• Wichtige Hinweise

    • Weiterhin werden weltweit COVID-19-Fälle verzeichnet. Über die aktuellen Zahlen weltweit informiert die WHO, über die aktuellen Zahlen in Deutschland informiert das Robert-Koch-Institut. Hilfreiche Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus bietet das Bundesministerium für Gesundheit an. Aktuelle Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise können beim Auswärtigen Amt eingesehen werden.

      Krim-Kongo hämorrhagischen Fieber
      Landesweites regionales Auftreten, v.a. in ländlichen Regionen in Nord- und Zentralanatolien (Provinzen Tokat, Sivas, Gumushane, Amasya, Yozgat und Corum). Vor allem die ländlichen Regionen in Nord- und Zentralanatolien sind betroffen. Die Erkrankungen wurden bislang aus mehreren Provinzen der Türkei gemeldet. Viele der Fälle stammen aus den Provinzen Tokat, Sivas, Gumushane, Amasya, Yozgat und Corum. Übertragen wird das Fieber durch Zecken oder bei Schlachtarbeit an infizierten Tieren oder auch direkt von Mensch zu Mensch nach Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen. Gefährdet sind in erster Linie z.B. in der Landwirtschaft beschäftigte Personen, Camper oder medizinisches Personal bei ungeschütztem Umgang mit Patienten. Der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich und kann im schlimmsten Fall mit dem Tod des Patienten in Folge starker innerer Blutungen (Hämorrhagien) enden. Die Sterblichkeitsrate der Infektion liegt zwischen 2% und 50%. Folgende Ratschläge erteilt das europäische CDC (Centre for Disease Prevention and Control) Reisenden in den Nordosten der Türkei: 1. Minimierung der Exposition: Durch das Tragen von Körperbedeckender, heller Kleidung (Zecken sind dadurch besser sichtbar); 2. Die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien sollten mit Insektenabweisenden Mitteln eingecremt (z.B. DEET 30%) und die Kleidung eingesprüht werden (z.B. Permethrin). Schwangere und Kinder unter dem 12. Lebensjahr sollten vor der Verwendung der Insektizide einen Arzt zur Beratung konsultieren; 3. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden; 4. Zecken sind sofort zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren; 5. Nach Zeckenstich, sollte die Stichstelle einige Tage beobachtet werden. Bei Auftreten von Hautausschlag, Blasenbildung oder anderen Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

      Masern
      Vorkommen in vielen Regionen des Landes, v.a. im Süden. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Die Gesundheitsbehörden nehmen weiterhin an, dass die erhöhte Zahl der Erkrankungen v.a. im mediterranen Raum und dem Südosten des Landes, auf die wachsende Zahl der syrischen Immigranten, sowie auf Reisende aus dem europäischen Ausland zurückzuführen ist. Das türkische Gesundheitsministerium hat umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeleitet um der weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Auch Reisende die keinen Masernschutz besitzen können sich in Ländern mit Masernvorkommen anstecken und die Krankheit in ihr Heimatland importieren. Daher empfiehlt das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen grundsätzlich den Masernimpfschutz zu überprüfen.

      Hepatitis A
      Vorkommen landesweit. Reisenden ist ein Impfschutz empfohlen. Eine Ansteckung in einem Land mit einer hohen Hepatitis-Verbreitung kann sehr leicht erfolgen. Infizierte Touristen können nach der Heimkehr auch für andere Menschen eine Gefahr darstellen, mit denen sie in direktem oder indirektem (z.B. über die Nahrung) Kontakt stehen. Daher wird bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz empfohlen. Eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene ist stets empfohlen.

      Hepatitis B
      Vorkommen landesweit. Zur Vorbeugung gegen Hepatitis B sollten die Infektionsquellen (z.B. Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich, ungeschützte Sexualkontakte, i.v. Drogenmissbrauch) vermieden werden. Durch Unfälle oder unvorhergesehene medizinische Eingriffe (z.B. Zahnbehandlungen) kann ebenfalls eine Virusübertragung erfolgen. Daher kann bei nennenswertem Risiko eine Impfung gegen Hepatitis B empfehlenswert sein. Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist grundsätzlich ein Impfschutz zu empfehlen. Die Hepatitis B ist eine unter Umständen chronisch verlaufende Erkrankung, die mit einer Lebensverkürzung im Vergleich zur Normalbevölkerung einhergeht (Spätfolgen sind z.B. Leberzirrhose, -krebs).

      Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis
      Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

      Kinderlähmung (Poliomyelitis)
      Die Türkei gilt seit 1998 als poliofrei. Ein Impfschutz für Reisende ist nicht empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Reisenden die Polio-Schutzimpfung nur bei Aufenthalt in Ländern mit Polio-Vorkommen (sog. Endemieländer) oder in Polio-Risikoländer (d.h. Länder in denen durch importierte Polioviren aus dem Ausland oder durch abgeleitete Impfviren [Lebendimpfstoff] ein Infektionsrisiko besteht).

  • Impfempfehlungen

    • KrankheitImpfschutzBemerkung
      Krankheit
      Diphtherie
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Alle Personen sollten einen vollständigen Impfschutz haben (Auffrischung alle 10 Jahre).

      Krankheit
      Gelbfieber
      Impfschutz
      nein
      Bemerkung
      Krankheit
      Hepatitis A
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Impfung empfohlen für Risikopersonen und Reisen in Regionen mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen.

      Krankheit
      Hepatitis B
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung

      Ein Hepatitis B-Infektionsrisiko besteht weltweit. Risikopersonen bzw. bei Reisen mit erhöhtem Risiko ist eine Impfung empfohlen.

      Krankheit
      Influenza
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung

      Personen ≥ 60. Lebensjahr, Risikopersonen und Reisende entsprechend dem Expositionsrisiko.

      Krankheit
      Keuchhusten
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten (Kinder/Jugendliche entsprechend STIKO-Impfkalender).

      Krankheit
      Masern
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Schutzimpfung als Standardimpfung empfohlen. Zudem besteht seit 1.3.2020 das Masernschutzgesetz.

      Krankheit
      Meningokokken-Meningitis
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Meningokokken treten je nach Region in unterschiedlichen Serogruppen auf. Zu den überwiegenden Serogruppen in der Türkei gehören A, B, C und W - in einigen Regionen auch Y. Es stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Reisenden in Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko - durch z. B. häufige und enge Personenkontakte, bei Menschenansammlungen und/oder bei erhöhtem Meningokokken-Vorkommen (z. B. Ausbrüche) ist eine Schutzimpfung empfohlen.
      Krankheit
      Pneumokokken
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
      Krankheit
      Tetanus
      Impfschutz
      ja
      Bemerkung

      Alle Personen sollten einen vollständigen Impfschutz haben (Auffrischung alle 10 Jahre).

      Krankheit
      Tollwut
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Zu den Risikogruppen gehören: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen insbesondere bei Langzeitaufenthalten, Rucksackreisen, häufigen Aufenthalten/Übernachtungen im Freien, unzureichender medizinischer Versorgung vor Ort (z. B. Fehlen an Impfstoffen und Immunglobulinen für den Notfall nach Bissverletzungen oder Fehlen einer nahegelegenen medizinischen Versorgungsstelle).
      Krankheit
      Typhus
      Impfschutz
      Risikogruppen ja
      Bemerkung
      Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
  • Impfvorschriften

    • Landeseigene Impfvorschriften sind zu beachten. Die Einreisevorschriften werden durch die Länder selbst erhoben. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Abreise bezüglich aktueller Vorschriften. Viele Botschaften haben die Informationen dazu veröffentlicht und auf ihre Websites gestellt. Aufgrund der Aufforderung zur Polio-Impfung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann bei fehlendem Impfnachweis die Ausreise aus dem Land verweigert bzw. auf dem Flughafen bei der Ausreise geimpft werden.

  • Gesundheitsrisiken

    • KrankheitAnmerkungSchutz
      Krankheit
      Bilharziose
      Anmerkung
      Vorkommen: im Süßwasser
      v.a. im Südosten an der syrischen Grenze (Nusabyin-Region, entlang des Wadi es Sublak)
      Schutz
      Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
      Krankheit
      Diverse Darminfektionen
      Anmerkung
      Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
      Schutz
      Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
      Krankheit
      Hepatitis B
      Anmerkung
      landesweites Vorkommen
      Schutz
      Schutzimpfung. Safer Sex (Verwendung von Kondomen). Bei medizinischen Eingriffen (Injektion, Nahtmaterial, Zahnbehandlung, OP) in Ländern mit unzureichender medizinischer Grundversorgung und mangelhafter Hygiene sollte auf steriles medizinisches (Wund-)Material geachtet werden.
      Krankheit
      Kala Azar
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Südosten Anatoliens
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
      Krankheit
      Leishmaniasis
      Anmerkung
      Vorkommen: vereinzelte Herde im Süden
      Schutz
      Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
  • Klimatabelle

    • Min. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      323712161819161395

      Max. Temp °C

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      8911162125282824201511

      Feuchtigkeit %

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      797774727269686770747778

      Regentage

      JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
      181414986447111418
  • Botschaften


    • Botschaft der Republik Türkei

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      Türkei