Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Wann wird geimpft:


1. Bei Reisen
in FSME-Risikogebiete innerhalb und außerhalb Deutschlands.

2. Risikopersonen: Besonders gefährdet sind Personen, die in den Risikogebieten leben oder arbeiten (v.a. Forstarbeiter, Landwirte, Jäger, etc.).

Impfstoff:

Totimpfstoff

Die handelsüblichen Impfstoffe schützen auch vor dem fernöstlichen und östlichen Subtyp des Erregers (RSSE - Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Grundimmunisierung:

1. Impfung: Tag 0
2. Impfung: nach 4 (2) Wochen - 3 Monaten
3. Impfung: nach 5 (9) - 12 Monaten (je nach Impfstoff-Hersteller)

Je nach Impfstoff-Hersteller gibt es verschiedene Schnellimpfschemata, die jedoch nur dann Anwendung finden sollten, wenn das Standardimpfschema zeitlich nicht mehr möglich ist (sog. Schnellimmunisierungen mit verkürztem Impfschema).

Auffrischimpfung:

Die 1. Auffrischimpfung (= 1. Impfung nach abgeschlossener Grundimmunisierung) ist 3 Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung erforderlich.

Weitere Auffrischimpfungen sind je nach Lebensalter und Impfstoff-Hersteller alle 3 oder 5 Jahre nach der vorherigen Impfung notwendig.

Schnellimmunisierungen können einen veränderten Zeitraum zwischen Grundimmunisierung und 1. Auffrischimpfung beinhalten. Ebenso kann bei Personen mit Immundefizienz und Personen > 60. Lebensjahr evtl. eine Wiederimpfung früher erforderlich sein. Beachten Sie daher genau die Angaben des Impfstoff-Herstellers.

Impfschutz:

zuverlässig

Frühestens ca. 14 Tage nach der 2. Teilimpfung bis mindestens ca. 3-5 Jahre nach abgeschlossener Grundimmunisierung (s. Auffrischimpfung)

Nebenwirkungen:

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Hinweise:

  • Bei Erkrankungen des ZNS (u.a. Multipler Slerose) oder Autoimmunerkrankungen sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung geimpft werden.
  • Für Kinder (vollendetes 1. bis vollendetes 12 Lj. bzw. vollendetes 1. bis vollendetes 16 Lj.) gibt es Impfungen mit verringerter Dosis. Da bei Kindern unter 3 Jahren jedoch vermehrt Fieberreaktionen beobachtet werden, sollte eine Schutzimpfung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden.
  • Bei Personen über 60 Jahren und Personen mit Immundefizienz besteht kein sicherer Impferfolg. Daher ist eine Antikörperkontrolle 1 - 2 Monate nach der 2. Teilimpfung empfohlen (bei der Schnellimmunisierung nach der 3. Teilimpfung). Bei unzureichender Immunität ggf. zusätzliche Impfung.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit darf, aufgrund mangelnder Erfahrung, die Impfung nur in Ausnahmefällen unter bestimmten Voraussetzungen erteilt werden.

Wichtige Anmerkung:

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.