisenden in den Nordosten der Türkei: 1. Minimierung der Exposition: Durch das Tragen von Körperbedeckender, heller Kleidung (Zecken sind dadurch besser sichtbar); 2. Die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien sollten mit Insektenabweisenden Mitteln eingecremt (z.B. DEET 30%) und die Kleidung eingesprüht werden (z.B. Permethrin). Schwangere und Kinder unter dem 12. Lebensjahr sollten vor der Verwendung der Insektizide einen Arzt zur Beratung konsultieren; 3. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden; 4. Zecken sind sofort zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren; 5. Nach Zeckenstich, sollte die Stichstelle einige Tage beobachtet werden. Bei Auftreten von Hautausschlag, Blasenbildung oder anderen Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

      Masern
      Vorkommen in vielen Regionen des Landes, v.a. im Süden. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Die Gesundheitsbehörden nehmen weiterhin an, dass die erhöhte Zahl der Erkrankungen v.a. im mediterranen Raum und dem Südosten des Landes, auf die wachsende Zahl der syrischen Immigranten, sowie auf Reisende aus dem europäischen Ausland zurückzuführen ist. Das türkische Gesundheitsministerium hat umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeleitet um der weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Auch Reisende die keinen Masernschutz besitzen können sich in Ländern mit Masernvorkommen anstecken und die Krankheit in ihr Heimatland importieren. Daher empfiehlt das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen grundsätzlich den Masernimpfschutz zu überprüfen.

      Hepatitis A
      Vorkommen landesweit. Reisenden ist ein Impfschutz empfohlen. Eine Ansteckung in einem Land mit einer hohen Hepatitis-Verbreitung kann sehr leicht erfolgen. Infizierte Touristen können nach der Heimkehr auch für andere Menschen eine Gefahr darstellen, mit denen sie in direktem oder indirektem (z.B. über die Nahrung) Kontakt stehen. Daher wird bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz empfohlen. Eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene ist stets empfohlen.

      Hepatitis B
      Vorkommen landesweit. Zur Vorbeugung gegen Hepatitis B sollten die Infektionsquellen (z.B. Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich, ungeschützte Sexualkontakte, i.v. Drogenmissbrauch) vermieden werden. Durch Unfälle oder unvorhergesehene medizinische Eingriffe (z.B. Zahnbehandlungen) kann ebenfalls eine Virusübertragung erfolgen. Daher kann bei nennenswertem Risiko eine Impfung gegen Hepatitis B empfehlenswert sein. Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist grundsätzlich ein Impfschutz zu empfehlen. Die Hepatitis B ist eine unter Umständen chronisch verlaufende Erkrankung, die mit einer Lebensverkürzung im Vergleich zur Normalbevölkerung einhergeht (Spätfolgen sind z.B. Leberzirrhose, -krebs).

      Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Die Türkei gilt seit 1998 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Bemerkung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis A-Impfung braucht 2 Impfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (ab 6 Monaten). Wenn nur eine Impfung erfolgt, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz vor der Erkrankung ermöglichen. Erfolgen zwei Impfungen beträgt die Dauer der Wirksamkeit mehr als 10 Jahre, bei mindestens 95 % der Geimpften sogar über 25 Jahre.
      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

      Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.

      Hepatitis-Auffrischung: Eine Hepatitis B-Impfung braucht 3 Teilimpfungen: 1. Impfung (sofort) ⇒ 2. Impfung (nach 1 Monat) ⇒ 3. Impfung (nach 6 Monaten). Wenn nur eine oder zwei Impfungen erfolgen, ist der Impfschutz nicht abgeschlossen und wird langfristig keinen Schutz ermöglichen. Vor der Reise sollten in der Regel 2 Impfungen erfolgt sein, um einen über 85 % Hepatitis B-Schutz gewährleisten zu können. Erfolgen drei Impfungen sollten sich ausreichend Antikörper bilden (Anti-HBs ≥ 100 IE im Bluttest), so dass in der Regel keine Auffrischimpfung mehr erforderlich ist.
      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten).
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung
      Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: im Süßwasser
      v.a. im Südosten an der syrischen Grenze (Nusabyin-Region, entlang des Wadi es Sublak)
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Südosten Anatoliens
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Süden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      323712161819161395

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      8911162125282824201511

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      797774727269686770747778

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      181414986447111418
  • Botschaften


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