FSME

Frühsommer Meningoenzephalitis

Wann wird geimpft - Risikopersonen

  • Personen die in FSME-Risikogebiete innerhalb und außerhalb Deutschlands zeckenexponiert sind (durch z.B. Wohnort, Freizeitaufenthalt, Reise, Ausflug, etc.).
  • Durch FSME beruflich gefährdete Personen (z.B. Forstarbeiter, Personen in der Landwirtschaft (auch Hilfskräfte), Jäger, Laborpersonal etc.).

Impfstoff

Totimpfstoff

Die handelsüblichen Impfstoffe schützen vor dem zentraleuropäischen Typ und gemäß Untersuchungen wahrscheinlich auch vor dem fernöstlichen und sibirischen Subtyp des Erregers (RSSE - Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Grundimmunisierung

1. Impfung: Tag 0
2. Impfung: nach 4 (2) Wochen - 3 Monaten 
3. Impfung: nach 5 (9) - 12 Monaten

Je nach Impfstoff-Hersteller gibt es verschiedene Impfschemata.

Auch für die Schnellimmunisierung mit verkürztem Impfschema existieren - je nach Hersteller - unterschiedliche Schnellimpfschemata, die nur dann angewendet werden sollten, wenn das Standardimpfschema zeitlich nicht mehr möglich ist.

Auffrischimpfung

Die 1. Auffrischimpfung ist meist nach 3 Jahren (ggf. 12 - 18 Monate je nach Impfschema und Impfstoff-Hersteller) nach Abschluss der Grundimmunisierung erforderlich. Schnellimmunisierungen können einen veränderten Zeitraum zwischen Grundimmunisierung und 1. Auffrischimpfung beinhalten.

Weitere Auffrischimpfungen sind je nach Lebensalter und Impfstoff-Hersteller alle 3 bzw. 5 Jahre nach der vorherigen Auffrischimpfung notwendig.

Bei Personen mit Immundefizienz ist der Impferfolg nicht sicher. Eine Antikörperkontrolle nach der 2. bzw. 3. Teilimpfung (je nach Impfschema und Impfstoff-Hersteller) kann über den Impfschutz Auskunft geben (ggf. können zusätzliche Impfungen).

Impfschutz

Ein zuverlässiger Schutz beginnt frühestens ca. 2 Wochen nach der 2. Teilimpfung und muss zur Aufrechterhaltung regelmäßig aufgefrischt werden.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Die Impfung kann bei Personen mit ausgeprägter Hühnereiweiß-Allergie zu allergischen Reaktionen führen. 

Bei besonderen Personengruppen (z.B. Personen mit Erkrankungen des ZNS u.a. Multipler Sklerose oder Autoimmunerkrankungen, sowie Personen mit Immundefizienz und Schwangere) sollte nur nach besonders sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung geimpft werden.

Wichtige Anmerkung

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

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