Gelbfieber

Risikogruppen - Wann wird geimpft

  • Bei Reisen in ein Gelbfieber-Infektionsgebiet im tropischen Afrika oder in Mittel- und Südamerika.
  • Bei Einreisevorschrift (länderspezifisch!), insbesondere bei Einreise aus einem Gelbfieber-Infektionsgebiet (auch Transit).

Warum wird die Gelbfieber-Impfung empfohlen

Da Gelbfieber-Erkrankungen oftmals plötzlich und unvorhersehbar in den Infektionsgebieten auftreten können, wird die Impfung aus medizinischen Gründen bei allen Aufenthalten in Gelbfiebergebieten empfohlen. D.h. also nicht nur bei Aufenthalten in Ländern, in denen eine Gelbfieber-Impfung als Voraussetzung zur Einreise vorgeschrieben ist, sondern generell in allen Ländern, in denen ein Gelbfieber-Infektionsrisiko besteht. Daher kann auch bei Langzeitaufenthalten (z.B. beruflich/ehrenamtlich/privat) in Regionen nahe den Gelbfiebergebieten eine Schutzimpfung empfohlen sein.

Wo wird geimpft

Bei autorisierten Gelbfieber-Impfstellen mit vorgeschriebener Dokumentation imiInternationalen Impfausweis.

Zeitpunkt

Mindestens 10 Tage vor Einreise.
auch die amtliche Gültigkeit beginnt 10 Tage nach der Impfung (wichtig für die Einreise!).


Impfung

einmalige Impfung (Lebendimpfung)

Impfschutz

lebenslang

Auch die amtliche Gültigkeit eines internationalen Zertifikates für eine Gelbfieber-Impfung (im Impfausweis) wurde von 10 Jahren auf lebenslang geändert. Das gilt für alle bereits ausgestellten als auch alle neuen Gelbfieber-Impfzertifikate.

Nach Prüfung einer Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2013 wurde darauf hingewiesen, dass eine einzige Impfdosis der Gelbfieber-Impfung ausreicht, um lebenslang vor Gelbfieber geschützt zu sein. Den Hinweis darauf ergaben zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre. Innerhalb von 30 Tagen bildet sich bei 99% aller Geimpften der vollständige immunologische Schutz aus. Die WHO hat der Änderung hinsichtlich der Gelbfieber-Impfschutzdauer im Mai 2014 offiziell zugestimmt. Demnach ist eine einmalige Gelbfieber-Impfung erforderlich um einen lebenslangen Schutz zu gewährleisten. Eine Auffrischimpfung ist nicht mehr erforderlich. Im Juli 2016 ist die Internationale Gesundheitsvorschrift (IGV) welche eine einmalige Gelbfieber-Impfung vorsieht, in Kraft getreten.

Es ist sinnvoll bei Reisen in Länder mit Gelbfieber- Impfvorschriften (auch Transit), sich über die jeweiligen aktuellen Vorschriften bei einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle oder der Botschaft des Einreiselandes zu informieren.

 

Ausnahme für Auffrischimpfungen

Für folgende Risikopersonen kann eine Auffrischimpfung erforderlich sein bzw. sollten Personen bei Reiseindikation die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung abklären

  • Personen mit geschwächter Immunantwort, z.B. HIV-Infizierte, Knochenmarks- und Stammzelltransplantierte
  • Kinder die erstmals < 2 Jahren gegen Gelbfieber geimpft wurden, v.a. bei gleichzeitiger Gabe einer MMR-Impfung
  • Frauen die während der Schwangerschaft geimpft wurden

 

Verträglichkeit und Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Vor allem muss mit dem Impfarzt die Impfindikation für eine Erstimpfung bei Personen über 60 Jahren sorgfältig abgewogen werden.

Vorsicht: bei Allergien gegen Impfbestandteile, v.a. schwere Hühnereiweißallergie darf nicht geimpft werden.

 

Was passiert, wenn nicht geimpft werden kann?

Es kann durch den Arzt eine Impfbefreiung ausgestellt werden.
Wenn aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht durchgeführt werden kann, kann eine Impfbefreiung im internationalen Impfausweis von der Gelbfieberimpfstelle ausgestellt werden. Die Länder mit Impfpflicht sind zur Anerkennung dieses Zeugnisses nicht verpflichtet. Im Extremfall kann bei Einreise Nachimpfung, Quarantäne oder Zurückweisung erfolgen.

Wichtige Anmerkung

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

 

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