Hepatitis A

Wann wird geimpft - Risikopersonen​

    • Bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen z.B. in Südosteuropa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika
    • Berufstätige, Studierende, Auszubildende, Praktikanten oder Ehrenamtliche im Gesundheitsdienst (inkl. Sanitäts- und Rettungsdienst, Küche, Labor, technischer und Reinigungsdienst, psychiatrische und Fürsorgeeinrichtungen), und in Kindertagesstätten, Kinderheimen, Behindertenwerkstätten, Asylbewerberheimen sowie Berufe mit Abwasserkontakt (Kanalisations- und Klärwerkarbeiter) etc.
    • Patienten mit Krankheiten der Leber bzw. mit Leberbeteiligung
    • Patienten mit häufiger Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen (z.B. Bluter [Hämophilie], aber auch i.v. Drogenkonsum)
    • Personen mit risikoreichem Sexualverhalten, dass ein erhöhtes Infektionsrisiko beinhaltet (z.B. durch Finger oder Sex-Toys die Kontakt mit Anus und Mund haben) oder auch Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)

Was erhöht das Risiko

Erhöhtes Risiko v.a. bei Reiseländern mit erhöhtem Vorkommen, insbesondere bei Reisen in Küstenregionen durch den Verzehr von rohem Fisch und Meeresfrüchten (z.B. Muscheln, Schalentiere, Austern) Kochen oder Grillen von Muscheln kann Hepatitis-A-Viren nicht sicher abtöten.

Auch andere Speisen die fäkaliengedüngt oder mit verunreinigtem Wasser gewaschen wurden (z.B. Obst, Salat, Gemüse) beinhalten ein erhöhtes Infektionsrisiko.

 

Worauf muss geachtet werden

Bei Kindern unter 10 Jahren dient die Impfung hauptsächlich zur Vermeidung von Umgebungsinfektionen nach Rückkehr, da die Hepatitis A-Infektion bei Kindern meist beschwerdefrei bzw. milde verläuft . Daher sollte die Impfung eingehend mit dem Impfarzt vorher besprochen werden, um eine optimale Nutzen-Risiko-Abwägung treffen zu können .

Bei häufig Reisenden, Personen die aus Ländern mit hohem Hepatiis A-Vorkommen stammen, sowie nach längeren Tropenaufenthalten und bei vor 1950 Geborenen sollte eine Bestimmung von Hepatitis A-Antikörper vor der ersten Impfung veranlasst werden, da in diesen Fällen häufig eine Immunität bestehen könnte und eine Hepatitis A-Impfung dann überflüssig wäre.

Impfschema

  1. Impfung: Tag 0
  2. Impfung: nach 6 Monaten

    Bei kurzfristiger Abreise ist ein Hepatitis A Schutz (auch noch am Tag der Abreise) möglich, da der Impfschutz sich innerhalb von ca. 10 Tagen aufbaut und die Inkubationszeit der Hepatitis A 20-40 Tage beträgt.

 

Impfschutz

ca. 2 Wochen nach der 1. Dosis kann bereits von einem mehrjährigem Schutz ausgegangen werden.
Nach der 2. Dosis liegt bei fast 100% der Geimpften ein mindestens 25 Jahre anhaltender Schutz vor, vermutlich sogar lebenslang
Eine Wiederimpfung kann bei besonderen Risikopersonen indiziert sein (mit dem Arzt klären)

Impfstoff

Totimpfstoff

Bei kurzfristiger Abreise ist ein Hepatitis A Schutz (auch noch am Tag der Abreise) möglich, da der Impfschutz sich innerhalb von ca. 10 Tagen aufbaut und die Inkubationszeit der Hepatitis A 20-40 Tage beträgt.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Wann darf nicht geimpft werden

Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile

Wichtige Anmerkung

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

 

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