Körperliche Behinderungen

tucan
  • Der Reiseort sollte in Abhängigkeit von der Mobilität und den orthopädischen Hilfsmitteln gewählt werden.
  • Spezialveranstalter bieten zu unterschiedlichen körperlichen Behinderungen Reisen zu Fern- und Nahzielen an.
  • Orthopädische Hilfsmittel sollten vor der Reise auf die Reisetauglichkeit geprüft werden (Evtl. Ersatzteile mitführen).
Rollstuhl, Meer, Paar, Strand iStock/Mark Kostich

Reisen mit Rollstuhl

In Abhängigkeit der Mobilität und orthopädischen Hilfsmittel (Rollstuhl, Gehhilfen, etc.) sollte rechtzeitig vor der Reise in Berücksichtigung der Reisedauer, des Reiseortes und Reisestils die Vorbereitungen getroffen werden. Reisende mit orthopädischen Hilfsmitteln sollten sich vor Antritt der Reise infomieren, ob die für Sie wichtigen Einrichtungen wie Toiletten, sanitäre Einrichtungen, Zimmer und Freizeitmöglichkeiten mit dem Rollstuhl bzw. dem Hilfsmittel gut zugänglich sind. Als Ansprechpartner dienen z.B. Reisegesellschaften, Behindertenverbände - bzw. Vereine oder auch Diskussionsforen im Internet. Die Frage, ob körperlich sichtbar Behinderte in tropischen Ländern einem höheren Verbrechensrisiko (z.B. Raubüberfall) ausgesetzt sind oder nicht, wird kontrovers diskutiert. Sicher spielen Faktoren wie der Reiseort und die Reiseumstände eine wichtige Rolle. Im Zweifelsfall ist es immer besser - vor allem am Abend - in Begleitung auszugehen.

Kontaktaufnahme zum Umfeld

Körperliche Behinderungen und vor allem orthopädische Hilfsmittel können in manchen Reiseländern Seltenheiten darstellen. Was in der Öffentlichkeit passiert wird häufig, vor allem von einheimischen Kindern, neugierig beobachtet. Reisende sollten sich daher nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern Personen ansprechen oder anlachen - vor allem wenn es sich um Kinder handelt. In aller Regel wird man dadurch sehr viele freundliche und hilfsbereite Menschen kennen lernen.

Orthopädische Hilfsmittel

Sinnvoll ist es darauf zu achten, ob die mitgeführten Hilfsmittel, wie z.B. Rollstühle, Gehilfen oder Prothesen, aus robusten Materialien bestehen, so dass sie den veränderten klimatischen Gegebenheiten (z.B. starke Luftfeuchtigkeit) und mechanischen Beanspruchung (z.B. holprige Strassen und unwegsames Gelände) standhalten können. In manchen Fällen kann die Mitnahme von Ersatzteilen hilfreich sein, um bei Verschleiß vor Ort eine Reparatur durchführen zu können. Bei Langzeitaufenthalten kann eine Zweitausstattung oder weitere Hilfsmittel die alternativ eingesetzt werden könnten, sinnvoll sein. Reisende mit nicht erkennbaren Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates, wie z.B. künstlichem Gelenkersatz, posttraumatischer Instabilität, operativer Korrektur von Wirbelsäulendeformitäten, Achsenfehlstellungen der Extremitäten und Gelenkverschleiß, sollten bei Sport in tropischen Ländern vorsichtig sein, da bei Verletzungen u.U. keine ausreichende medizinische Versorgung zur Verfügung steht.

Weiterführende Links:

Weitere Tipps zu Reisen mit Behinderung erteilen Spezialveranstalter

Auch die Deutsche Bahn bietet besondere Angebote für Menschen mit Behinderungen